Heute öffnen wir das Türchen in den Kessel!
Frage 1: Dein Blog wurde in kurzer Zeit ziemlich populär, was rätst du “Newcomern” im Bloggerbusiness? ;)
Man sollte sich vorab überlegen, ob das überhaupt jemanden interessiert über was man bloggen will. Es gibt z.B. circa zwei Milliarden Kleine-Mädchen-fotografieren-sich-in-H&M-Klamotten-vor-dem-Kinderzimmer-oder-WG-Spiegel.
Sprich das Feld ist längst abgedeckt und es reicht wohl aus wenn man die neuesten Schweden-Looks in der Mensa diskutiert. Dabei geht es dann lebhafter zu als auf den vielen Blogs, die täglich zwei Leser haben.
Zudem sollte man zumindest ansatzweise das geschriebene Wort etwas beherrschen. Ich sag mal irgendwo zwischen Grundschule und 10. Klasse reicht völlig. Klingt easy, aber das Niveau erfüllen leider etliche Blogs nicht. Rechtschreibfehler/Vertipper kauft man übrigens bei einem Blog quasi mit, das ist – wenn sie überschaubar bleiben – nicht weiter tragisch.
Hat man also ein Thema gefunden und ist der deutschen Sprache mächtig, sollte man sich eine knackige URL ausdenken, wie eben z.B. Uberding.de oder Kessel.tv. Das ist meines Erachtens die halbe Miete. Seiten wie ichbinsoschoen.blogspot.de, meinekleidersinddietollsten.wordspress.de oder niceartandfashionfromdonzdorf.blogspot.de sind zum Scheitern verurteilt. Das heißt auch man sollte circa 10 Euro pro Monat investieren und den Blog als eigenständige Seite bei einem ordentlichen Provider hosten. Außerdem noch bissle ein nettes Layout ausarbeiten bzw. die Standartvorlagen bearbeiten. Wenn man das nicht selbst kann, am besten jemanden zu Rate ziehen.
Und dann kann es eigentlich schon los gehen. Ab dann heißt es am Ball bleiben, regelmäßig Einträge verfassen, manchmal auch nicht allzu lange über einen nachdenken, sich auf sein Bauchgefühl verlassen und einfach raushauen das Zeug. Bloggen soll Spaß machen. Man muss Freude haben, sich mitzuteilen. Der Spaß sollte für den Leser spürbar sein. Viele Blogs sind viel zu ernst. Darüberhinaus sollte man meines Erachtens Minimum einen Post pro Tag verfassen. Spätestens alle zwei Tage muss was gehen.
Nebenbei heißt es halt bissle connecten, die Sache z.B. via Facebook, anderen Blogs etc. Schwung bringen (myspace Bulletins verschicken bringt übrigens gar nichts, hab ich anfangs zwei, drei Monate ab und zu gemacht), den Leuten davon erzählen, gegebenenfalls ein paar Sticker drucken.
Macht man etwas „Außergewöhnliches“ bzw. etwas Gutes, dann hat man eines Tages ein paar Leser oder auch nicht.
Frage 2: Welche Ausgehtipps hast du für die Baden Württemberger für die schöne Weihnachtszeit als Stuttgart-Insider?
Oh je, ich bin ein alter Mann. Ich geh zwar jedes Wochenende raus, aber nur dahin wo ich auflege, sonst bleib ich daheim. Gespannt bin ich aber auf das Moulin Rouge vom Club Play und 0711 in der Kronprinzstraße und Felice Civales neuer Donnerstagsreihe im Club Messelina im Rotlichtviertel.
Frage 3: Weihnachten im Kessel – und was kommt bei dir an Weihnachten in den Kessel?
Du meinst in meinen Magen? Also an Heiligabend haben sich meine Eltern seit vielen Jahren auf Raclette eingeschossen. Am 25.12. gibt’s bei den „Schwiegerleut´“ Gans – zum ersten Mal in meinem Leben übrigens. Komme eher aus einer Anti-Gans-und-Hase-Familie ;). Am 26.12. weiß ich noch nicht. Abends legen Kollege Moritz Matzen und ich gemeinsam im Waranga auf. Davor brauche ich auf jeden Fall etwas Deftiges.






