Manchmal muss es gar nicht viel sein. Manchmal reichen die einfachsten Dinge um glücklich zu sein. Oder die einfachsten Zutaten um sich ein super leckeres Sonntags-Dinner zu zaubern.

Aber jetzt erst mal ganz kurz zum Titel dieses Artikels und ein paar Worte zu Manni, der verantwortlich für dieses Genießer-Dinner ist.

„Treffen mit dem Weinrebell Manni Nössing in Brixen. Er ist Mitglied der Freien Weinbauern in Südtirol und produziert einen der besten Weißweine Italiens. Interessanter Gesprächspartner mit eigenen Ansichten.“

Das stand als letzter Punkt auf unserem Eisacktal-Programm. Was denn unter „Weinrebell“ zu verstehen ist, wussten wir bis dato nicht. Und auf das interessante Gespräch waren wir auch gespannt. Denn nun ja, wir trinken zwar für unser Leben gerne Wein, aber als wirkliche Weinkenner können wir uns noch lange nicht bezeichnen.

Daher wussten wir nicht so recht, was mit diesem letzten Programmpunkt, Vormittags um 11 erwartet.

Gar nicht so leicht zu finden. Mal anrufen den werten Herrn Nössing. Okay, da war uns irgendwie schon klar „das ist einer von uns!„. Schwarzer Humor gepaart mit dieser unglaublichen Südtiroler-Leichtigkeit. Nachdem wir also die Serpentinen von Lüsen nach Brixen hinauf gepeitscht waren, kamen wir mit einer leichten Verspätung bei Manni an.

Manni hat sich auf dem „Hoandlhof“, auf dem schon seine Eltern mit dem Weinanbau begonnen hatten, sein kleines Imperium aufgebaut und hat von dort aus nicht nur einen guten Überblick über das schöne Brixen, sondern behält hier scheinbar auch immer den Blick für Wesentliche.

Er weiß ganz genau was er will, und da solche Menschen gerne als Dickschädel bezeichnet werden, sticht Manni ganz einfach aus der Eisacktaler-Winzertruppe heraus. Gut so, alles andere wäre ja auch langweilig und wäre für einen Typ Mann wie er es ist, auch viel zu einfach gewesen. „Ein Mann der auch mal auf den Tisch hauen kann und kein Blatt vor den Mund nimmt.“ sagt Thies und nickt eifrig (weil so müssen richtiger Männer ja schließlich sein!).

Jetzt müsst ihr euch den Manni aber noch optisch vorstellen. Denn erst der Mensch hinter einem Produkt, macht es zu dem was es ist. Und so ist es auch beim „Wein-Rebell“ Manni. Derbe Boots, eine graue Jogginghose und natürlich ganz lässig ein Beanie auf dem „Dickschädel“. Kennt ihr doch bestimmt, wenn man Menschen begegnet, denen man sofort auf die Schulter klopfen möchte. Einfach um zu sagen „Jawohl, wir sprechen die gleiche Sprache!“, ganz abgesehen davon, dass ich bis heute nicht wirklich den Unterschied zwischen einem Gewürztraminer und einen Müller-Thurgau, kenne. Beides lecker, kommt ja auch vom Manni!

Wir durften alle seine fünf Weißweine, einen Sylvaner, einen Kerner, einen Veltliner, einen Gewürztraminer und einen Müller-Thurgau und etwas ganz besonderes, die Erna, kosten. Erna ist eine Kerner Spätlese und nach Manni’s Mama benannt. Süß, diese Tatsache und der Aperitif-Wein. Erna arbeitet bis heute tatkräftig auf dem Weingut mit. Schaffer sind sie, die Nössings, das gefällt uns Schwaben natürlich!

Zum Abschied gab uns Manni neben seinen Weinen auch noch ein dickes Stück Parmesan sowie eine Packung der wohl leckersten Spaghettoni mit. Weil wir dazu wohl unbedingt noch ein leckeres Olivenöl brauchten, gab er uns auch das noch mit.

Voll bepackt ging es dann von Brixen zurück nach Stuttgart. Und heute war dann endlich der Tag da, an dem wir uns über „Manni’s Gaben“ hermachen konnten! Ein Schmaus, sag ich euch! DANKE Manni!

Kommentare

Send this to a friend