Stadtlichter – Stephan Gerber – Mahagony Apparel

Unsere Stadtlichter im Februar sind die vier Lichter hinter der urbanen Streetwear Marke Mahagony Apparel: Daniel Berlin, Björn Gerdes, Stephan Haramina und Stephan Gerber.

Uberding traf sich mit Stephan Gerber und während der Zufuhr von koffeinhaltigen Heiß- und Kaltgetränken wurde ehrlich über Fashion, Hip Hop, Erfolg, Geschmacksache, Niederlagen und die immer wieder neue Orientierung geplaudert.

Mahagony Apparel – Stephan Gerber. Viel Spaß beim Lesen!

Uberding: Was genau war der Antrieb, als 2004 Mahagony Apparel ins Leben gerufen wurde?

Stephan Gerber: Ich selber habe schon immer in der Branche gearbeitet. Irgendwann war die Zeit gekommen, dass man sich selber verwirklicht und wie der Zufall es so will haben Daniel Berlin und Stephan Haramina sich gleichzeitig auch schon Gedanken gemacht und entwickelten fleißig unseren Schriftzug. Da wir uns bereits seit zwanzig Jahren kennen, fragten sie mich ob ich teilhaben möchte. Da waren wir erstmal ein Dreierteam und gründeten im April 2004 die GbR.

Uberding: Was waren die ersten Kleidungsstücke und die erste Kollektion?

Stephan Gerber: An die ersten tausend T-Shirts mit unseren Baum können wir uns noch alle sehr gut erinnern. Im Herbst 2006 sind wir mit unserer ersten Herrenkollektion auf den Markt gekommen.

Uberding: Wann kam der vierte Mann dazu?

Stephan Gerber: Björn Gerdes stand uns schon früh als Berater zur Seite, weil er unseren Start finanzierte. Im Oktober 2007 gründeten wir dann die Mahagony Apparell GmbH und Co.KG, Daniela Oetker kam noch ins Boot und wir konnten dadurch eine Frauenkollektion auf die Beine stellen.

Uberding: Jetzt seid ihr aber vier Herren, was ist mit der Dame passiert?


Stephan Gerber: Leider lief die Frauenkollektion im Verkauf nicht. Die Ware war sehr hochwertig und dementsprechend teuer. Das wollte die Kundschaft nicht. Daher haben wir beschlossen die Frauenkollektion erstmal einzustellen, um uns mit ganzer Kraft unserem Steckenpferd, der Herrenkollektion zu widmen.

Uberding: Was prägt eure Kollektion?

Stephan Gerber: Ganz klar, unsere Wurzeln im Hip Hop. Was aber nicht heißt, dass wir nur breite Hosen designen, denn wir sind selber auch reifer geworden und mit uns unsere Kollektion. Wir verstehen uns als urbane Streetwear.

Uberding: Was sind eure nächsten Ziele?

Stephan Gerber: 2011 auf ökologische Baumwolle umzusteigen und nationale  Charityprojekte zu unterstützen.

Uberding: Erhöht das nicht die Preise für den Käufer?

Stephan Gerber: Da sitzen wir an einem Konzept, damit der Käufer den Unterschied nicht sonderlich spürt. Außerdem haben wir jetzt schon den Hersteller gewechselt und produzieren noch hochwertiger. Dafür sind die Auflagen kleiner geworden. Mehr Liebe zum Detail hängt von der Entwicklung ab und der Käufer muss es nicht im Portmonee spüren.

Uberding: Vier Männer und ein Baby, ist das nicht schwierig mit so viel geballter Manneskraft?

Stephan Gerber: Nein überhaupt nicht. Unsere Aufgaben sind klar verteilt.Daniel Berlin ist für Sponsoring und Marketing, Björn Gerdes für Finanzen und Geschäftsführung, Stephan Haramina für Graphik und Design und ich bin für Vertrieb, Verkauf und Geschäftsführung zuständig. Jeder von uns macht das was er am besten kann und die jahrelange Freundschaft ist nur von Vorteil.

Uberding: Was ist ein No go in der Modewelt?

Stephan Gerber: Grundsätzlich darf man Alles, solange es gefällt, aber was überhaupt nicht geht sind Menschen, die versuchen auf Teufel komm raus anders zu sein und das durch ihren vorgetäuschten Stil ausdrücken. Letztendlich ist Mode, so wie alles im Leben, Geschmackssache!

Uberding: Wofür steht euer Logo?

Stephan Gerber: Der Baum des Lebens! Tree of Life.

Der Baum steht für Wachstum, gar nicht im Sinne von Geld, sondern von erwachsen werden. Mahagony steht für die Qualität, die fest verankerten Wurzeln und für unsere Firmenpolitik. Wir wollen nicht nur Mode für den Moment machen, sondern uns festigen.

Weitere Infos zu unserem Stadtlicht oder für Leute, die noch die Mädchenkollektion ergattern möchten:

www.mahagony.net

Posted on by Andrea Cruse in Closet, Stadtlichter

About Andrea Cruse

Andrea, ein Mix zwischen Wirbelwind und Rakete verbreitet mit großer Freude Lachtränen, Hoffnung und Schmunzeln. Die junge Frau hört auf den Namen Andrea Cruse und ihr Licht erstrahlte 1980 in der Seestadt Bremerhaven die Welt. Andrea und ihr Talent zum Schreiben wuchsen im Norden Deutschlands heran. Nach einem vierjährigen Aufenthalt in Stuttgart 2006 wieder in den hohen Norden zurückgekehrt, pendelt sie als freie Autorin zwischen Geburtsort und Wahlheimat Hamburg. Die freie Schriftstellerin berühren Menschen der unterschiedlichsten Alters- und Sozialenschichten mit Poesie, Märchen, Stift & Papier und natürlich der sehr ehrlichen, direkten Art. Ich kann nicht anders als zu lächeln, wenn ich (Mia) ihr begegne. Einige Zeit haben wir schlafend neben einander verbracht, andere Zeiten sitzend mit einem Becher Kaffee nach dem anderen. Kaffee, Süßigkeiten, kritzeln, denken, tippen. Heute gehört Frau Cruse zum Uberding wie das Schnitzel zur Panade. Seit 2009 begeistert die Uberlebensküstlerin Andrea mit ihrer taff-ehrlich-norddeutschen Art auch die Uberdingleserschaft. Eiskalt und doch Herz erwärmend. Sie vollbringt Wundervolles und ist doch ein Mensch wie du und ich. Ja, Menschlichkeit ist für alle da und der passenste Wortwahl, die junge Frau zu beschreiben.

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