Von einem Traum in den anderen – so könnte man wohl mein Leben gerade bezeichnen. Mein halbes Jahr in New York fuckin City ist nun zu Ende, doch mit dem Flieger ging es am Samstag nicht etwa zurück nach Deutschland – nein wir entfernten uns sogar noch weiter von der Heimat! Ganz nach dem Motto „California Dreamin'“ flogen wir nämlich nach San Francisco. Kurzer Hinweis an dieser Stelle: Es ist keine besonders intelligente Idee, aus Brooklyn mit öffentlichen Verkehrsmitteln an den Flughafen nach Newark zu fahren. Das dauert scheinbar irgendwie ewig und wir haben doch tatsächlich unseren Flieger verpasst! Dank einer großen Portion Goodwill von unserer Airline United saßen wir dann aber schon wenig später im nächsten Flieger an die Westküste. Ich empfehle aber definitiv zwei Dinge, um in NYC zum Flughafen zu kommen: Viel viel Zeit einzuplanen und mit einem privaten Shuttle fahren, beispielsweise von Carmel.

Doch genug der unschönen Reise-Momente in NYC! Ich bin in Kalifornien, mitten im zweiten Traum, wie ich ja bereits gesagt habe! Gelandet am Flughafen begann dieser Traum bereits perfekt: Für unseren Kalifornien-Roadtrip erwartete uns ein Auto, wie es nicht besser zum ‚Golden State‘ passen könnte – ein Mercedes-Benz SL550. Ein wunderschöner Roadster, dessen Geschichte umfangreicher ist als die mancher anderer Automarken. Dem sonnigen Himmel so nah dank versenkbarem Hardtop, amerikanisch im Herzen dank dickem V8 unter der Haube. Doch dazu bald mehr! Mit dem Urlaubstraum auf vier Rädern ging es in die City zu unserer Unterkunft. Wer mein freudiges Grinsen gesehen hätte, der hätte mich wohl auf Drogen getestet.

San Francisco Tag 1

Aufwachen, als wäre man zu Hause, doch das am anderen Ende der Welt. Was nach einem vorgefertigten Werbeslogan klingt, meine ich aber absolut ernst. Dank Airbnb haben wir nämlich eine Wohnung in einer der schönsten Gegenden der Stadt gefunden, die sich von der ersten Minute an heimisch angefühlt hat, wo wir wunderbar geschlafen haben und uns eben einfach gefühlt haben, als wären wir in San Francisco zu Hause.

Frisch und munter begannen wir also unseren ersten von zwei Tagen in der hügeligen Hippie-Stadt. Wir hatten uns zwar im Flieger mit dem Reiseführer beschäftigt, wollten es aber insgesamt eher entspannt angehen lassen und einfach genießen, statt wie verrückt möglichst viele Sehenswürdigkeiten abzuklappern. Wir sind auf Reisen immer sehr lauffreudig, schließlich sieht man so ja doch am meisten und auf die eigenen Füße kann man sich eben immer verlassen. So ließen wir übrigens an diesem ersten Tag unseren bereits heiß geliebten Sportwagen einfach dort stehen, wo wir ihn am Abend zuvor geparkt hatten. Wir verbrachten die erste Hälfte des Tages in der Gegend des Hafens, wo wir natürlich erstmal unsere Füße in den Sand und das kalte Wasser des Pazifiks stecken mussten. Ausblicke auf Alcatraz und die Golden Gate Bridge genossen wir vom Black Point aus, bevor wir uns dann langsam in die etwas touristische Gegend rund um Fishermans Wharf und Pier 39 begaben. Dort konnten wir unter anderem die „Sea-lebrities“ der Stadt betrachten und vor allem hören – die Seelöwen, die wieder einmal eindrucksvoll bewiesen, dass Homer Simpson nicht das faulste Lebewesen der Welt ist.

Weiter ging es – natürlich zu Fuß – zum Coit Tower, von dem man einen wirklich tollen Blick auf die gesamte Stadt hat, außerdem sind in dieser Gegend einige besonders schöne, für San Francisco charakteristische Straßenzüge zu sehen. Vom Aussichtsturm marschierten wir weiter durch Downtown mit seinen Hochhäusern (süß, wenn man gerade aus New York kommt) bis zur Market Street, wo wir dem Touristen-Klischee dann so richtig gerecht wurden und erst einen Eisbecher verputzten und dann noch Jeans bei Levi’s shoppten. Nach einem Abstecher zum Union Square meldeten sich unsere hungrigen Mägen und wir beendeten den Tag in einem Thai-Restaurant.

San Francisco Tag 2

Während am ersten Tag gleich nach dem Frühstück sämtliche Wolken verschwunden waren und San Francisco sich von seiner besten Seite zeigte, blieb es am zweiten tag zunächst sehr bedeckt und kühl. Wir beschlossen also, unseren SL etwas auszuführen und machten einen Abstecher über die Golden Gate Bridge in die Bergstraßen am Pazifik bis in den kleinen Surfer-Ort Stinson Beach. Auf den gefühlt einer Million Kurven unterwegs konnte der Mercedes zum ersten Mal so richtiges Sportwagenpotenzial zeigen und es fiel schwer, sich bei diesem traumhaften Ausblick auf die Straße zu konzentrieren!

Zurück in der Stadt klarte der Himmel dann endlich auf uns wir machten zunächst am Palace of Fine Arts Halt, einer sehr schönen Anlage direkt am Yachthafen. Auch die gewundene Lombard Street (zwischen der Hyde Street und der Leavenwood Street) durfte der Benz erleben, bevor er eine wohlverdiente Pause bekam, während wir uns bei In-N-Out Burger stärkten. Nach Burger (natürlich animal Style) und Fries stand dann der Alamo Square mit den berühmten „painted Ladies“ auf dem Programm, den kleinen typischen Holzhäuschen.

Mit einem Spaziergang durch den Golden Gate Park und einem Abstecher an die Pazifikküste in der Stadt ging dann auch schon der zweite Tag zu Ende, nach einem Abendessen in einem deutschen Restaurant namens ‚Suppenküche‘ (ja das ist verrückt, als Deutscher im Urlaub Deutsch zu essen. Doch ich war ja seit Februar nicht mehr zu Hause und als ich gesehen habe, dass das Restaurant in San Francisco Maultaschen anbietet, war es um mich geschehen!) sitze ich nun hier in unserem Apartment und halte die frischen Eindrücke fest.

Morgen geht es dann weiter – wohin erfahrt ihr in meinem nächsten Diary-Beitrag!

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