
Phillip Zwanzig. Lebt in Berlin. Ist Ende zwanzig. Man trifft den jungen Mann und hat einen Kumpel an der Seite, der humorvoll und selbstbewusst die Welt anschaut. Und sie hinterfragt.
Er bringt seine Emotionen in Momente, auch wenn es Dinge sind, die einfach vor seiner Linse passieren und auf die er gar keinen Einfluss hat. Oft zieht Phillip durch die Strassen (und zwar nicht nur in Berlin) und beschreibt das so:
„Ich ziehe durch die Strassen und suche, meistens während ich auf dem Fahrrad sitze, nach den kleinen anderen Dingen im Leben. Suche mir Bilder, die ich mit anderen Bildern aus meinem Gedächtnis verknüpfe. So ergeben sich persönliche Bilderserien, die für mich ein gesellschaftliches Bild wiedergeben. Anregen möchte ich mit diesen Bildern. Hinterfragen, genauso. Aber bloss nicht mit dem Zeigefinger auf etwas zeigen.“
“Durch eine festgehaltene viertel Sekunde, die in ein Format gepresst wird, wird man ganz automatisch zum Geschichtensammler.“



Ich kenne Phillip seit der Teenie Zeit, also quasi die gute Hälfte unseres Lebens. Es gäbe viel zu erzählen aber darüber schreibe ich lieber ein Buch. Eigentlich spielt es auch gar keine Rolle. Denn was für Phillip eine Rolle spielt, ist in ihm drin- und in seinen Bildern.
Phillip hat damals, als wir zusammen unsere fotografische Ausbildung in der PTB in Braunschweig gemacht haben, mal zu mir gesagt: „Wenn ich meine Bilder erklären muss, dann muss ich sie gar nicht erst machen“. Wir sehnen uns immer nach Erklärungen. Das ist langweilig. “Erfreut euch an den kleine dingen im Leben!!” Phillip transportiert. Tiefe. Macht einfaches zu besonderem.
Er war ein Lehrjahr über mir – und hat mir mehr beigebracht als alle Lehrer die ich jemals hatte zusammen. Nämlich dass es um Treue sich selbst gegenüber egal was andere erzählen.


„Meine Serien sollen zum nachdenken anregen. Einmal sind nur Tomaten zu sehen, und jeder kann sagen, das Foto ist nichts besonderes. Das kann ich auch! Lustig,oder? Dass wir immer wieder an Konkurrenz denken. Oder das Kunst etwas damit zu tun haben muss, das man selber das nicht kann. Also, ich dachte lange so.“
Phillip bringt dass Gesellschaftsbild lächelnd und manchmal mit einer Prise Ironie auf den Punkt.

(ach und PS: damit ihr wisst, über wen ich dass hier schreibe, hier noch ein Foto von Phillip, dass ich einmal machen durfte! Danke für alles Philli!!)
Phillip Zwanzig







…in der adalbertsraße 32 hat der phillip gerad eine ausstellung, ich war da- geh du auch!
Das zweite Bild hat mich auf den ersten Blick total verwirrt!