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In New York hast du echt ständig völlig absurde Momente, in denen du dich fragst, ob du gerade in ein Filmset gestolpert bist. Als wir letzte Woche total müde am späten Sonntagabend aus Washington D.C. zurückkamen, bemerkten wir dies wieder besonders stark. Es begann mit einem Kerl, der in der U-Bahn Posaune spielte. Doch das wäre ja an sich noch nichts besonderes, bemerkenswert war, dass er beim Spielen Loops von sich selbst aufnahm, diese über Pedale mit den Füßen wiederholte und so ganz alleine in der dreckigen U-Bahn-Station eine mehrstimmige Version von Katy Perry’s „Dark Horse“ spielt. Würde in Deutschland vermutlich reichen, um beim Supertalent auf RTL zu gewinnen! Das war aber nur der Einstieg!

Als wir ein paar Stationen weiter umstiegen, wurde es endgültig absurd: Ein Mann und eine Frau, beide in selbst gebastelten Kostümen aus buntem Schaumstoff, führten eine Performace der besonderen Art auf. Kennt ihr dieses Video, in dem ein Typ mit Pferdemaske auf Magic Mushrooms durchdreht? So ungefähr kam die ganze Aktion rüber! Gekrönt wurde der Nachhauseweg dann von einer weiteren Freakshow. Ein älterer Herr fuhr mit seiner bunt blinkenden Harley durch unsere Straße, auf dem Sattel waren Boxen befestigt, aus denen laute Musik von Bruce Springsteen dröhnte! Manchmal ist das Leben eben wilder, als jeder Film!

Die Menschen in New York City

Wer mir auf Instagram folgt, der hat dieses Foto zwar bereits gesehen – ich möchte es aber trotzdem mit euch teilen! Denn als ich dieses Foto die Tage geschossen habe, wurde mir wieder einmal klar, was New York City so besonders mach. Klar ist die Skyline der Stadt der Wahnsinn, jedes Viertel irgendwie besonders und man würde am liebsten jeden Tag in den Restaurants der Stadt essen gehen. Doch was NYC wirklich so aufregend macht, so pulsieren lässt und dafür sorgt, dass kein Tag langweilig wird, sind die Menschen, die hier leben! Ob arm oder reich, jung oder alt, schwarz oder weiß – jeder lebt sein Leben, all die Millionen Menschen kommen miteinander klar und ergeben alle zusammen das bunte Puzzle, das den Reiz der Stadt ausmacht!

Williamsburg – das Szeneviertel?!

Williamsburg ist ja momentan in aller Munde. Der nordwestliche Stadtteil von Brooklyn gilt als DAS Szeneviertel schlechthin und die Wohnungspreise dort nehmen teils Manhattan-Ausmaße an. Ein Grund, warum wir nicht dort wohnen. Aber auch ein Grund, sich das Viertel mal genauer anzusehen – bei Tag und bei Nacht!

Zunächst einmal kann man sich nicht lange durch Williamsburg bewegen, ohne an Berlin zu denken. Der gesamte Hipster-Lifestyle, bestehend aus Cafés, Shops und allem Drum und Dran lässt einen fast denken, man wäre in Friedrichshain unterwegs – nur dass die Gebäude dort ein bisschen schöner sind! So viele Klischee-Hipster wie in der Bedford-Avenue in Williamsburg muss man aber selbst in Berlin suchen, die Konzentration an Kerlen mit Spitzbärten, Pfeifen und Vintage-Gadgets ist echt extrem.

Mir gefällt Williamsburg nachts sehr gut. Die Clubs dort, beispielsweise das „Verboten“ (heißt echt so!) sind verdammt gut, es wird ehrliche Elektro-Musik gespielt und auch das Publikum ist deutlich weniger aufgesetzt als auf der anderen Seite des East Rivers, in Manhattan. Das ganze Viertel pulsiert vor Leben und man fühlt sich einfach jung und frei! Tagsüber hingegen gefällt mir beispielsweise SoHo als Szeneviertel besser, da hatte ich von Williamsburg irgendwie mehr erwartet!

 

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