Du, Sie, Er,Ich? Oder einfach nur Nichts

Spürst du das Leben in dir? Oder spürst du nur noch die Sehnsucht danach? Es gab eine Zeit in der ich bildlich beschreiben konnte, wie Erdbeeren schmecken. Heute vermisse ich das, obwohl ich weiß, dass ich es noch könnte, wenn ich wollte. Wir waschen unseren Körper aber schon längst nicht mehr unsere Haut. Ich will Leben! Ich möchte das volle Programm mit Luftsprüngen, auf die Fresse fallen, in den Rücken getreten werden, den Rotz mit Blut aus meinem Gesicht waschen und weiter Konfetti in die Luft werfen. Ganz genau das möchte ich, denn das ist das Leben spüren.

Das Einzige was ich dazu brauche sind meine Träume. Ich bin bekennende Träumerin, zwar Realistin, aber meine Seele lechzt nach den Schlummermomenten in meinem Hirn. Immer wieder werde ich gestoppt. Unverständnis ernte ich dafür schon lange. Egal, ich strecke meinen Mittelfinger in die Luft und greife nach den nächsten Illusionen.

Hinein in das Leben stürmen, nach den Illusionen greifen, egal ob wahr oder unwahr. Ich möchte nicht vermissen, ich möchte spüren, eine innge Umarmung und den Atem meiner Träume in meinem Nacken. Hinein stürmen in das Leben mit allem Leid und all der Leidenschaft, völlig ohne Selbstschutz.

Posted on by Andrea Cruse

3 Responses to Du, Sie, Er,Ich? Oder einfach nur Nichts

  1. zwen

    little child – runnin wild!

  2. Sören

    Ich hätt gern dieselbe Portion Drogen um so zu empfinden…

  3. R.

    Eine Stunde der Wonne und Raserei!

    Eine Stunde der Wonne und Raserei! O Wildheit! Halte mich nicht!
    Was ist’s, das mich in Stürmen so frei macht?
    Was bedeutet mein Jauchzen, mitten zwischen Blitz und Unwetter?

    O diese mystische Trunkenheit tiefer zu schlürfen als irgend ein anderer!
    O, wilde und wonnige Wehen! Ich vermache sie euch, meine Kinder,

    Euch erzähle ich sie, bedeutsam für euch, o Bräutigam und Braut!
    Ich, ganz euch hingegeben, wer ihr auch seid, und ihr, mir hingegeben, einer Welt zum Trotz!
    Zum Paradies zurück – Verschämte und Weibliche,

    Euch zu mir zu ziehen, um euren Lippen zum erstenmal den Kuß eines entschlossenen Mannes aufzudrücken.

    Den Knebel aus dem Mund zu nehmen,
    Das Gefühl, heute und überhaupt: ich bin genug, so wie ich bin.
    Etwas noch Unbewiesenes! Etwas in seelischer Entrücktheit,
    Gänzlich frei von den Ankerketten und Haken der andern zu sein,
    Frei dahin fahren, frei lieben, tollkühn und gefährlich stürmen,
    Die Zerstörung stolz herausfordern, sie umwerben,
    Höher zu steigen, in die Himmel der Liebe, die mir winken,
    Hinauf mit meiner trunkenen Seele!
    Verloren, wenns so sein soll!
    Den Rest des Lebens zu sättigen mit einer Stunde der Fülle und Freiheit,
    Mit einem Moment der Freude und Raserei!

    (Walt Whitman – Aus »Kinder Adams« -Grashalme-)

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