Im Vergleich zu den anderen Reisenden am Flughafen Malé sahen wir ziemlich entspannt aus. Frisch gebräunt und noch mit Sand an den Füßen saßen wir am Centara Schalter und warteten gelassen auf das Speedboat welches uns zum frisch erbauten „Centara Ras Fushi“ Resort bringen sollte.

Kein Wunder, denn wir hatten bereits ein paar wundervolle Tage auf Maafushivaru und Kuramathi verbracht und das Beste: Der Flughafen war an diesem Tag nur ein Zwischenstop, uns stand eine weitere Woche Malediven bevor!

Wir verbrachten gerade mal 15 Minuten auf den weißen Ledersitzen des Bootes, die salzige Luft peitschte uns um die Wangen und ohne ihn danach zu fragen wusste ich Thies‘ konnte seinen Augen kaum glauben. Er mochte nicht, dass diese Bootsfahrt schon zu Ende geht. Nicht weil wir solche Speedboat-Fans sind, sondern weil zu unserer rechten die „Müll-Insel“ zu sehen war, die eifrig rauchte und einfach noch nicht am Horizont verschwunden war. Ein bisschen betrübt stellten wir dann fest „wir sind wohl da“ denn das Boot wurde langsamer und vor uns bäumte sich eine kleine Insel, mit einem großen gelben Gebäude auf.

Hier wohnen die Inselbeschäftigten, wie wir später herausfanden und das Gebäude stammt bereits aus dem Vorgänger-Resort welches auf dieser Insel „hausierte“.

Ankunft auf Ras Fushi – ein asiatisch geführtes Resort auf den Malediven

Ohne, dass wir es vorher genau wussten wurde uns der asiatische Einschlag der Centara Group sofort bewusst. Die Gäste, die Speiseangebote, die Angestellten. Was wir zunächst etwas bedauerten, denn wir reisen ja nicht auf die Malediven um Asien zu erleben, wussten wir später im Spa Bereich zu schätzen ;). Doch dazu folgt ein weiterer Artikel in Kürze.

Wir müssen also zugeben, dass wir zunächst etwas niedergeschlagen waren. Vor allem Naturlover Thies, war von der mager bepflanzten Insel und dem künstlichen Mobilar, von der Sonnenliege bis hin zur Plastik-Palmen-Bedachung, wenig beeindruckt.

Nach der ersten Nacht in unserer „Strandvilla“ die sehr modern eingerichtet ist und mit vielen liebevollen Details ausgestattet ist (in welchem Hotel Badezimmer findet man schon Sonnenmilch, Mundspülung, Haarbürsten und und und) legte sich unser Frust aber schnell. Auf den Malediven darf einfach nicht verglichen werden, jedes Resort hat seine Vor- und oft mal eben auch Nachteile. Die von „oben betrachtet“ negative Lage sieht Unterwasser ganz anders aus (wow, Thies‘ Bericht dazu folgt) und auch die kurze Entfernung zum Flughafen bietet durchaus seine Vorteile.

Wer zum Beispiel Nachts auf Malé landet hat Pech und wird kein Wasserflugzeug zu den weiter entfernteren Resorts mehr bekommen. Wie wäre es mit ein paar Tagen Einstimmung auf Ras Fushi?

All Inclusive und Dining & Wining

Das Resort lockt neben dem grandiosen Spa Angebot auch mit den vielfältigen Restaurants – die für eine so kleine Insel (wir brauchen keine 10 Minuten zur Umrundung), wirklich hervorragend sind. Wir durften das All Inclusive Angebot genießen und wurden täglich mit einem Frühstücks- und Lunchbuffet und Abends mit Dining & Wining in den verschiedenen Restaurants verwöhnt.

Zur Auswahl steht neben dem Hauptrestaurant „Oceans“, das „Al Khaimah“ ein Bedouin Zelt Restaurant und unser Favorit mit dem Besten aus der arabischen Küche, das „La Brezza“, ein Italiener mit wunderbarer Sicht auf den Ozean und Pool sowie das Suan Bua, ein Thai Restaurant das uns auch nicht enttäuscht hat und durch ein fabelhaftes Holz-Mobilar glänzt.

Der allgemeine Place-to-be ist die „Viu Bar“ mit vielen bequemen Hängematten über dem türkisblauen Wasser und natürlich mit leckeren Drinks. Hier hat sich der Architekt wirklich was gedacht. Uber-place!

Wohnen in Wasservillen aus Holz

Unter uns gluckst das Wasser um uns herum fegt ein warmer Wind. Wir wohnen in der Wasservilla 330 und sind vom Tag des Bezuges an richtig verliebt in diese 42 Quadratmeter mit Sonnendeck, großem Bett mit Ocean-View und WLan ;)

Das Besondere an der Bauweise hier: Die Wasservillen stehen auf Holzpfählen, nicht auf Beton. Die hat nicht nur einen hübschen Look zur Folge sondern auch, dass die kleinen Häuschen quasi nie still stehen. Für manche Gäste ist dies ein Grund in eine Strandvilla umzuziehen – für mich war ein kleines Abenteuer mehr. Ich liebe dieses Gefühl Nachts von den Wellen des Ozeans in den Schlaf gewogen zu werden – das gibt’s ja schließlich nicht jede Nacht!

Und sicher ist diese Bauart auch, denn Holz ist biegsamer und hält auch die leichte Verschiebung des Atolls stand, sowie leichten Erdbeben und Co. Ein Hoch auf das gute alte Holz!

Wir verbringen hier eine unglaublich schöne Zeit unter-, über- und auf dem Wasser und eines steht fest: Manchmal ist es Liebe auf dem zweiten Blick und ich werde mich morgen definitiv festklammern an meinem neuen Lieblingsplatz, unserem Sonnendeck von dem aus wir jetzt den letzten Sonnenuntergang anschmachten!


Alle Bilder © uberding – Mia Bühler & Thies Janknecht.

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