Über goldene Zeiten und vom Suchen und Finden der richtigen Brautmode

Niemals, ja wirklich niemals hätte ich gedacht das mich dieser ganze “Wedding-Kram” so in seinen Bann zieht! Treue Leser und alle die mich ein wenig kennen wissen was bei mir gerade so los ist: Excel-Kalkulationen, Adressen-Recherche (in der heutigen Zeit weiß man ja nicht mehr wo all die Freunde wohnen…), Aufatmen und die nächste Panikattacke im Wechselspiel. Ja, so ist das wohl wenn man kurz vor der eigenen Hochzeit (hier geht’s zu “was passiert, wenn’s passiert”) steht.
“Naja, dich hab’ ich ja schonmal gefunden, das war doch die größte Hürde. Und JA gesagt hast du auch schon mal, was soll da noch groß schief gehen?!” neckt mich mein Mr. Right dann immer wieder gerne.
Aber die Ansprüche an sich selbst und an diesen einen Tag, sind dann doch höher als man sich selbst eigentlich zumuten möchte. Ich gehöre nämlich zu der Sorte Mädchen, die eigentlich noch nie einen Gedanken an die perfekte Traumhochzeit verschwendet haben. Und auch ein “richtiges Prinzessinnenkleid” stand nie auf meinem imaginären Wunschzettel. Also was tun, wenn man jetzt so kurz vor knapp vor dem ganz großen Tag steht und man sich noch nicht mal ansatzweise im Kopf ein Bild von all dem gemacht hat?
Es vielleicht einfach sein lassen? Kommt nicht in die Tüte! Und auch die Ausrede “wir machen das ja zum ersten Mal” zieht hier nicht ;)
Darum müssen Checklisten her (ja ich habe ein kleines Faible für Listen), Soziale Netzwerke wie Pinterest helfen als Inspirationsquelle auch. Und wer es noch nicht gewusst hat: Auch deutsche Hochzeits-Blogs gibt es nicht zu wenige.
Kein Schloss sollte es sein, keine Burg und erst recht keine Kirche. Kein Prinzessinnenkleid und kein 3-Gänge-Menü. Zum Glück gibt es Alternativen und Protale die alles etwas angenehmer machen und durch die das Suchen dann doch zum Finden wird.
Wie wir unseren Tag genau gestalten und für welches Kleid ich mich entschieden hab’ wird an dieser Stelle natürlich noch nicht verraten. Aber da ich allein in meinem Freundeskreis allen zwei ganz dicke (also nicht wörtlich gemeint) Freundinnen haben, die ebenfalls 2013-Bräute sind, werde ich euch zumindest verraten wie das mit dem Brautkleid funktioniert: Wissen was man in etwa will schadet nie. Bei mir war es dann ein Klick, eine E-Mail, ein Anprobetermin und fertig! Ich hatte hier aber auch sehr viel Glück auf den ersten Klick.
Wer wie ich Alternativen zu den großen Brautmodehäusern sucht und sich ganz bequem im Sessel einen ersten Eindruck vom möglichen “Traum in weiss” verschaffen möchte ist bei MARRYJim richtig. Ulli, eine der Gründerinnen hinter MARRYJim sagt folgendes zu ihrer Idee:
“Vor 3 Jahren habe ich geheiratet und zwischen den verschiedensten Geschäftsterminen kaum die Zeit gefunden ein Brautkleid zu suchen. In den Brautläden in Frankfurt wurde ich nicht fündig, ich suchte einfach kein Prinzessinnenkleid.”
Das kenn’ ich doch und horchte weiter nach.
“Ich fragte mich, warum gibt es keine Seite, die mir all die individuellen, jungen und etablierten Designerlabels vorstellt, die vielleicht nicht in den großen Brautläden hängen und nicht über riesige Werbebudgets verfügen. Eine Rechercheseite, die mir Kleider in der Nähe anzeigt, mit tollen Filtern wie Budget, Schnitt, Farbe etc. – aber auf der man nur sucht und dann den Designer trifft, kein klassischer Onlineshop.”
Aus der eigenen Not entstand also wieder eine der besten Ideen und zusammen mit zwei Partnerinnen gründete Ulli genau das, was sie als werdende Braut so sehr vermisste. MARRYJim wurde geboren und hilft der Braut von heute traumhaft schlichte Roben, märchenhafte Romantikkleider, verrückte Kreationen (aus Blüten, weißem Papier etc.), Vintage-Stücke und fast neuwertige Second-Hand Brautkleider, zu finden.
Auf MARRYJim findet ihr heute Kleider von über 60 Designern aus 17 Ländern. Darunter sind junge Labels wie “Noni” und “Lindegger. Küssdiebraut” bis hin zu Talbot Runhof und Kaviar Gauche. Auch “mein” Brautkleid findet ihr dort…ihr könnt ja mal stöbern und spekulieren…;)
Aber da es schade wäre, nicht wenigstens ein bisschen aus dem Nähkästchen zu plaudern verrate ich wenigstens ein bisschen was: Wir haben uns dazu entschlossen unseren Tag im Stil des “frühen 20. Jahrhunderts” zu feiern. Gemeint sind die “Goldenen Zwanziger” (denn so sollen ja schließlich auch unsere Zeiten als Ehepaar werden) bis hin zu den 40er Jahren.
Um unseren Gästen (und auch uns) ein bisschen mehr Spielraum in ihren Stylings zu bieten, haben wir uns nicht auf ein bestimmtes Jahrzehnt festgelegt.
Da ich jetzt immer wieder von meinen Mädels nach den passenden Outfits gefragt werde gibt’s jetzt zum Schluss noch ein paar Tipps und Links:
- Wer etwas tiefer ins Portemonnaie greifen möchte ist bei Lena Hoschek richtig. Hier findet ihr auch unsere Berichte zur Lena Hoschek Fashion Show 2013 und 2012.
- Zur Inspiration auch gerne nochmal “The Artist” anschauen
- Auch bei mint&berry gibt es einige Kleider und Blusen im Vintage-Look. Meine Favorit ist das Spitzenkleid im klassischen Schnitt mit Knopfleiste und Stehkragen. Ein bisschen eleganter und weniger “mädchenhaft” geht’s mit diesem Maxikleid mit Goldschimmer. Auch passend für diese Zeit: Kleider mit Bubikragen und zarte Chiffonvolants!
Mode der 20er – bis 50er Jahre kurz und knapp: Der Flapper-Look mit kurzen Puffärmel, geraffter Schulterpasse, knallroter Lippenstift, flatternden Fransen, schwingenden Röcke, weiten und geraden Schnitte und glitzernden Pailletten. Bubikragen, Schleifen oder Spitze. Lange Handschuhe, Perlenketten, Glockenhüte und die Zigarettenspitze wird zum modischen Must-have…und natürlich das Chanel No5 icht vergessen! In den 30ern wurden die Kleider wieder femininer, lang und fließend. Später folgten dann enge Bleistiftröcke und Petticoats. Ikoenen waren hier Coco Chancel und etwas später dann auch Marlene Dietrich und Romy Schneider.
Und die Männer trugen zu diesen Zeiten Abends gerne Smoking, Mantel, Hut, Handschuhe und Gehstock, die älteren Herren auch Fräcke. Die Hosen sind weit und gerade, die Schuhe schwarz und glänzend. Der Herr der 20er Jahre rasiert sich und trägt die Haare mit Pomade streng nach hinten gelegt. Das müsst ihr aber nicht liebe Herren. Auch Hosenträger und Westen waren angesagt. Das Perlonhemd war in den 40er Jahren nicht mehr wegzudenken.
Ikonen sind hier James Dean, Marlon Brando, Frank Sinatra, Elvis Presley…
Foto Credits “Lindegger. Küssdiebraut”:
Fotos: Carmen & Ingo Photography für Hochzeitswahn – Sei inspiriert 2013
Kleid: lindegger. küssdiebraut
uberding – dein Lifestyleblog über Mode, Design, Reisen und Technik

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“thihihi” du süße ;) ich freu mich auch und bin so gespannt wie ihr alle aussehen werdet!!!
Hab letzte Woche schon Hosenträger für meinen Mann besorgt … tihiii freu mich schon!!!