Devil- Der Teufel steckt im Fahrstuhl

Der gebürtige Inder M. Night Shyamalan hat einen Absturz hingelegt, wie er selbst für Hollywood-Verhältnisse ungewöhnlich hart ist. Einst als großes Regie-Wunder und Hoffnungsträger des etwas anderen amerikanischen Kinos gefeiert, bringt sein Name mittlerweile kaum noch Menschen in die Kinos, geschweige denn Kritiker zum schwärmen.

Ganz im Gegenteil, so kursiert das Gerücht, dass in diversen Kinosälen in den USA, die Zuschauer beim Erblicken des Namens Shyamalan im Trailer zu “Devil” in lautes Gelächter losbrachen-  schlechtes Zeichen.

Photo via imdb.com

Wir erinnern uns alle an Shyamalans unerreichtes Meisterwerk “The Sixth Sense”, an das ziemlich gute  “Unbreakable”, aber leider auch an das dann eher nicht mehr so tolle “Signs” gefolgt von den ganz und gar nicht mehr tollen “The Village”, “Das Mädchen aus dem Wasser” und “The Happening”.

Sein aktueller Streich “Die Legende von Aang” wird gerade von Kritikern in den USA bis zur Unkenntlichkeit zerissen,  da traut sich der Herr schon mit einem neuen Projekt in die Kinos.

Die Rede ist vom Mystery-Thriller “Devil”, der am 17. September in den USA anläuft und zumindest bei mir alles andere als Gelächter auslöste.

Nach Shyamalans letzten “Erfolgen” verwundert es nicht, dass man ihn dieses Mal nicht ans Regie-Steuer ließ. Auch das Drehbuch des Films überließ man jemand anderem. “Devil” basiert lediglich auf einer Idee der einstigen Kino-Hoffnung ( und ein Mangel an Einfallsreichtum war tatsächlich nie sein Problem ).

Der Plot in Kürze:

Fünf Fremde bleiben im Fahrstuhl eines Bürohochhauses stecken. Nach und nach stirbt einer nach dem anderen unter mysteriösen Umständen, während sie versuchen sich aus ihrem Gefängnis zu befreien. Der Teufel ist unter ihnen.

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Die Besetzung des Films ist nicht der Rede wert, prestige-trächtige Namen finden sich hier nicht. Was allerdings kein Nachteil sein muss. Eine scheinbar einfache Story mit viel Potenzial und unbekannte, frische Gesichter sind eigentlich gute Voraussetzungen für einen anständigen (Horror)Film.

Einen weiteren Pluspunkt gibts für die kürzlich erschienene Verarsche ( entschuldigung, schlimmes Wort )  zum Devil-Trailer, in der Shyamalan selbst mitspielt. Ein Blick lohnt sich. Soviel Selbstironie hätte ich dem Mann garnicht zugetraut. Andererseits bleibt ihm auch nicht mehr viel mehr als das, nach all dem Spott der letzten Zeit (siehe hier).

Trotz aller Vorbehalte gegenüber dem Namen Shyamalan, die sich über die letzten Jahre aufgebaut haben, der Trailer zu “Devil” macht zumindest mich sehr neugierig. Gute, innovative Horrorfilme sind so selten, da möchte ich mir ein potentielles Exemplar nicht entgehen lassen. Geben wir dem netten Herrn mit dem schwierigen Namen nochmal eine Chance!

Weitere infos zum Film gibts hier.

Deutschlandstart:  25. November 2010

Posted on by Uberding in Arthouse

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