Wenn ich in einer Sache immer widersprechen muss, dann darin dass alle Frauen multitaskingfähig seien. Wenn ich mich konzentriere, dann auf eine Sache und so kann es an herbstlichen Regentagen auch schon mal passieren, dass ich gedankenverloren in eine hinterm Bordstein lauernde Pfütze trete. Im schlechtesten Fall musste ich so schon einen Teil des Tages mit nassen Socken verbringen. Umso interessierter war ich, als die Einladung nach München zum Blogger-Event von Clarks und GORE in mein Postfach flatterte. GORE klang für mich bisher nach Funktionsausrüstung, Clarks nach britischer Schuhtradition – diese Kollaboration deutete also schwer in die Richtung trockener Füße und so trat ich die Reise nach Bayern gespannt an.

Servus München – Abenteuer und Gaumenfreuden

Empfangen wurde ich in München nicht nur von allerfeinstem blauen Himmel, sondern auch von einem Team der beiden Firmen, das sich in den nächsten beiden Tagen herzlich um uns gekümmert hat. Persönlich war die Atmosphäre auch, weil wir insgesamt nur sechs Blogger waren und so konnten Leonie, Lisa, Sebastian, Thibaud, Martin und ich nach einem ersten Kennenlernen beim Lunch schon gut eingestimmt zum ersten großen gemeinsamen Abenteuer aufbrechen.

Zweieinhalb Stunden sollten wir nämlich auf Segways durch München düsen und mein Herz schlug bei der Ankündigung schon etwas schneller. Tatsächlich fahre ich nämlich nichts wirklich gerne. Das Auto durch die Berliner Straßen zu kurven, löst immer wieder leichte Nervosität bei mir aus, Roller fahre ich gerne – von hinten angeschmiegt an den Lieblingsjungen sitzend. Jetzt sollte ich also selbst ein Gefährt durch die Münchner Innenstadt manövrieren. Beruhigt haben mich zunächst bloß der ebenfalls leicht nervöse Blick des ein oder anderen Bloggerkollegen. Ausgerüstet mit festem Schuhwerk aus der Clarks und GORE – Kollektion, hieß es nach einer kurzen Einweisung dann rauf auf den Segway und ab durch die Stadt. Maximal 20 km / h schnell kann man werden und wenn man sich einmal ein bisschen eingefahren hat, dann fängt die Sache tatsächlich an richtigen Spaß zu machen. Vorbei an prachtvollen Bauten, Street-Art, den Surfern auf dem Eisbach und dem Hofbräuhaus mit Sonne im Gesicht und Wind im Haar – bei mir kam fast ein bisschen Urlaubsfeeling auf.

Ein wirklich fantastisches und ausgiebiges Abendessen im Upper Eat Side (definitiv ein München-Tipp!), wo auf den Tisch kommt, was der Markt am jeweiligen Tag hergibt, rundeten den actionreichen Tag perfekt ab. Gemütlich sitzen, sich austauschen und nebenher ganz ungeniert von verschiedenen köstlichen Gerichten naschen, so sollte das immer sein. Wenn ich an den Saibling und dieses duftende Brot denke, bekomme ich gerade schon wieder Hunger, hach.

Funktion trifft Style!

Am nächsten Tag durften wir dann eine Menge mehr über die Schuhe an unseren Füßen lernen. Für mich hieß das auch ein wenig Ordnung im Kopf schaffen und verstehen, dass das aus den USA stammende Unternehmen GORE tatsächlich eine Ingredient Brand ist. Das heißt, dass es selbst gar keine Endprodukte fertigt, sondern im Textilbereich seine wasserabweisende und atmungsaktive Membran an Unternehmen wie Clarks zur Weiterverarbeitung liefert. Die Funktionsweise dieser Membran ist dabei einfach wie genial und führt am Ende zum Mehrwert-Argument von Schuhen, die mit der GORE-TEX-Technologie ausgestattet sind. Angelehnt an die Funktionsweise unserer Haut ist die Membran circa 20 000 mal kleiner als ein Wassertropfen, was das Eintreten von Wasser verhindert und die Füße auch bei einem Pfützenfehltritt schön trocken hält. Gleichzeitig ist sie aber auch ungefähr 700 mal größer als ein Wasserdampfteilchen und so wird der Fuß im Schuh angenehm entlüftet. So viel zu der Theorie, aber bewährt sich das auch in der Praxis? Ja, denn in einem Testlabor, das wir auch besuchen durften, müssen die fertigen Schuhe einige Härtetests durchlaufen damit auch wirklich gewährleistet ist, dass der Kunde am Ende von den Vorteilen profitiert. GORE bleibt also auch im Verarbeitungsprozess seiner Membran mit am Ball.

Tolle Funktionalität? Auf jeden Fall. Normalerweise tut sich an dieser Stelle aber für mich auch ein Problem auf. Was funktional ist, sieht leider auch oft so aus. In diesem Fall kommt hier aber der weltweitführende Straßenschuhhersteller Clarks mit seinen 189 Jahren Expertise ins Spiel und findet für die Technologie eine stylische Form. So habe ich während der zwei München-Tage einen braunen Chelsea-Boot aus der aktuellen Clarks und GORE – Kollektion getragen, der ganz und gar nicht wie ein typischer Funktionsschuh aussieht. Oder was meint ihr?

Ich freue mich jedenfalls über diese Kollaboration, die mir an mancher Stelle einen Zielkonflikt ersparen wird. Zwischen „sieht schön aus, taugt bei dem Wetter aber nichts“ und „Ich habe trockene Füße, hoffe aber, dass mich so niemand sieht“ kann ich jetzt getrost nach meinen neuen Alleskönnern greifen.

Alle Bilder von: STEFFENMÜLLERFOTOGRAFIE

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