Pornamental Design – Nina Levett
Posted in Arthouse by Wolfgang Haas CastYourArt | Tags: Design, Kunst, Nina Levett, Wien
Foto von © Irene Schaur, www.ireneschaur.com
“Fuck me” “Lick me”, “Breath”, “Work”: Sätze wie Punkte, gemalt über die Blumen eines traditionellen, alten Porzellans. Spermienschwärme auf Wandpanelen, Stickerei/Fickerei, Perfucktion, Sexperiment.
Die Wiener Künstlerin und Designerin Nina Levett hat das Bild der Frau, genauer gesagt das Bild der Hausfrau und Mutter, die zugleich entsexualisiert und ausgenutzt wird, in ihren Designarbeiten konzeptualisiert.
Der Betrachter verfolgt anhand ihrer Arbeiten eine Echtzeit-Dokumentation des Zerbrechens von Erwartungshaltungen, Rollen- und Geschlechterbildern mit. Ich will in meinen Arbeiten das Bild einer Hausfrau wecken, die aufgrund ihrer frühen Heirat und der Abgeschottetheit ihres Ehelebens, in einem Akt der Auflehnung auf die schiefe Bahn gerät.
Ihre Pornamental Arbeiten verschränken Bilder von Sexualität, Sinnlichkeit und Erotik zugleich als Ausbruchsmotive wie auch Motive des buchstäblichen Verhaftet-Seins. Indem sie auf das Ornament als widersprüchliches Mittel der Verschleierung wie auch der Subversion von Macht zurückgreift, betten sich ihre Arbeiten in ein künstlerisches Umfeld, das in den letzten Jahren verstärkt Aufmerksamkeit gewonnen hat.
Parastou Frouhar, Shirin Neshat, Sarah Morris, Sakshi Gupta, Raqib Shaw, Hema Upadhyay, Philip Taaffe und andere Künstler sind in diesem Zusammenhang zu nennen. Was Levett von den meisten dieser Künstler unterscheidet, ist die Tatsache, dass sie ihre Arbeiten als Design in das Umfeld, aus dem es auszubrechen gilt, zurückführt.
Die Variationen des eingesperrten Daseins bestehen aus kleinen Dingen: Kühlschrank auf, Kühlschrank zu, Tisch decken, Tisch abräumen, Geschirrspüler auf, Geschirrspüler an, Geschirrspüler aus.
Das Material ihrer künstlerischen Unangepasstheit ist diesen privaten Handlungsräumen entnommen und fährt, überarbeitet und mit ihren Grafiken recodiert als Designarbeit in den Privatraum zurück.
Am 25. November um 18.00 Uhr eröffnet in den Räumlichkeiten des Wiener Bürokollektivs G55 (Purpur Architektur und CastYourArt) eine Ausstellung mit Arbeiten der Künstlerin. Es werden moveable wallpapers, vintage-style Porzellan, Fliesen, Lampen und Stickereien zu sehen sein und für die Rücküberführung in den Privatraum bereitstehen.
Eröffnung: Mittwoch, 25.11.2009, 18 Uhr Ausstellungsdauer und Öffnungszeiten: 26.11. – 14.12.2009, Mi – Fr 10 bis 18 Uhr Ort: G55 (Bürogemeinschaft CastYourArt und PURPUR ARCHITEKTUR), Gumpendorfer Straße 55, 1060 Wien
Foto von © Irene Schaur, www.ireneschaur.com
Foto von © Franz Morgenbesser, www.vipinart.com
Share on FacebookÄhnliche Beiträge
2 Comments to “Pornamental Design – Nina Levett”
Post comment
Kategorien
Tag-Wolke
Advent Art BBB Berlin Blogger Bright Cinema Cologne Design Fashion Fashionaire Fotografie Gedanken Graphic Tees Hamburg Kauf Dich Glücklich Kinki Kollektion Kunst London Mode Movie Music Musik New York Nightlife Paris Photography Politik randbezirk RVCA Shoppen Skateboarding soundtrack of my life Street Art Studieren Stuttgart Style Stylecheck UBERDING Vintage Web 2.0 Weihnachten Weltenbuerger Wien
WP Cumulus Flash tag cloud by Roy Tanck requires Flash Player 9 or better.
Freunde
Archiv
- März 2010
- Februar 2010
- Januar 2010
- Dezember 2009
- November 2009
- Oktober 2009
- September 2009
- August 2009
- Juli 2009
- Juni 2009
- Mai 2009
- April 2009
- März 2009
- Februar 2009
- Januar 2009
- Dezember 2008
- November 2008
Lieblinge
- a blog called fresh
- Adam Port
- Amy&Pink
- artisticLOFT
- bunny BISOUS
- Castor und Pollux
- childhood flames
- dropsnap
- duyanhlepham
- Die Super WG
- electru
- f&art
- Facehunter
- Fashionaire
- Fashion Toast
- Free The Yazz
- freunde von freunden
- Hulluhullu
- Garance Dore
- Go live free or die
- hand it over
- Igor+André
- Jak and Jil
- justcheesin
- Kauf Dich Glücklich
- Karlas Closet
- keikolynn
- Kessel.tv
- Kinki
- La Lila
- Körperstoff Onlineshop
- Lähla
- Le Blog de Betty
- lulu and your mum
- Like Love
- Max hat deine Schuhe
- Nico & Sasha
- ninastillerphotography
- Ondro
- Pille Popstar
- purple-diary
- Pink Pong
- Popafricana
- Playboard
- Raben-Schwarz
- randbezirk
- rokit
- style like u
- Sarah Maple
- Salon Vow
- Schwarz & Gold
- streetstyl.es
- stylesightings
- Smile SB
- Taghrid
- The Junction
- Vintage Lollipops
- WELTENBUERGER
- whatsheart
- 7daysisaweekend
Neue Kommentare
- Magnus bei Minimizing Yours – Sara Maier – Die Abschlusskollektion
- Tine bei Paris Fashion Week – Oh la la
- Mia Bühler bei Minimizing Yours – Sara Maier – Die Abschlusskollektion
- p. bei Minimizing Yours – Sara Maier – Die Abschlusskollektion
- giano bei Happy Birthday Chuck Norris











Clara says:
Danke für den Beitrag – finde die Thematik sehr spannend – nicht nur wegen des Titels – keine Bange. Interessant, solche Gegenstände als Gebrauchsgut im Haushalt selbst zu haben – da man sich als Frau ja doch anders damit identifiziert als es ein Mann tut. Zumindest denke ich als Frau so, was wieder stereotyp ist :) Irgendwie sind wir doch alle gefangen, oder?
DeelmLeP says:
huh. love this .