Natürlich kennt jeder die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in New York City, ob man nun schon einmal im Big Apple war, oder auch nicht. Empire State Building, Times Square, Freiheitsstatue, Brooklyn Bridge und Central Park hat wohl jeder auf seiner NYC-To-Do-List, schließlich kennt man diese Orte aus hunderten Filmen, von den Postkarten der Freunde und all den schönen Tumblr-Blogs dieser Welt. Doch wie sieht das perfekte Programm für einen Trip nach New York aus? Wie nutzt man die (oftmals knappe) Zeit optimal und was muss man außer den absoluten Klassikern noch sehen?

Ich habe den Besuch meiner Eltern als Anlass genommen, mir etwas intensivere Gedanken über ein solches Programm zu machen und deren drei Tage Aufenthalt möglichst ideal zu füllen. Im folgenden Travel Guide New York City gehe ich deshalb davon aus, dass man drei volle Tage in NYC hat, also am Abend anreist, vier Nächte in der Stadt verbringt und dann wieder morgens abreist. Was Unterkünfte für diese Zeit angeht, habe ich in einem gesonderten Beitrag bereits all mein Wissen von mir gegeben, ich spreche aber an dieser Stelle nochmals die Empfehlung aus, bei der Wahl einer Unterkunft in New York nicht zu sehr zu sparen, gerade wenn man nur wenige Tage hier verbringt.

Für alle, die mehr Zeit in New York verbringen (ich würde eine Woche empfehlen, wenn man noch nie da war): Am Ende des Beitrages findet ihr einige Tipps, was man zusätzlich zum 3 Tages-Programm noch machen kann. Und generell kann man sich natürlich mehr Zeit lassen und alles auf mehr Tage verteilen!

Tag 1: Von Brooklyn nach Manhattan

Mit der Bahn geht es nach einem Frühstück im Hotel nach Brooklyn zum Barclays Center, Zuhause von Jay-Z’s Nets. Von dort schlendert man die Atlantic Avenue entlang durch Downtown Brooklyn, unterwegs kann man sich im coolsten Trader Joe’s Supermarkt der Stadt mit Getränken und Snacks versorgen. An der Court Street biegt man ab nach Norden, bis man zur Borough Hall kommt. Von dort führt der Weg wieder nach Westen, durch das wunderschöne Brooklyn Heights bis an die Waterfront, wo sich der Brooklyn Bridge Park befindet. Hier ist die Aussicht auf die Wolkenkratzer von Downtown Manhattan am atemberaubendsten, außerdem ist die ganze Parkanlage einfach ein Traum. Am nördlichen Ende befindet sich die Brooklyn Bridge, bis man dort ankommt, hat man vermutlich Hunger. Diesen kann man entweder im Shake Shack direkt an der Brücke, oder aber bei Five Guys in der Montague Street stillen. Wer meinen Burger-Guide kennt, weiß, wie meine Wahl ausfallen würde!

Gestärkt spaziert man über die Brooklyn Bridge nach Manhattan, wo man nach nur wenigen Metern am Ground Zero ankommt. Nachdem man dort einen Moment in der bedrückenden Atmosphäre des Mahnmals innegehalten hat, geht es weiter nach Süden an die Wall Street, wo man die New York Stock Exchange und – eine Straße weiter am Broadway – den berühmten Bullen bestaunen kann. Man kann ihm natürlich auch an die Hoden fassen, wie alle anderen Touristen, die sind schon ganz blank poliert!

Nur noch ein paar Meter, und schon ist man am Südende Manhattans ankommen. Von dort fährt die Staten Island Ferry ab, mit der man kostenlos mitfahren kann. Einmal nach Staten Island und zurück mit Blick auf die Skyline – unbezahlbar! Nun hat man sich ein ordentliches Abendessen und ein kühles Bier redlich verdient!

Tag 2: Williamsburg und Central Park

Während sich der erste Tag viel um die klassischen Touristenattraktionen gedreht hat, stehen nun etwas entspanntere Orte auf dem Programm. Man beginnt den Tag in Williamsburg, wo man mit dem L-Train bis Morgan Avenue fährt. Die Gegend dort ist perfekt, um ein paar wunderschöne Fotos mit urbanem Flair zu schießen, die meisten Gebäude bestehen aus Backstein und sind mit genialen Graffitis verziert. Ein kleiner Spaziergang von einer halben Stunde in dieser Gegend reicht aber aus, wer mit Streetart gar nichts anfangen kann, kann diesen kleinen Programmpunkt auch auslassen und direkt beim nächsten Stopp anfangen: Dem Herzen Williamsburgs, der Bedford Avenue. Hier sieht man mindestens so viele Klischee-Hipster wie am Rosenthaler Platz in Berlin, kleine Boutiquen reihen sich an Cafés und besonders im Sommer ist die Gegend sehr belebt.

Hat man genug von Williamsburg, so läuft man über die coole Williamsburg Bridge bis nach Manhattan. Dort steigt man in die Bahn und fährt zum Columbus Circle am Südwestende des Central Parks. Da kann man sich bei Whole Foods mit leckeren Getränken und Snacks eindecken, um dann im Park zu picknicken. Die nächsten Stunden verbringt man damit, einmal quer durch den Central Park zu flanieren, was es dort alles zu sehen gibt, findet ihr hier.

Vom Central Park ist es dann nur ein Katzensprung zum Rockefeller Center. Die Aussichtsplattform „Top of the Rock“ ist meine absolute Empfehlung, von dort überblickt man sowohl den Central Park als auch ganz lower Manhattan – über das Empire State Building bis hin zum One World Trade Center. Der perfekte Platz also, um den Tag ausklingen zu lassen und den Sonnenuntergang über New York anzuschauen.

Wichtig: An keinem Tag ist der Central Park auf so geniale Weise freakig wie am Sonntag. Solltet ihr also einen Sonntag in New York verbringen, empfehle ich mein „Tag 2“-Programm auf diesen zu legen.

Tag 3: Von Chelsea bis Chinatown – Manhattans Szene-Bezirke

Tag 3 beginnt am oberen Ende der Highline. Auf der ehemaligen Bahntrasse läuft man entspannt im Grünen durch Chelsea bis zum Meatpacking District. Dort befinden sich neben dem berühmten The Standard Hotel auch zahlreiche Boutiquen, Restaurants und Bars. Die Hudson Street entlang geht es weiter nach Süden ins bezaubernde West Village. Trifft man auf die Bleecker Street, so sollte man dieser unbedingt folgen, sie wirkt wie die perfekte NYC-Filmkulisse.

An der Macdougal Street befindet sich die legendäre Pizzeria Artichoke Basille’s, dort kann man sich mit zwei dicken Pizza-Stücken eindecken, um zwei Straßen weiter im Washington Square Park gemütlich zu essen. Der Park ist es auch sonst wert, einmal quer durchzulaufen, bevor man sich wieder nach Süden richtet, bis man in SoHo ankommt, dem nach wie vor schönsten Viertel der Stadt. Östlich davon liegt dann das East Village, von wo man nach little Italy und Chinatown gelangt.

Die letzte Etappe führt von Chinatown mit der Bahn zum Madison Square Park, wo sich das berühmte Flatiron Building befindet. Von dort immer weiter den Broadway entlang kommt man am Empire State Building vorbei und landet schließlich am Times Square, um sich zum Abschluss des Städtetrips die volle Überdosis zu geben.

Das kann man in New York außerdem machen

Hat man etwas mehr Zeit in New York, so kann man diese natürlich mit unzähligen weiteren Programmpunkten füllen. Empfehlenswert sind die großen Museen (MoMa, Metropolitan Museum, Museum of Natural History, Guggenheim Museum), Roosevelt Island, ein Strand-Ausflug nach Coney Island oder in den Prospect Park. Außerdem kann man natürlich tagelang shoppen, hier eignet sich SoHo am besten, aber auch Macy’s am Herald Square ist eine absolute Attraktion.

Sollte es gerade passen, lohnt es sich auch, nach Konzerten zu schauen, in New York treten im Laufe eines Jahres schließlich einige Weltstars auf! Auch einen Besuch wert sind diverse Sportveranstaltungen wie Basketball, Baseball, Eishockey oder Football. Hat man wirklich viel Zeit, kann man auch über einen Tagesausflug in die Hamptons nachdenken – dafür sollte man aber unbedingt ein Auto mieten.

Habt ihr sonst noch Fragen? Meldet euch gerne, indem ihr einfach diesen Beitrag kommentiert!

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