Wenn wir ehrlich sind, kennt es jeder von uns, dieses Gefühl irgendeiner Freundschaft die nichts mehr wert ist bzw. die man nicht mehr in die Zukunft schleppen möchte. Die Verbundenheit aus der Vergangenheit die man nicht beenden möchte, weil das Gefühl des damaligen Verständnisses sich heute immer noch so gut anfühlt. Freundschaften aus der Kinderstube, aus der Ausbildung oder woher auch immer diese stammen, verbinden und schweißen zusammen. Aber müssen diese ein Leben lang halten? Vielleicht wollen wir es oder wünschen es uns, aber manchmal kann man nicht an der damaligen Zeit festhalten.

Irgendwer muss irgendwann erkennen, dass man sich in verschiedene Richtungen entwickelt hat. Das der Andere einen komplett anderen Weg eingeschlagen hat mit dem man sich selber nicht identifizieren kann. Sich die Gespräche auseinander entwickeln oder man sich manchmal nur noch aus Verpflichtung der alten Zeit gegenüber verabredet. Und dann? Soll man dieses aussprechen oder sich einfach unsichtbar machen?

Wie reagiert man, wenn man erkennt, dass das Gegenüber einen nur noch wohl gesonnen ist, weil man mit diesen einen Menschen die Vergangenheit verbrachte, die einen doch so sehr prägte, aber die Zukunft eine völlig andere ist?

Foto „fremde Verbundenheit“ via Selcuk Yasar

 

Am liebsten würde man jetzt auf den Tisch hauen und es hinaus schreien, aber wir trauen uns nicht, aus Dankbarkeit gegenüber der Vergangenheit. Aber genau diese Vergangenheit will man manchmal verabschieden, nicht weil das Damalige bereut wird, sondern weil man einfach weitergegangen ist. Das Erlebte fühlt sich einfach nur noch nach gemachten Erfahrungen an, aus denen man reifte und manchmal sogar nur nach plumpen, liebevollen Erinnerungen an. Aber nun oder zum Glück bleibt diese Verbundenheit einfach irgendwo stehen und keiner will es erkennen. Obwohl du, sie oder er es spürt.

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