Ein Name den man nicht mehr erklären muß. Er hat sich seinen Weg vor langer Zeit erkämpft und kratzt seit über 25 Jahren das Vinyl. Stylewarz verlangt kein großes Kasperletheater, er will nur seiner Leidenschaft freien Lauf lassen und mit Platten spielen. Ein Mann – ein Wort, einer der Gründe warum der gebürtige Bremerhavener mein musikalisches Herz höher schlagen lässt.
Uberding hat in seiner Wahlheimat Hamburg ein wenig mit ihm geplaudert.
Hand aufs Herz, Rückblick auf die letzten 25 Jahre, alles richtig gemacht?
Stylewarz: Ich steh nach wie vor hinter meiner Arbeit. Ich bereue keinen meiner Schritte, vielleicht bin ich wohl auch einer der wenigen Künstler, die sich für sämtliche musikalische Tätigkeiten noch gerade machen können und vor allem auch will. Klar, gibt es Sachen, die hätte ich besser machen können, aber das zeigte meistens auch erst die Erfahrung, das sind aber Arbeiten denen ich kritischer gegenüber stehe als die Außenstehenden.
Bei deinen Sets spürt und hört man, dass Hip Hop nicht nur eine Musikrichtung für dich ist. Was bedeutet es für dich?
Stylewarz: Ich bin Hip Hop ohne wenn und aber, für mich ist es kein Image.
Die meisten meckern über die Entwicklung von Hip Hop und schwelgen in der Vergangenheit, wie siehst du das?
Stylewarz: Früher war es wie ein Abenteuer für uns, wir zogen von Stadt zu Stadt und lernten Menschen kennen mit den gleichen Interessen. Wir tauschten uns aus und vor allem haben wir gemeinsam die gleiche Leidenschaft entdeckt, das hat uns schon zusammen geschweißt. Das vermisse ich schon manchmal.
Heute ist es eine Art Image und der Austausch findet ganz anders statt als damals. Dafür gibt es heute auch krasse, coole Sachen. Ich glaub, dass man einfach keinen direkten Vergleich ziehen kann, jeder muss selber entscheiden ob er Bock drauf hat oder nicht oder besser gesagt auf was man Bock hat, egal ob es um Musik geht oder irgendetwas anderes…
Wenn man sich so intensiv wie du mit dem Thema Musik auseinander setzt, nervt es dann manchmal?
Stylewarz: Ich rede ja nicht 24 Stunden über Musik, persönlich verfolge ich aber schon auch andere Wahrnehmungen, sehe die Welt nicht immer nur aus dem musikalischen Kontext. Mein Freundeskreis z.B. ist eine Ansammlung von Menschen unterschiedlicher Berufe. Genau das brauche ich, um neuen Platz zu schaffen für neue Inspiration. Ich höre sämtliche Musikrichtungen mit der gleichen Begeisterung und Leidenschaft. Seit 25 Jahren durchlebe ich eine musikalische Horizonterweiterung meiner eigenen Person, dieses wäre aber nie möglich gewesen, wenn ich festgefahren wäre oder jemals in die Situation gekommen wäre, Musik würde mich nerven. Musik an sich ist eine komplexe Welt in der es viel zu entdecken gibt. Trotzdem muss man sich selber den Freiraum schaffen, um auch den Hals nach links und rechts drehen zu können. Egal ob mittels Sport oder andere Möglichkeiten. Hauptsache man hat nicht die Scheuklappen auf.
Du bist ein waschechter Seemann, was bedeutet Norddeutschland für dich?
Stylewarz: Hier fühl ich mich am wohlsten, mein Zuhause. Ich sag zwar niemals nie, aber hier ist mein persönliches Zuhause, alles was ich zum Leben und Überleben brauche. Heimat ist unersetzbar.
Dicht gefolgt von dem Heimatgefühl verbindet mich mit der Schweiz ein ähnliches Gefühl, aber die Schweiz ist für mich nur eine Art zweite Heimat. Eben nicht mein Zuhause…
Du hast ein selbstbewusstes Auftreten, ist dir Mode überhaupt wichtig?
Stylewarz: Persönlich finde ich das Wort „modebewusst“ schon sehr zum Schmunzeln. Klar achte ich darauf was ich anziehe, aber mir sind z.B. Trends völlig egal. In erster Linie muss ich mich wohl fühlen und es muss zu mir passen. Ich finde es gibt nichts Schlimmeres als irgendwelche Trendsetter zu beobachten und sofort zu checken das sich jemand nicht wohl fühlt…das ist etwas, was ich absolut nicht verstehen kann.
2010, dein Jahr?
Stylewarz: Auf jeden Fall, 2010 das Jahr meines eigenen Umbruchs in allen Belangen. Pläne wurden über Bord geworfen und neue sind in der Schmiede.
Und es ist das Jahr der Musik, schon letztes Jahr sind extrem viele gute Sachen von Künstlern veröffentlicht worden, die gleichzeitig enorm aus dem traditionellen Rahmen raus springen. Ich bin sehr gespannt, was noch alles passiert.
Für diejenigen die noch Basicinfos zu unserem Stadtlicht brauchen oder mehr Infos wollen, geht es hier lang www.djstylewarz.com











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