Ein Tanzstil aus dem Swing ? Nein! Ein Solo Klavierstil? Nein ! Was ist dann mit Boogie gemeint? Was ?!?! Besser gesagt „Wer“. Boogie ist ein junger aufstrebender Fotograf der in den letzten Jahren mit seinen kontroversen Arbeiten die Internationalen Kritiker auf sich gezogen hat.
Boogie ist geboren und aufgewachsen in Belgrad. Er hat die schlimmen Jahre zwischen 1991 – 1998 in seiner Heimatstadt miterlebt. In den Jahren wo sich seine Gesellschaft spaltet und das Land in Aufruhr umschlägt. Im Jahr 1993 stand das Land unter Sanktion der UN, zu dem Zeitpunkt entschied sich Vladimir Milivojevich durch sein erspartes sich eine Kamera zu besorgen und darin sich in seine künstlerischen Fähigkeiten zu vertiefen.
Er begann damit die politischen Geschehnisse durch seine Linsen zu verfolgen und rechtsextreme Demonstrationen abzulichten. Es muss die Zeit gewesen sein, wo seine Perspektive für das „jetzt“ und das Gespür für „Intensität“ geformt wurde.
Sein Leben änderte sich drastisch, nachdem er in der „Green Card Lotterie“ gewonnen hatte. Das Glück lag auf seiner Seite, durch den Gewinn konnte er sich vor dem Krieg retten und das ins Land der unbegrenzten Möglichkeit. Er beschloss nach Brooklyn/ NYC zu ziehen und dort seine Arbeiten fortsetzten, fernab von der aufreibenden Gewalt in seinem Heimatland.
Die Arbeiten befassten sich am Anfang mit Projects in seiner Umgebung, es gibt Bilder die bekannte Gangs wie z.B. The Bloods in aggresiven Posen mit Waffen zeigen. Andere wiederum präsentieren dir Mütter, die den nächsten Schuss setzten und nebenbei ihre Kinder erziehen.
Seine Gegend wurde ihm nach einiger eindrucksvollen Zeit zu monoton, deshalb suchte er sich neue Orten aus, um seine Eindrücke von Mensch und Umwelt festzuhalten. Er reiste nach Brasilien in die Favelas, auf Cuba war er ebenfalls, Istanbul, Tokyo usw., die Liste ist lang.
Seine Bilder sind meines Erachtens nach sehr überzeugend, sie wirken sehr Intensiv. Durch die Verwendung eines schwarz/weiß Films wird die Situation besser unterstrichen und festgehalten. Fast eine Einzigartigkeit beweist Boogie durch seine nicht urteilende Einstellung gegenüber seines Objekts. Es wirkt manchmal fast wie ein dokumentarischer Blick der sehr nah am Geschehnis ist und dir als Zuschauer teilweise ein Gefühl als schuldigen Teilnehmer vermittelt. Die Bilder sind reell und fernab von gestellten Szenen in High End Fotostudios.
Ich wünsche Boogie ein erfolgreicher Zukunft und soll uns mit seinen Werken weiter belohnen.
Bilder via artcoup.com













