Was ist bloß aus dir geworden?

Alle Jahre wieder macht sich nicht nur der Weihnachtsmann auf den Weg zu den Liebsten, nein auch wir Weggezogene kehren heim. Nach den Feiertagen trifft man sich freiwillig mit dem einen oder anderen Klassenkameraden, einige wiederum möchte man am liebsten übersehen. Menschen mit denen man die gesamte Kindheit verbracht hat oder einen großen Teil davon.

Die alten Zeiten werden herausgekramt, sich gemeinsam über das Abenteuer Kindheit amüsieren, um dann zu merken, dass man mit einigen der vergangenen Kindern immer noch eine Verbundenheit bis in das erwachsene Alter trägt. Da werden die alten Luftschlösser wieder zum Leben erweckt und neue erbaut.

Foto via Fraeulein Kück

Foto via Fraeulein Kück

Erinnerungen der Kindheit lassen uns spüren, dass wir immer noch etwas Kind in uns haben. Man genießt den Moment, dass man weniger erklären muss und wundert sich oftmals was aus dem einen oder anderen geworden ist. Das hässliche Entlein wurde zum Schwan und der damalige Superman wurde zum Vollidioten.

Doch manchmal bleibt der vergangene Prinz und die Prinzessin immer noch die Personen mit Krone und Zepter  aus dem Märchen Kindheit, nur dass das Königreich verschwunden ist.

Posted on by Andrea Cruse in Kultur, Uber

3 Responses to Was ist bloß aus dir geworden?

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  2. andrea cruse

    Natürlich gibt es genau die ehemaligen Klassemkameraden von denen du berichtest! Allerdings gibt es auch noch die, die damals Ziele und Träume hatten und das heutzutage erfolgreich in Taten umsetzen. Der Artikel gibt genügend Raum zum Nachdenken und zur Selbstreflektion, den du ja genutzt hast…Danke dafür!

  3. Cadi

    Aus den Schulkameraden von früher, die mit grossen Plänen und vielen Wünschen-
    sind heute allesamt angepasste und viel saufende Fettbäuche geworden.
    Wem damals der Sabber aus dem Mundwinkel lief, während er beim Mathe-Unterricht vor sich hin träumte, dem läuft auch heute noch der Sabber aus dem Mundwinkel.
    Die Mädchen haben geworfen, die Jungs haben – wie schon damals erkennbar- Handwerk gelernt oder studiert und sind Anwalt oder Steuerberater geworden – und sie sind allesamt fett angepasst.
    Das Geldsystem hat sie alle im Griff – ihr Hunger und die Gier nach Statussymbolen hat niemanden verschont. Bierbauch reiht sich an Bierbauch auf Klassentreffen und die Mädels schieben sich gegenseitig die Fotos der entzückenden Brut zu.
    Weltverbesserungs-Träume sind lange alle ausgeträumt.
    Das Haus muss abbezahlt werden, die Familie braucht mindestens zwei neuwertige PKW vor der Hütte und die Blagen benötigen teure Nachilfe, damit sie es mal besser haben!
    Von welchem Königreich schreibt ihr da? Dem Königreich der Desillusionierten?

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