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Vielleicht findet ihr dieses Thema jetzt ein bisschen zu makaber für einen Lifestyle-Blog. Aber das Thema Tod gehört eben auch zum Leben und somit auch die letzten Ruhestätten. Friedhöfe haben mich schon immer fasziniert. Das heißt nicht, dass ich zu jener Gruppe Menschen gehöre die sich nachts heimlich um Grabsteine herum versammeln und komische Dinge treiben ;)

Nein, mich fasziniert eher die allgemeine, kulturelle Atmosphäre – und die kann von Land zu Land sehr unterschiedlich sein. Bei uns in Deutschland wird dieser Ort „der ewigen Ruhe“ auch genau so gelebt. Man sollte still sein, Lachen ist scheinbar verboten und am besten du läuft (oder schleichst) mit gesenktem Haupt bis zu dem Grab, das du besuchen möchtest. Vor fremden Gräbern stehen bleiben? Unmöglich! Das Leben des Verstorbenen bunt und fröhlich feiern? Undenkbar! Auf Mauritius sah das schon ganz anders aus: Bunt und lebendig.

Irland’s Friedhöfe beeindruckten uns weniger durch die Farben, sondern eher durch die ausgewählten Plätze, an welchen die Geliebten vergraben werden. Im bis vor wenigen Jahren noch streng katholischen Irland erhalten Friedhöfe Plätze direkt am Meer oder auf einer schönen Anhöhe in einem kleinen Fischerdorf. Ein Bild für die Götter…äh, naja, eben unglaublich friedlich und schön.

Wir entdeckten uralte Gräber, auf deren Steinen wir die Inschrift nur noch erahnen konnten. Irgendwas um 1820. Mystisch – und wirklich schön. Die Gräber in Irland werden nicht nach einer bestimmten Zeit geräumt, sondern bleiben bis zur Unkenntlichkeit der Inschriften bestehen. Wir kamen mit unserem Bulli zufällig an einem dieser Küsten-Friedhöfe vorbei. Wer die alten Friedhöfe besuchen möchte, sollte dabei äuβerst vorsichtig sein, denn der Boden ist oft uneben oder gibt nach und man steht buchstäblich „mit einem Bein im Grab“. Denn hier zählt als einzige Norm, dass die Grabsteine nicht höher als 7 Meter sein dürfen.


Fotomaterial © uberding.

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