Ich bin in den letzten Jahren wohl zu einer der strengsten Hotelkritikerin im Web geworden, denn ich verbringe aktuell mehr als die Hälfte meiner Nächte in Hotelbetten. Nicht darum, weil ich ein verwöhntes Gör bin und mein eigenes Bett nicht ausstehen kann, sondern weil es örtlich manchmal einfach nicht anders geht – und weil mein Fernweh zur Fernsucht wurde und ich das viele Reisen einfach nicht bleiben lassen will. Und außerdem habe ich gelernt wie wichtig eine konstruktive Kritik sein kann und wie überholt Hotelstandards (vor allem auch in Deutschland) sein können.

So viel sehen, so viel erleben. Das Ganze muss natürlich dann auch in den wenigen Stunden Schlaf verarbeitet werden und dazu ist ein gutes Bett unabdinglich. Außerdem müssen die vielen Fotos und Bilder ja irgendwie aus meinem Kopf zu euch und dazu brauche ich ein freies W-Lan, das bitte in allen Zimmern gleichermaßen gut funktioniert. Denn wer will nach einem vollen Tag nach einer heißen Dusche (die bitte auch Platz zum Tanzen bieten soll) im Bademantel in die Lobby sitzen? Ich nicht, unglaublich aber manchmal will selbst ich meine Ruhe und einfach nur alleine sein mit all den Buchstaben und euch da draußen.

Und dann möchte ich einen Spiegel dessen Licht nicht frauenfeindlich ist und außerdem wären komfortable Kissen, eine stille Klimaanlage und ein angenehmer Raumduft wünschenswert.

Äh, okay. Und ausgerechnet ich spreche jetzt vom „Campen“? Das könnte mit meinen Ansprüchen schwierig werden. Aber eigentlich bin ich ganz unkompliziert. Eigentlich. Vor wenigen Jahren habe ich mich bereits in den „Glamping-Trend“ verliebt und kann es kaum erwarten eine Lodge unter freiem Himmel in der Natur, zum Beispiel irgendwo in Afrika, zu beziehen.

Bild via Jacek_Kadaj

Doch bevor es soweit ist, sammle ich noch ein paar Erfahrungen an einer ganz anderen Ecke der Welt. Denn bis auf ein paar Nächte im Zelt in Italien als Kind, einer Festival-Übernachtung und einer Nacht im Auto habe ich auf diesem Bereich keinerlei Erfahrung. Ich besitze noch nicht einmal einen Schlafsack! Und trotzdem, oder gerade deswegen werden Thies und ich Ende des Monats das Nötigste zusammenpacken und eine Woche lang durch die „Grüne Insel“ fahren und Irland entdecken. Wir starten in Dublin und fahren dann an der rauen Küste entlang frei Schnauze auf der Suche nach dem nächsten Abenteuer und nach dem nächsten Campingplatz.

Bild via Kwiatek7

Gummistiefel habe ich bereits in den Warenkorb gelegt – aber was brauche ich noch? Habt ihr hier Tipps für meine Packliste?

Ich freue mich ganz besonders auf dieses Abenteuer, das wir gemeinsam mit Peter („Who the f*** is Peter?“) verbringen werden. Malerische Dörfer, atemberaubende Klippen und entspannende Landschaften. Zusammen auf wenigen Quadratmetern und draußen die unendlichen Weiten, einfach mal auf den sonst so geschätzten Luxus verzichten und ein paar Tage den Minimalismus lieben!


Titelbild Chris Hinkley via Shutterstock.com

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