Seit kurzem habe ich zwei neue Begleiter aus Kirgisistan. Kirgi – what?! Ich muss zugeben, dass ich diesen Staat in Zentralasien wohl auch nicht kennen würde, wenn damals eine meiner Mitschülerinnen nicht von dort gekommen wäre. Und ähnlich würde es dann sicherlich auch Tobias, dem Gründer des Labels „KANCHA“ ergehen, der heute sogar dort lebt.

Das erste Mal kam ich 2011 auf einer Reise nach Kirgistan, nachdem ich im Jahr zuvor an der Uni meine Freundin aus Bishkek kennenlernte. Nach einigem hin und her entschied ich mich im darauf folgenden Sommer tatsächlich nach Bishkek zu ziehen. Ob ich für immer hier bleibe, weiß ich nicht. Aber bis jetzt bin ich sehr glücklich und habe den Schritt nicht einmal bereut. Bishkek hat mehr zu bieten als manch einer glaubt und ich wurde hier bestens aufgenommen.“ so Tobias zu seiner neuen Heimat.

Geprägt von schneebedeckten Bergmassen und ohne Zugang zum Meer hat sich das kleine Land irgendwie zwischen den Großmächten der Region behauptet. Neben der interessanten Natur sind es die Menschen die mich dort interessieren. Und die diversen kulturellen Einflüsse. Ethnische Kirgisen leben hier friedlich neben zahlreichen Usbeken, Russen, Kasachen, Koreaner und weitere Minderheiten… Und direkt nebenan liegt China, aber der Einfluss Russlands ist nach wie vor am größten.

Der Zerfall der Sowjetunion hat das Land jedoch ziemlich gebeutelt, so dass die Wirtschaft heute stark abhängig ist von Auslandsüberweisungen und Entwicklungsgeldern. Vielleicht war dies eine der spannenden Herausforderungen und ein Argument für Tobias genau dort aktiv zu werden. Und zwar ohne Kompromisse.

Es gibt viele Gründe, warum wir machen was wir machen. Die Basis: ein korrektes Unternehmen zu errichten! Aber so richtig korrekt, mit allen Unannehmlichkeiten die dazugehören. Denn es macht nicht immer nur Spaß – der saure Apfel lauert in all unseren Speisen.

Was steckt hinter der Bezeichnung Design für „urbane Nomaden“?

„Bis Anfang des letzten Jahrhunderts waren die Kirgisen Nomaden und sind mit Sack und Pack durch die Berge gezogen. Heute haben die meisten Menschen die Jurte gegen eine feste Wohnung eingetauscht. Dafür finden sich in der Hauptstadt Bischkek erste Hotspots urbanen Nomadentums: Auch hier sitzen die Kreativen mit Café Latte, iPhone und allem was dazu gehört im Co-Working Space.“

Und irgendwie fühle auch ich mich hiermit angesprochen.

Ein urbaner Nomade ist…

…wer sein Büro im Rucksack tragen kann.

…wer überall zu Hause ist.

…wer in der Gegenwart lebt, um die Zukunft zu prägen.

Ich bin einer. Zumindest von Zeit zu Zeit. Du auch?

iPad und iPhone Sleeves aus Filz und Leder

Neben dem Look der Produkte von KANCHA hat mich die Story überzeugt. Ich halte meine allerwrtesten in einem Sleeve geschützt über das ich nicht nur weiß woher es stammt, sondern auch wer es für mich in feiner Handarbeit angefertigt hat.

Foto von Olya Zemtsova

Ein Produkt mit Geschichte und Gesicht. Volltreffer! Ich habe mich für die Serie „Handsome“ entschieden, das iPhone Sleeve kostet 29,00 € inkl. grünem (!) Versand, das iPad Sleeve 39,00 € inkl. grünem (!) Versand. Außerdem gratis dabei: Ein gutes Gewissen!

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