Stadtlichter – Oliver Koletzki
Posted in Sounds, Stadtlichter byMit seinem Hit “Mückenschwarm” hat sich Oliver Koletzki in unsere Ohren gebrannt und ist seit her aus der Technoszene nicht mehr weg zu denken. Uberding hat sich mit dem jungen Talent getroffen und ihn über seinen Aufstieg, die Hip Hop Szene sowie Mode befragt.
Oliver Koletzki, unser Stadtlicht im Januar! Viel Spaß beim Lesen, hören und gewinnen!
Uberding: Du hast deine Wurzeln eigentlich im Hip Hop, warum hast du dich der Hip Hop Szene abgewandt und bist in die elektronische Richtung gewechselt?
Oliver Koletzki: Zu der Zeit als ich noch Hip Hop hörte und auch selber machte, war der Hip Hop und sein ganzes Drum Herum noch sehr positiv. Damals ging es noch um Kultur, um Breakdance und um’s uSprayen. Dann kam aber immer mehr dieses „Gangsterding“ auf. Es wurde immer populärer einen auf „dicke Hose“ zu machen. Diese Attitüde haben mir einfach nicht mehr gefallen.
Wenn ich Musik mache, will ich auch etwas für eine Sache machen die etwas Positives beinhaltet.
Ausserdem kam zu der Zeit als ich mich begann für elektonische Muisk zu interessieren gerade die Housewelle nach Braunschweig, woher ich stamme. Und endlich gab es auch eine Musikrichtung zu der selbst ich tanzen konnte (lacht).
Uberding: Welche Gruppen/Bands aus dem Hip Hop Bereich haben dich zu der damaligen Zeit fasziniert?
Oliver Koletzki: Die Absoluten Beginner waren damals für mich ganz groß, mit denen bin ich dann auch einmal als Voract in Braunschweig aufgetreten. Auch MC Rene oder Fettes Brot hörte ich viel. Amerikanischer Hip Hop war nie so mein Ding.
Uberding: Du hast Musik studiert. Wie ist heute deine Meinung zu Studiengängen im Bereich Kunst und Musik?
Oliver Koletzki: Ich habe nur 1,5 Jahre Musikwissenschaften studiert. Es war einfach stinkend langweilig und ich kann es niemandem empfehlen. Zu dieser Zeit hatte ich allerdings zum Glück schon meinen ersten großen Erfolg mit „Mückenschwarm“ und konnte mich dadurch vom Studium lösen und mit meiner Musik meinen Lebensunterhalt bestreiten.
Eine Grundausbildung kann auf jeden Fall nicht schaden. Ich halte viel davon wenn junge Musiktalente zum Beispiel Klavierunterricht nehmen, bzw. allgemein ein Instrument erlernen. Eine gute musikalische Grundausbildung hilft selbst für Musikrichtungen wie Techno weiter.
Uberding: 2005 war dein großes Erfolgjahr mit Labelgründung und deinem Erfolgshit „Mückenschwarm“. Wie kam es bei dir zu diesem Erfolgsjahr? Hast du dich in irgendeiner Art auf diesen Durchbruch vorbereitet oder ist das einfach passiert?
Oliver Koletzki: Ich habe eigentlich nichts anderes gemacht als die Jahre zuvor auch schon. Tracks produziert, nach Feierabend in meinem Zimmer gesessen und Musik gemacht.
Der Unterschied zu den Jahren davor war 2005 wohl, dass ich mich getraut habe ein Lied von mir 500 Mal auf Platte pressen zu lassen und diese in Eigenregie an Plattenläden weiterzugegeben. Dann kam noch das unheimlich große Glück dazu, dass Sven Väth eine von diesen Platten gekauft und aufgelegt hat.
Dabei hat er für sich festgestellt wie großartig er diesen Track findet und diesen auf Cocoon nochmals zu veröffentlichen. Durch diesen Schritt lief alles seinen Weg fort.
Uberding: Beim Schreiben ist für uns immer die Titelvergabe ein wichtiges Kriterium ob ein Artikel gelesen wird oder nicht. Wie läuft das bei dir – wie kommst du zu den Titeln deiner Tracks.
Oliver Koletzki: Ganz oft haben meine Titel etwas mit meinem momentanen Leben zu tun, etwas das in meinem Leben gerade passiert. Meine Titel haben auf jeden Fall immer einen Grund. Entweder mit Elementen aus dem Song selbst, oder eben mit Elementen aus meinem Leben.
Uberding: Du vertreibst nun neben deiner Musik auch noch Mode. Wie kam es zu diesem Schritt?
Oliver Koletzki: Mode hat mir immer schon viel Spass gemacht. Ich finde auch Mode und Musik passt gut zusammen.
Dazu kam noch der Name „Stil vor Talent“ – diesen Spruch fanden einfach alle klasse, und wollten diesen Spruch auf T-Shirts haben.
Ein guter Freund von mir, Chrisse Kunst ist Comiczeichner und hat auch schon einige Cover von uns gestaltet. Die Mode war ein guter Weg ihn sich selbst verwirklichen lassen. Die erste eigene Kollektion Sommer 2011 machen Slawjana Ulrich & Theresa Bender.
Wir haben mit 1-2 Shirts begonnen was gut lief und so bauten wir diese Idee aus. 2011 haben wir dann unsere erste Kollektion mit eigenen Schnitten. Also ein riesiges Projekt für uns alle.
Uberding: was soll „Stil vor Talent“ ausdrücken.
Oliver Koletzki: Der Slogan soll einfach sagen dass man kein Genie sein muss, und auch nicht zwingend studiert haben muss – sondern viel wichtiger ist es eine Sache mit der eigenen Handschrift zu machen, sich etwas zu trauen und ihren ganz persönlichen Stil in diese Sache bringen.
Weitere Infos zu unserem Stadtlicht Januar – Oliver Koletzki findet ihr hier:
Für alle die mehr von “Stil vor Talent”- möchten: Schreibt uns euer “X vor X” – Slogan. The best will win!
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8 Comments to “Stadtlichter – Oliver Koletzki”
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pille says:
erleben vor leben.
Mario says:
Interessantes Interview.
Das Album ist sehr gut.
Ich baue es in die verschiedensten Sets ein und die Titel bringen immer Farbe.
Best*
Tweets that mention Stadtlicherter – Oliver Koletzki « UBERDING -- Topsy.com says:
[...] This post was mentioned on Twitter by SupSappel, Uber Ding. Uber Ding said: Stadtlicherter – Oliver Koletzki http://bit.ly/7zLpwu #blog #oliverkoletzki #musik [...]
twilly says:
Tag vor Traum.
Tweets that mention Stadtlichter – Oliver Koletzki « UBERDING -- Topsy.com says:
[...] This post was mentioned on Twitter by Uber Ding, Mia Bühler. Mia Bühler said: stil vor talent? http://bit.ly/6LDPYP [...]
Hirsch Nadja says:
Tolle Sache.
lisa says:
nutella vor bundeskanzler
bambi says:
links vor rechts