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Während Mia durch Johannesburg und Umgebung trieb und Südafrika erkundete, saß ich zu Hause herum und schob Bereitschaftsdienst. Das bedeutet um fünf Uhr morgens aufstehen, Make Up drauf und Haare hoch, Uniform bügeln – und dann in der Regel erstmal warten. Im Hintergrund liegen zwei Koffer, einer für die Süd-, einer für die Nordhalbkugel, und in der Mitte ein prall gefüllter Kulturbeutel. Als dann endlich das Telefon klingelte war ich absolut begeistert: Zwar fünf lange Tage unterwegs, aber dafür ein Tag frei in Tel Aviv!

Die israelische Stadt ist nach Vancouver mein Lieblingslayover: Direkt am Strand, mit einem prall gefüllten kulturellen Leben, wunderschönen und wahnsinnig offenen Menschen und leckerstes Essen, was will ich mehr? Und außerdem… 26 Grad im November? Can’t say no… Ab auf die Autobahn also und los zum Flughafen. Einmal in Tel Aviv angekommen stellt sich zunächst die Frage, in welchen Club es gehen soll: Das Nachtleben von Tel Aviv ist weltbekannt, und es fällt schwer sich zwischen Dachterrassenparties und Rotwein am Strand zu entscheiden. Drinks im Bugsy, später weiter in die Saloona Bar und dann die Füße wund tanzen im The Passage? Kein Problem.

Am nächsten Morgen aber hatte ich ein heißes Date am Strand: Mit meinem Frühstück! Das israelische Frühstück ist deftig und genau das richtige für einen ausgewachsenen Kater. Fetakäse, Omelett, luftiges Brot. Dazu ein Lemon-Mint-Juice und der Blick aufs Meer. So könnte von mir aus jeder Tag beginnen.

Ein kurzer Spaziergang die Promenade entlang führt dann direkt in die Altstadt von Tel Aviv. Und was für eine Promenade! Surfer, Girls im Bikini, traditionell gekleidete Familien, Jogger in nichts als einer knappen Shorts. Tel Aviv ist bunt gemischt und offen für alles.

Jaffa selbst liegt etwas erhöht im Süden der Stadt und bietet tolle Aussichten und viele verwinkelte Gassen, die voll sind von Kunst an den Wänden, Katzen auf den Sonnenplätzen und gut gelaunten Straßenhändlern. Hier lassen sich Stunden vertrödeln. Weil das das schönste ist was man machen kann auf Reisen: Sich einfach treiben lassen, nicht an morgen oder an gleich oder an in zwei Stunden denken. Einen Granatapfelsaft in der einen Hand, die Kamera in der anderen, und die Sonne auf der Nase.

Bevor es zum Abendessen zu Kimmel geht (unfassbar gemütlich!) muss natürlich noch ein Schlenker über den Carmel Market drin sein. Avocados kaufen und süße Teilchen für den Heißhunger am Abend.

Und dann heißt es auch schon wieder lehitraot, Tel Aviv, bis ganz bald!

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