Lofts auf Wolke 7. Konzerte als Schulersatz. Marshmallowregen. Sonnenschein auf Knopfdruck und DU auf deiner Couch - in Gedanken in einer Welt, die viel zu weit entfernt scheint. Wie oft hat man das? Die Vorstellung von dem Leben, das man selber nicht hat. Ob es nun eine fiktive Welt ist, die man sich schafft oder die bloße Vorstellung von sich in der Rolle von Audrey Tautou in “Eine fabelhafte Welt der Amélie”. All diese Lebensträume sind so weit von uns entfernt, dass man sich gar nicht mehr traut, als in Gedanken in diesen Welten zu schweben.
Gedanken fesseln uns an viel zu vielen Tagen und lenken vom grauen Alltag ab. Ein kleiner Ausflug ans Mittelmeer oder eine Spritztour mit dem roten Ferrari vom Nachbarn. Unbegrenzte Möglichkeiten sich die unmöglichsten Dinge vorzustellen. Der Mund spricht das aus, was der Verstand niemals bejahen würde. Auch das ist möglich und erleichtert uns oft genug das Leben. Viel zu selten denken wir jedoch über die Tatsache nach, dass wir in unseren Gedanken eine eigene Welt geschaffen haben. Nur in der Welt erscheint es möglich den Träumen ein Stück näher zu kommen und zu planen wie man im nächsten Schritt einen Weg in die Richtung schlagen könnte. Man lebt quasi ein Doppelleben. Das Leben in Gedanken und das Leben in Worten.
Welche Frage ich mir nun stelle: Besteht Euer Lebenstraum aus dem Unerreichbaren? Stellt man sich als Lebenstraum nur das vor, was nicht griffbereit ist und nur über Umwege zu erreichen ist? Und mal ganz abgesehen vom Lebenstraum… Wie sehen eure Tagträume aus? Kommt ihr jemals auf die Gedanken euch vorzustellen, wie es wäre mit 50 Kilo mehr auf den Hüften Fallschirm zu springen oder wie anders das Leben als Zebra sein könnte?
Meine Vorstellungen sind grenzenlos. Ob es die Vorstellung als mit Lufterpolsterfolie eingewickelter Michelinmensch durch Erfurts Straßen zu rollen sein soll oder die Vorstellung als einheimische New Yorkerin für eine Zeitschriftenagentur zu arbeiten- es ist schön solche Erlebnisse in Gedanken abzuspielen solange man die Realität nicht aus dem Auge verliert. Träume inspirieren und frischen Ideen auf. Ohne unsere Gedanken wäre die Welt nur halb interessant – weil die Welt so aussehen würde wie sieht aussieht und niemand da sein würde, der sich vorstellt, wie die Welt aussehen würde, wenn man sie gelb streichen könnte. Oder grün. Oder rot.









ich denke der reiz an jedem lebenstraum ist immer eine gewisse ferne die zu diesem besteht, immer ein stück bei dem man denkt “das ist eigentlich ein unerreichbares ziel.” – doch in dem moment in dem wir zulassen davon zu träumen, beginnen wir ihn schon ein stück weit wahr zu machen selbst wenn es nur in unserem kopf geschieht.
jeder sollte es zulassen solche träume zu besitzen, wie du schon sagst frischen sie auf und inspirieren, genau so ist das! immer nur rational zu denken schafft nichts neues, nur allbekannten stursinn und eine graue welt. ich bin für grün streichen!
schöne worte phila!