Stadtlichter – Maike Mohr
Posted in Arthouse, Disco, Outside, Sounds, Stadtlichter byUberding präsentiert ab sofort monatlich die Kolumne “Stadtlichter”. Hier stellen wir euch, immer zum 15. eines Monats, interessante Persönlichkeiten vor, die uns bewegen, die wir einzigartig finden. Sie strahlen mit ihrer Tätigkeit, ihrer Kunst oder ganz einfach durch ihre Persönlichkeit. Viel Spaß mit dem Stadtlicht Maike Mohr in diesem Monat!
1. Seit wann tanzt du und wie hast du das tanzen für dich als Art des Ausdrucks entdeckt?
Ich tanze aktiv seit ich 15 bin, das ist jetzt 6 Jahre her…Mit 10 aber hab ich schon viel Zuhause vorm Spiegel getanzt und teilweise auch Kurse in der Schule gehabt, es hatte aber weniger Bedeutung, es war damals mehr ein zeitweiliges Hobby, ich habe mir dabei garnichts gedacht…
Irgendwann mal hat es Klick gemacht und ich hatte das Gefühl ich bräuchte sofort ganz ganz viel Tanz, ich habe also nach einem Tanzkurs gesucht und kam damit zu meiner (auch noch jetzigen) Tanzlehrerin Julie Pecquet…sie gab mir sehr viel Inspiration und führte mich näher an die Tanzwelt…
Ausdruck war es von Anfang an für mich, auch wenn ich am Anfang noch nicht so bei der Choreographie mitkam… dann hab ich Zuhause immer solange geübt bis ich sie so gut konnte das ich sie austanzen konnte. Das ganze wurde immer extremer und nahm an Wichtigkeit zu.
2. Was waren deine größten Erfolge im Tanzen bisher, und was möchtest du unbedingt noch erreichen?
Eigentlich gibt es fast jeden Tag kleine Erfolge…das Gute beim Tanzen ist echt das man nie auslernt, es gibt immer Inspiration, es gibt soviele Stile und soviele Tänzer die einen inspirieren (deswegen reise ich auch so viel und gern) ich habe jeden Tag kleine Ziele! Ich tanze jeden Tag anders und entdecke mich jeden Tag neu…
Ich hatte viele Erfolge die mir einfach zugeflogen kamen und wahrscheinlich eher mit guten Kontakten und Zufall als mit viel Engagement passiert sind, worauf ich wirklich stolz bin sind z.B. Gewinne bei Battles!!!
Ich versuche mir immer meine Ziele hoch zu stecken! Ich bin als Tänzer in einer Tanzschule “aufgewachsen” und da lernt man wenig Freestyle und eigenen Ausdruck, eigenes Training… Als ich anfing zu battlen musste ich komplett umlernen: Ich bin alleine und nur ich bin dafür verantwortlich was ich mache, es geht vielmehr um Feingefühl, um Musikalität, Raumnutzung, Dynamik uvm…
Und die Schwierigkeit ist auch, dass das Publikum aus Tänzern besteht die genau wissen was du da machst! Bis ich da mal einen Erfolg hatte musste ich durch viele Niederlagen einstecken und viel trainieren! Alles das ohne Mut zu verlieren und sich treu zu bleiben! Es geht mir ja nicht darum überhaupt zu gewinnen, sondern mit MEINEM Tanz und mich selbst zu begeistern!
Ich will nie aufhören das Tanzen zu leben oder in Routine zu fallen, ich möchste immer nach neuer Inspiration suchen! Ich hab auch ein paar Ideen für kleinere und größere Projekte, es gibt aber kein großes “Endziel”…
3. Du hast auch mal in einem Bollywoodfilm mitgewirkt. Wie waren deine Erfahrungen im Filmbusiness?
Im Nachhinnein eine tolle Erfahrung. Ich kann mich noch gut an die Woche erinnern, ich habe es nicht sonderlich genossen, ich stand auch irgendwo ganz hinten und war eigentlich unbedeutend, die Choreographie hat mich auch nicht erfüllt. Wir haben von Morgens bis Abends gedreht, es war echt anstrengend. die Schuhe waren unbequem und das Pailettenkleid hat einem immer die Arme wundgeschürft.
Es war wirklich nur ein Job, für mich hatte es nicht wirklich viel mit tanzen und Leidenschaft zutun…Es war aber interessant das aufwendige Set und die ganzen indischen Tänzer und Schauspieler zu sehen!! Ich denke es hat mich auch echt abgehärtet für das Business, das ist gut!
4. Du bietest auch Kurse an, wie motivierst du andere zu dem was du tust?
Die meisten Schüler bringen schon Motivation mit, man muss sie erstmal verstehen und herrausfinden was sie fasziniert und was sie lernen wollen!
Wenn ich selbst motiviert bin und Spaß bei der Sache habe, dann springt der Funken meist auch ganz schnell über!
5. Was ist der Unterschied zwischen Clowning/ Krumping?
Ich definiere den Unterschied immer so: Krumping ist eigentlich der Spiegel von dem was in dir brodelt, es geht nur um dich selbst, alles was in der Aussenwelt passiert ist egal. Man ist total in seiner Welt.
Clowning ist viel mehr nach aussen gerichtet, man tanz sozusagen um andere fröhlich zu machen. Man ist Entertainer.
6. Wieso hast du dich fürs Krumping entschieden?
Erstmal hat sich Krumping vielmehr entwickelt und verbreitet, Clowning gibt es hier garnicht wirklich, oder zumindest weis ich nix davon!
Krumping hat mich aber irgendwie auch von Anfang an viel mehr angezogen! Es war genau das, was ich zu der Zeit gesucht hatte, es ist ein Weg für mich meine andere Seite nach außen zu tragen. Die Meisten kennen mich eher als süßen, zurückhaltenden Engel.
Man erfährt durch Krumping seine Extreme und lernt sich selbst besser kennen… Ich bin zum Beispiel sehr ausgeglichen seit ich Krump habe!
7. Wie gelingt es dir so viel Ausdruck beim Tanzen und auf Fotos (auf denen du drauf bist) zu übermitteln?
Ich denke es steckt irgendwie in mir! Sobald ich auf der Bühne stehe oder vor Kameras bin ich wie ausgewechselt! Wenn man weis wie man rüberkommen will, was man ausdrückt, dann ist das ganz leicht!
Bei der Fotographie ist es auch deshalb so leicht für mich weil ich weis wie es ist hinter der Kamera zu stehen, weil ich weis was ein Fotograph sehen will und wie was dann später auf dem Bild wirkt!
8. Genau, weil du selber auch fotografierst, wo liegt deine Hauptbeschäftigung, welche Priorität hast du zwischen diesen beiden Künsten.
Das Tanzen kam zuerst und ist auch erste Priorität! Die Fotographie hat sich eigentlich aus der Liebe zum Tanz entwickelt! Ich fotographiere am liebsten uns meisten Tänzer und Künstler, oder mich selbst!
Im Moment widme ich mich hauptsächlich dem Tanzen, ich verdiene auch den größten Teil des Geldes damit! Die Fotographie begleitet mich eher still, ich will sie aber längerfristig nochmehr ausbauen!
9. Was gibst du jungen Nachwuchstalenten für einen Tipp um im Tanzbusiness wirklich ernst genommen zu werden?
Das Wichtigste ist immer das man sich selbst dabei ernst nimmt! Es gehört viel Wille dazu, es kommt aber auch immer darauf an was man erreichen will! Es gibt soviele unterschiedliche Stile, soviele Szenen!
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7 Comments to “Stadtlichter – Maike Mohr”
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Lina says:
wow, hübsche Frau!
Martin says:
Das Mädchen rockt. Im Norden hier kennt man sie! schönes Intwerview. Klingt real!
Clara says:
Faszinierend – ich hab Maike noch nicht gekannt, werd nun aber sicherlich dran bleiben!
Maike says:
Ich fühle mich sehr geschmeichelt!
Besucht gerne meine Myspace Seite auf http://www.myspace.com/the_bass_
Da freu ich mich!
Beste Grüße ausm Norden!
smile sb says:
hit me for next time
uberVU - social comments says:
Social comments and analytics for this post…
This post was mentioned on Twitter by UberdingBlog: Stadtlichter! zum ersten Mal auf Uberding! Yeah! http://bit.ly/2lNMsw #Krumping #Tanz #Fotografie…
Maike Mohr x Superhorstjansen « UBERDING says:
[...] vergisst seine Stadtlichter nicht und hat bei der Verfolgung von Tänzerin Maike Mohr aus Hamburg jetzt dieses neue Video entdeckt. Auch wenn ich Uffie’s Pop the Clock nicht mehr [...]