Ich muss es ganz ehrlich sagen: Auckland ist ganz cool, Napier echt niedlich – aber so richtig auf Anhieb verknallt hab ich mich nicht gerade. Das hat bis zum vierten Tag in Neuseeland warten müssen, als ich in meinen vom Tau nassen Mietwagen stieg, auf den Marine Drive einbog (zum ersten Mal auf Anhieb auf der richtigen Seite!) und zwanzig Minuten die Hawke’s Bay entlang fuhr. In diesem vorteilhaften Morgenlicht war auf einmal alles gut, alles schön, alles weich und warm.

Am Straßenrand steht ein Karton voller Avocados, neunzig Prozent der Briefkästen sind Miniaturen der Häuser, vor denen sie stehen (weitere fünf Prozent sind Miniaturen von Milchkannen), links glitzert das Wasser und rechts stehen die Palmen. Das ist Neuseeland: Ein bisschen wie Europa, nur mit Palmen und Avocados am Straßenrand. Dort halte ich an und frühstücke in der Morgensonne.

Die Anhöhen hinauf geht es wenig später zum Cape Kidnappers, ich werde kurzzeitig zum Bird Watcher und weiß nicht ob ich mehr über den Begrüßungstanz der Gannets lachen muss oder über meine Freude darüber.

Die Hawke’s Bay ist die Sunshine Coast Neuseelands und auch bekannt als Wine Country

Es ist warm an der Hawke’s Bay und fast immer sonnig, darauf sind die Menschen hier stolz und haben das Beste daraus gemacht: Weinreben und Apfelbäume, wohin das Auge sieht, dazwischen grasen Pferde und ich erreiche das Weingut Elephant Hill. Das Gut gehört einem deutschen Ehepaar und ist das ökonomischste, das ich bisher gesehen habe. Selbst das Wasser, mit dem die Weintanks ausgespült werden, wird gefiltert und dann zum Wässern der Reben genutzt – und fast alles, was zur Bewirtung im Restaurant des Weinguts benötigt wird, wird nebenbei angebaut.

Und während ich auf Elephant Hill noch ein großartiges Mittagessen, köstlichen Wein und die herrliche Architektur genieße, radelt am Horizont schon Jenny von Takaro Trails auf mich zu. Sie holt mich ab zu einer Fahrradtour durch die Weinreben, und ich könnte mir nichts Schöneres vorstellen in diesem Moment.

Zum Abschluss des Tages geht es rauf auf den Te Mata Peak. 400 Meter ist der hoch, und das klingt vielleicht nicht viel. Aber der Weg nach oben ist steil und windet sich, und der Blick nach unten ist beeindruckend. Wie dieses ganze Land.


Zu der Reise durch Neuseeland wurde ich von Tourism New Zealand eingeladen – vielen Dank dafür!

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