Alle paar Monate schaffen es ein paar ausgewählte Teile einen Hype auszulösen. Gute Anwärter für den Titel in der „Uns-ist-nicht-zu-entkommen“-Kategorie sind sicherlich die Pistol Boots von Acne, der monströse YSL Arty Ring oder die Taschen von Cambridge Satchel Company.
Sicherlich, die Sachen sind mit unter schön, aber dann wäre da immer noch der Preis. Als Studentin ist die Rechnung für mich einfach: ein Paar Schuhe zum Preis einer Monatsmiete? Schwierig. Eine Tasche für deren Preis ich unzählige Male eine warme Mahlzeit in der Mensa bekommen könnte (wenn mir dort das Essen schmecken würde)? Mhhm.
Glück haben die, die sich das alles leisten können. Wer aber wirklich jeden dieser Hypes mitmachen will und kein riesiges Budget hat, greift häufig zu einer fast detailgetreuen Kopie, die es heutzutage in den weiten des Internets zu finden gibt. Rechtlich sollte das kein Problem sein, wenn solche Produkte nicht mit dem Namen des Originals werben (wie das bei den schrecklichen Louis Vuitton Kopien aus dem Sommerurlaub vor ein paar Jahren ja nicht immer der Fall war). Oft lassen sich die Fakes auf den ersten Blick auch nicht unbedingt vom Original unterscheiden. Schön und gut?
Ich stehe diesen Hypewellen immer mit einer gewissen Skepsis gegenüber, weil ich mich jedes mal Frage, ob das Produkt um des Produktes willen zum Wunschobjekt wird oder eben nur, weil es die Anderen auch haben. Gerade Modeblogs vermitteln schnell so ein Bild, wenn man beim Durchklicken immer wieder ein und dasselbe Paar Schuhe auftaucht.
Ich sage damit nicht, dass ich einige der Sachen nicht auch hübsch finde. Wem wirklich etwas gefällt, kann das Objekt der Begierde dann ja als Investition betrachten und sich ein teures Teil ersparen. Und wer es wirklich eilig hat, weil das eine Paar Schuhe doch so perfekt zum Kleid für die Hochzeit der Schwester nächste Woche passen würde, der soll zu einer guten Kopie greifen.
Spätestens wenn ich aber nur ein Fake-Produkt kaufe, um etwas zu haben, was einer bestimmten Marke ähnlich sieht, dann finde ich das fraglich. Manchmal mag man sicherlich auch Probleme haben bei sich selbst zu erkennen, was einen selbst bei gewissen Modeentscheidungen antreibt.
Aber eines weiß ich sicher: Ich will ungern der 1000. Clone ein- und desselben Looks sein, denn dann ist irgendwann nicht mehr das einzelne Produkt, sondern der ganze Mensch ein Copycat.
Dann doch lieber mal wieder eine Runde über den Flohmarkt in der Nähe drehen und nach verborgenen Schätzen Ausschau halten (auch wenn sich auch dort immer mehr Fashionliebhaber tummeln) ? Immerhin habe ich dann im Idealfall nur ein paar Euro ausgegeben.
Was sagt ihr denn zum Thema Fake-Produkten?







