Vier Tage das Rauschen des Atlantiks im Ohr. Vier Tage bester Genuss. Vier Tage einfach nur weg sein. Vier Tage Marokko. Aber es wäre jetzt gelogen, wenn ich mich als Marokko-Expertin beschreiben würde. Und ich muss auch ganz ehrlich gestehen, dass ich euch nichts über die Medina in Marrakesch erzählen kann und ich habe mich auch nicht in den Souks verloren. Leider? Oder zum Glück? Ich sehe meinen Kurztrip ins Land von Tausendundeine Nacht eher wie ein wundervoller Appetizer – mit viel Vorfreude auf mehr.
Deshalb ist dieser Artikel auch in der Kategorie „uber Places“ gelandet. Weil ich euch von diesem einen bestimmten Ort berichte an dem wir unsere Tage in Marokko verbracht haben.

Flüge nach Casablanca

Alitalia brachte uns von Frankfurt am Main über Rom nach Casablanca. Mir Air France flogen wir über Paris wieder zurück. Wer es etwas kürzer (unsere Reisezeit betrug jeweils etwa 6 Stunden), aber dafür ein bisschen teurer haben möchte findet natürlich auch Direktflüge in das noch weniger bekannte Casablanca.

Wer jetzt an den Film „Casablanca“ aus den Vierzigern denkt liegt gar nicht so falsch: Die See ist immer noch rau, der Wind barsch und die Umgebung romantisch. Aber ansonsten hat sich in der größten Stadt Marokkos, südlich der Hauptstadt Rabat einiges getan. Wir haben eine Nacht (Barceló Hotel, ziemlich uber für einen Stadtaufenthalt) dort verbracht uns spazierten den anschließenden Vormittag durch die Stadt. Ich sah‘ nur wenige Frauen mit Kopftüchern, ich sah viel frisches Obst und Cafés im Bauhaus-Stil die Namen wie „Paris“ trugen. Wer ein bisschen Zeit hat sollte sich unbedingt die Moschee der Superlative „Moschee Hassan II“ ansehen.



Von Casablanca aus wurden wir ziemlich edel (die deutsche Automobilbranche ist überall auf der Welt beliebt) ins circa 90 Kilometer entfernte „El Jadida“ transportiert. Mit neugierigen Augen fuhren wir durch eine Landschaft die wir uns nicht im Traume so grün und lebhaft vorgestellt haben. Schafe, Bäume, Gewächshäuser und vor allem Esel kreuzten unseren Weg. Und dann waren wir da. Angekommen in einer Oase…oder doch eher Tempel?! Auf jeden Fall sehr majestätisch was sich da vor unseren Augen auftat. Das 5* Hotel Mazagan Beach & Golf Resort hat im Oktober 2009 eröffnet und das prunkvolle Anwesen wurde innerhalb von 24 Monaten in feinster Handarbeit aus dem Boden gestampft. Was „Handarbeit“ und Liebe zum Detail hier bedeutet seht ihr in den Bildern. Wow!


Die Luxus-Destination im „Neuen Marokko“ (da diese Gegend noch sehr wenig erschlossen ist) ließ uns wirklich staunen. Nach einem Barbecue-Lunche bezogen wir unser Zimmer mit „Prime Ocean View“. Das heißt direkte Strandsicht. Sogar vom Bett aus. Und exakt von dort aus ließ sich auch der Sonnenuntergang vor dem Abendessen genießen. Ein Träumchen.

Ein Luxus Resort für die ganze Familie

Eigentlich denke ich bei „Beach & Golf Resort“ zunächst nicht an Familien. Aber dieses Resort ist wirklich Family-tauglich ohne dabei kitschig, zu bunt oder zu äh „laut“ zu wirken. Wenn es selbst im dampfenden Kinderpool mit Wasserrutschen, in den endlosen Dünen oder mit den Ponys und Pferden langweilig werden sollte gibt es Kids-Clubs für jede Altersklasse. Auch für die Allerkleinsten Minis wird gesorgt – und das very High Class und mit viel Stil.




Ganz ehrlich habe ich mir aus Golfen noch nie wirklich was gemacht. Sport für die Upper Class. Schien mir immer sehr langweilig. Aber dort sah das ziemlich relaxed aus, mit dieser Weitsicht auf den Atlantik. Trotzdem sahen wir uns das gediegene Treiben dann doch lieber von den Liegen des Spa-Bereichs aus an. Und der ließ sich durchaus wunderbar genießen. Uns wurde eine Stunde unter den Händen der marokkanischen Therapeutinnen gegonnt. Herrlich, wie die zupacken können. Wer danach noch nicht genug hat schwitzt im Hammam. Hier darf auch zusammen geschwitzt werden (Männlein und Weiblein versteht sich).

Wenn in Marokko dann doch ein Arzt gebraucht wird

Und immer dann, wenn mal richtig entspannt werden darf kommt ja doch meistens etwas dazwischen. Bei mir war es Thies‘ herzzerreißendes Jammern (ihr wisst schon…Männer und krank sein…). Bei Thies war es die Magengegend. Oder der Rücken. Oder der Kopf. Oder eben alles zusammen. Und dann und wann legt man sein Leben in wildfremde Hände. Man beißt sich auf einmal in den Hintern damals in der Schule doch kein Französisch als Fremdsprache gewählt zu haben – und dann steht man da vor einer handvoll Ärzte und Übersetzer und versucht zu verstehen was da jetzt gespritzt wird und was um alles in der Welt all die Tabletten bewirken.

Das mit dem Verstehen war ein bisschen schwierig, da in Marokko hauptsächlich französisch gesprochen wird, hapert es dort mit dem Englisch an allen Ecken. Aber was soll’s. Die Gastfreundschaft und die besorgten Minen haben uns überzeugt und manchmal ist es dann gar nicht so schwer einfach zu vertrauen.

Das Team im Mazagan Beach Resort hat uns also auch im Notfall voll und ganz überzeugt. Wir würden uns ohne mit der Wimper zu zucken sofort wieder auf den Weg dort hin machen!

Die beste Jahreszeit für eine Marokko-Reise

Wer wie wir den Strand für sich haben möchte ist zu dieser Jahreszeit in Marokko genau richtig. Während es in Marrakesch schon um die 32 Grad hat, waren es bei uns um die 22 Grad. Zum Baden noch etwas zu kühl – zum Entspannen (und Golfen ;)) aber genau richtig. Der große Ansturm der Bade-Touristen kommt dann erst Anfang Mai.




Unser Fazit: Hier hat eigentlich alles gestimmt – bis auf die Zeit. Wir brauchen mehr davon um diesen Traum im Nirdenwo auszukosten! Und das i-Tüpfelchen: Im gesamten Resort funktioniert das W-Lan (ohne Einloggen, ohne Passwort) einwandfrei! Na dann, gute Reise! ;)


Bilder & Video © 2014 uberding. Das wunderschöne Lied im Video ist von „WhoMadeWho“ und heißt „Dreams“.

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