Gut Ding will Weile haben. Das dachte ich mir zumindest, als ich am letzten Samstag bei 33 Grad im Stau saß. Im Gepäck meinen (un)geduldigen Mann und jede Menge Getränke. Unter meinem Shirt der Bikini, der endlich zum Einsatz kommen wollte. Als wir dann am Rhein ankamen hieß es: Erst die Arbeit, dann das frische Vergnügen. Und so hielten wir uns gegenseitig den Sonnenschirm, reichten die Relentless Energy Drink Dosen (mein Sommer-Favorit Lemon Ice, frisch aus der Kühlbox) umher, putzten das Boot und ließen die Vorfreude auf das kühle Nass mit jedem Schweißtropfen wachsen.

Ich war die letzten Jahre immer hier. Beim Chill & Ride, dem größten Wakeboardevent Europas am Boot auf dem wundervollen Rhein. Doch bisher habe ich es selbst noch nie aufs Brett geschafft. Wollte mich ja nicht lächerlich machen neben all den Wakeprofis. Dieses Jahr fuhren wir zur Vorbereitung schon einen Monat früher hin, und wir hatten den Rhein fast für uns alleine. Und das war auch gut so, denn es sollte mein erstes Mal auf dem Wakeboard sein.

Schiff ahoi! Ab auf die MasterCraft, ein bisschen durch den Rhein schippern, mit kühlen Drinks, einer satten Playlist und angenehmem Fahrtwind der ordentlich gute Laune machte. Ab und zu reinspringen und dann den Mann mit großen Augen bewundern. Wir sind beide noch Anfänger. Thies stand das erste Mal während unserer Flitterwochen auf Mauritius auf einem Wakeboard am Boot. Und auch damals war ich ziemlich beeindruckt. Doch heute sollte es nicht beim Zugucken bleiben.

Spülmittel auf die Füße, reingleiten in die Bindung, fest zuschnallen und dann brav den Ansagen von Daniel, unserem Gastgeber und Veranstalter des Chill & Ride Events, lauschen. „Lass dich vorkugeln wie ein Igel!„. „Mach einen Katzenbuckel!„. Okay, nachdem wir gefühlt den ganzen Zoo durchhatten ging dann auch endlich die Post ab. Man muss sich erst mal drauf einlassen, auf diese Geschwindigkeit, auf das Wasser, auf die Menschen vorne im Boot die jubeln und anfeuern. Und auch ein bisschen auf das Zusammenspiel von Kopf und Körper. „Jetzt klein machen, ohne Widerstand aufrichten lassen, langsam aufstehen und dann zur Seite drehen!“ sagte ich mir immer wieder.

Und siehe da, bereits beim dritten Versuch klappte es und ich war selbst mehr als stolz auf mich. Einmal Applaus bitte! Das Grinsen blieb den ganzen Tag und so schipperten wir einige Kilometer den Rhein rauf und runter. Ist doch klar, dass meine Neuronen im Glückszentrum einen ziemlichen Affentanz aufführen. Ein sonnenverwöhnter Tag auf einer MasterCraft. Mit drei Männern, Drinks und dem ersten Mal auf dem Wakeboard!

Ich freue mich jetzt schon auf die nächsten Tage am Rhein und schaue  mir dann beim Chill & Ride vom 21. bis 24. August noch ein bisschen was von den Profis ab. Wer kommt mit?

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