Während Mia gerade auf Foto-Safari durch die riesige Hotelanlage streift und ich leider etwas kränkelnd im Zimmer sitze, nutze ich das – endlich – gut funktionierende Wifi, um unsere Erlebnisse der letzten Tage für euch zusammen zu  fassen. Wie immer konntet ihr auf instagram schon viel davon mitbekommen, aber nicht alle Erlebnisse lassen sich auf einen Schnappschuss reduzieren.

Unser Mexico-Trip startete für uns beide relativ chaotisch. Ich, frisch die Umzugskartons gepackt und bei meiner Mutter abgestellt, einmal nach Südtirol und zurück, direkt in den Flieger. Mia, eine arbeitsreiche Woche und das Mommybloggercafé in Berlin hinter sich. Aber der Stress hat sich gelohnt. Kaum angekommen machte sich direkt das Urlaubsfeeling breit. Kein Wunder, bei diesen Stränden.

Zwei Strandtage später begann unser Ausflugsprogramm. Wahnsinn, was wir alles erlebt haben! Zunächst stand natürlich ein absolutes Must-See auf der Liste: Die Maya-Stadt Tulum mit ihrem Postkartenstrand und viel spannender Geschichte.

Anschließend lernten wir auf abenteuerliche Art und Weise die Natur der Riviera Maya näher kennen. Die komplette Halbinsel von Yucatán soll bis zu einem Meteoriteneinschlag vor 65 Millionen Jahren unter Wasser gelegen haben. Ihr „Auftauchen“ hatte viele geologische Besonderheiten zu folge – eine davon sind die bekannten Cenotes, Frischwasserquellen unter der Erde, die echt beeindruckend sind. Dort lassen sich neben verrückten Korallen-artigen Gebilden auch viele Fossilien finden. Wir hatten das Glück in diesen Cenoten schwimmen und sogar schnorcheln zu können. Ganz schön schräg wenn man weiß, wie tief es unter Wasser noch in diese Höhlen reingeht, und man nur den Teil sieht, wo  die Taschenlampe grade hin leuchtet…

Ein Großteil des Hinterlandes der Riviera Maya besteht aus einem dschungel-artigen Tropenwald. Ich sage nur: Moscitos! Mich juckt es ja jetzt noch überall, obwohl die Stiche mittlerweile schon ein paar Tage alt sind…

Neben diesen Biestern leben in den Wäldern hinter Tulum und Cancún aber auch seltene Vogelarten, Ozelote und angeblich sogar Pumas und Jaguare, wie wir auf einem Ausflug durch das Naturreservat Sian Ka’an lernten. Während all dieser Naturerlebnisse stößt man übrigens immer wieder auf Ruinen von wichtigen Maya-Tempeln oder Wohnhäusern. Toll, wenn man dann einen Guide dabei hat, der uralte Maya-Geschichten von seinem Großvater erzählen kann! Und der weiß, dass die Maya ihre Palmendach-Häuser vor Termiten geschützt haben, indem sie die Palmenblätter bei Vollmond geschnitten haben, und ihre Tiere möglichst nah beim Haus hielten, um weiteres Ungeziefer fernzuhalten.

Bei all diesen Unternehmungen waren wir extrem happy, dass unsere Gastgeber nachhaltig und regional denkende Veranstalter wie Alltournative und Community Tours ausgewählt hatten. Diese sorgen für natur- und kulturverträgliche Rahmenbedingungen und beschäftigen vorrangig Maya. Außerdem fördern sie tolle Projekte, wie zum Beispiel das Foto-Projekt Imagenative von Alltournative, das seit zwölf Jahren interessierte Maya ausbildet und ihnen dann einen Job als Fotograf bei den angebotenen Programmen anbietet.

Die Teilnehmer können ihre Bilder dann, so wie man das auch aus großen deutschen Abenteuerparks kennt, kaufen und mit nach Hause nehmen – und sowohl Qualität als auch Geschwindigkeit haben uns echt begeistert!

Bei all dem Spaß gibt es natürlich ein bisschen was zu beachten. Diese Tips klingen vielleicht ausgelutscht und unnötig, aber selbst wir erfahrene Reisende tappen doch immer wieder in die gleichen Fallen…:

  • Die Anreise dauert lang (11-13 h) aber ihr könnt von Deutschland bis nach Cancún durchfliegen. Wir haben dazu einen Non-Stop-Flug von Condor gewählt – mit extra leckerem Essen und sogar einem „Goodie Bag“ ;) mit Zahnbürste, Zahnpaste, Schlafmaske & Co.!
  • Use Repellent! Die Mücken sind überall und so richtig fies. Es gibt mittlerweile ganz viele ökologisch verträgliche Mückensprays auf dem Markt die noch nicht mal so unangenehm riechen, wie wir das von den Klassikern gewöhnt sind… Und es lohnt sich.
  • Bring a hat! Ich durfte es am eigenen  Leib erfahren: Noch so viel Eincremen und Wasser trinken hilft nichts, wenn der Kopf zu lange der (hier echt wahnsinnig starken) Sonne ausgesetzt ist. Keine falsche Eitelkeit, der Sonnenhut (oder Mias Turban ;)) sollte am Köpfchen festgewachsen sein!
  • Wear Sunscreen! Ganz wörtlich – eh klar. Und zwar nix mit süßer 15er-Creme. Eher so Richtung 50, Leute. Ich weiß, wir wären gern alle so braun wie die Tante da drüben im Pool (oh glaubt mir, ich Bleichgesicht weiß das!), aber es hilft ja alles nix. Und lieber blass und gesund als lederbraun und kaputte Haut!

Und dann: Go for it. Nehmt alles mit, was ihr kriegen könnt. Dieses Land ist voller Möglichkeiten, die Leute sind freundlich, die Natur wunderschön. Legt euch nicht nur an den Strand. Aber auch! Ich versuche jetzt mal meinen Kreislauf wieder in Schwung zu bringen, damit ich das hier wenigstens noch ein bisschen genießen kann. ¡Vamanos!

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