Wenn ihr gehofft habt, dass ich nach meinem Artikel über Malé-Kunterbunt und das paradiesische Velassaru schon am Ende meiner virtuellen Malediven-Führung bin, habt ihr euch geirrt. Denn heute müsst ihr nochmal ganz stark sein (oder genug Vorrat in der Reise-Kasse haben), denn ich entführe euch auf das aller erste, private Resort der Malediven: Kurumba!

Kurumba heißt zu deutsch „Kokosnuss“ und ja, diese Insel, unweit von Malé konnte mit ihrer üppigen Vegetation von Palmen bis hin zur eigenen Orchideen-Zucht voll punkten! Ich habe jetzt bereits drei Resorts auf den Malediven besucht – aber keines war so grün wie das tropische Kurumba. Also schon mal ein Pluspunkt für alle, die nicht nur türkis, blau und den pur pur weißen Sand sehen möchten ;)

Ich muss ja zugeben, ich war schon ein bisschen in Trauer-Stimmung, als es für uns hieß, wir sollen in das Boot steigen, welches da am Postkarten-Velassaru-Steg auf uns wartete. „Ich will aber bleiben!“ schrie alles in mir…und während ich mich schon nach einer geeigneten Palme zum Festkrallen umsah, ergriff mich der Massendrang dann doch und wir watschelten zusammen mit gesenkten Köpfen aber erwartungsvollen Augen in das Ozean-Taxi. Modernes-Nomadentum eben.

Keine 15 Minuten später war das kleine Drama schon wieder vergessen! Denn auch wenn sich vor uns ein ziemlich anderes Bild erschloss (ja, auch die Malediven können vielfältig sein!), konnten wir es kaum erwarten aus dem Speedboot zu klettern und diese bunte Insel für uns zu entdecken. Gewünscht, geschehen. Von der Kurumba-Crew wurden wir nach einem Kokosnuss-Sorbet-Empfang durch das Resort geführt. Und zu sehen gab es hier wirklich was. Von Spa-Oase bis hin zum Wassersport-Center. Wir staunten nicht schlecht und wollten alle Angebote, welche Kurumba den eher abenteuerlustigen Urlaubern bietet, in uns aufsaugen. Und das in zwei Tagen. Eine Herausforderung, die wir mit Bravour gemeistert haben.

Indisch Essen: nom. Sushi Essen: nomnom. Ganz typisch maledivisch Essen: nomnomnom. Allein kulinarisch konnte Kurumba überzeugen – mir knurrt der Magen wenn ich an die leckeren Chili-Currys denke! Um die angefutterten Pfunde dann auch standesgemäß wieder in Bewegung zu bringen, haben wir uns doch wirklich alle samt auf eine Jetski-Safari begeben. Und ich sag’s euch liebe Freunde, haltet euch fest und es hält euch fest. Dieses Erlebnis. Ich träume täglich davon und weiß ganz bestimmt: das mach‘ ich wieder! Auch wenn ich mit ziemlich viel Schaum vor dem Gesicht, flatternden Haaren und einem geblendeten Gesicht bestimmt keine Strandschönheit sein konnte – DIESES Erlebnis war das Highlight meiner gesamten Reise. Pobäckchen angespannt und los in den offenen, Indischen Ozean. Ohne Ziel, ohne Orientierung. Einfach los ins tiefe, glitzernde Blau.

Mir stockte teilweise schon ein bisschen der Atem während wir, als wohl die coolste Jetski-Gang uberhaupt, die Schönheit der Malediven vom Wasser aus an uns vorbeirauschen sahen. Und es kommt noch besser: Plötzlich blitze hier und da etwas noch Glitzernderes aus dem ohnehin schon so schön glänzenden Ozean: Delfine! Und das direkt neben uns…keine zwei Meter entfernt streckte ich meine Händchen diesen Ozean-Grazien entgegen! Ein Erlebnis wie aus dem Bilderbuch…und bevor ich jetzt noch in aller Ausführlichkeit den Abstecher auf eine kleine, einsame Sandbank beschreibe, reiße ich mich eben mal ganz kurz am Riemen und wage einen Blick aus dem Bürofenster.

…ich vermute ihr könnt euch denken, wie meine Augen geleuchtet und sich das Gequieke auf meinem Jetski angehört haben muss. Also verbleibe ich dabei und nehm‘ euch zum nächsten Programmpunkt Kurumba’s mit: Spa. Duftendes Öl und warme Stein-Säckchen lockerten die vom Wassersport beanspruchten Muskeln. Ja, wir waren im Himmel!

Abschließend zu meinem Kurumba-Bericht kann ich sagen, man sollte die verscheidenen Resorts der Malediven nicht vergleichen. Denn jedes hat so seinen ganz eigenen, paradisischen Charme. Aber man sollte ganz unbedingt wissen was man will: Ganz ungestört relaxen und eine Privatsphäre in einer unglaublich schönen, „gephotoshoppten Welt“, wie Sara so schön sagte, genießen? Romantik ohne Ende und ein sehr luxuriöses, modernes Resort-Design? Dann ab nach Velassaru! Perfekt für Honeymooner!

Doch lieber etwas mehr Action und ein kleines bisschen „weniger Luxus“ (und damit meine ich, dass der Privatstrand zwei Schritte weiter von der eigenen Tür entfernt und das Outdoor-Badezimmer vielleicht 5qm kleiner ist), mehr Familien um sich haben und vielleicht auch ein bisschen günstiger übernachten? Dann ist Kurumba euer Place to stay! Und ganz wichtig: Kurumba ist das einzige Resort welches eine Jetski-Safari (mit „Safari“ ist wirkliches Jetski fahren und nicht nur vor dem eigenen Hausriff umher zu dümplen, gemeint) anbietet!

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