Ich bin noch Camping-Neuling und mich hat das Outdoor-Fieber erstmals in Irland gepackt. Da waren wir mit einem Retro Bulli von VW auf dem Wild Atlantic Way unterwegs. Unser Flo konnte ja auch schon Campingerfahrung in den USA sammeln, als er mit dem Wohnmobil unterwegs war – und Lisa schwärmt regelmäßig und ausgiebig von Kanada. Deshalb will ich jetzt auch endlich in einem richtig großen Camper durch die USA oder noch lieber durch die Wildnis Kanadas cruisen und die ultimativen Sehenswürdikeiten – oder noch lieber die menschenleeren Weiten bewundern.

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Alles was du über Reisen mit dem Wohnmobil wissen solltest

Wo miete ich am besten online ein Wohnmobil? Das war natürlich die erste Frage, die ich mir hier stellte. Denn das neue „Zuhause auf Zeit“ muss ja erst mal virtuell begutachtet werden. Und auch hier kennt das Web keine Grenzen: Hier findet ihr einen Anbieter für Wohnmobile.

Wenn ihr euch dafür entschieden habt, eine Rundreise mit dem Wohnmobil in einem der zwei großen Länder zu unternehmen, solltet ihr noch entscheiden wann ihr diese Reise starten wollt – und dann unbedingt frühzeitig buchen! Denn solltet ihr beispielsweise im Juni oder Juli eure Reise antreten wollen, empfiehlt es sich unbedingt ein halbes Jahr vorher zu buchen. Dadurch habt ihr noch eine große Auswahl an unterschiedlichen Wohnmobilen und spart einiges am Preis. Es gilt das selbe Prinzip wie beim Buchen von Flügen: Je früher du buchst, desto mehr sparst du!

Für das Mieten eines Wohnmobils in den USA oder Kanada benötigst du lediglich einen gültigen EU-Führerschein der Klasse B, dieser ist vollkommen ausreichend. Aber Achtung: Deinen Führerschein solltest du seit mindestens 12 Monaten haben. Bei den meisten Anbietern in den USA muss man außerdem mindestens 25 Jahre alt sein um ein Wohnmobil zu mieten. In Kanada gilt das gleiche.

Es bietet sich natürlich an, mit dem Wohnmobil auf Campingplätzen zu übernachten. Doch sicherlich ist das nicht immer möglich, wenn der gewünschte Campingplatz schon ausgebucht ist oder ihr einfach spontan auf den Straßen unterwegs seid und noch keinen Campingplatz ausgekundschaftet habt zum Beispiel. Ihr dürft das Wohnmobil in solchen Fällen nicht einfach auf einer Raststätte abstellen und übernachten – das ist in den USA und Kanada verboten. Sollte aber ein Walmart in der Nähe sein der noch offen hat, dann habt ihr möglicherweise Glück – denn viele Walmarts bieten kostenlose Parkplätze für Reisende an.

Mit dem Wohnmobil durch den Westen der USA

Bei Reisen mit dem Wohnmobil gilt: „Der Weg ist das Ziel!“. Hier gibt es einige tolle Routenvorschläge. Aber da ich echt so neidisch auf Flo’s Raodtrip bin, würde ich auch einfach mal den Westen der USA empfehlen. Da kann man dann bei einem dreiwöchigen Roadtrip viele tolle Orten und Städte sehen. Angefangen in San Francisco, über Los Angeles an der Westküste entlang. Dann weiter ins Landesinnere bis hin zum Grand Canyon und Monument Valley. Anschließend geht es über den Lake Powell zum Bryce Canoyn mit einem Abstecher nach Sin City aka Las Vegas. Auf dem Rückweg nach San Francisco noch in den atemberaubenden Yosemite-Nationalpark, bevor man zurück an der Westküste ist.

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Auf vier Rädern durch die kanadische Wildnis

Wer mehr von der Natur sehen will, der ist in Kanada sicherlich gut aufgehoben. Die Tour für Wildnisfans beginnt in der viertgrößten Stadt Kanadas, in Calgary. Der erste Halt dieser Tour wäre dann der Banff Nationalpark. Anschließend geht es in den riesigen Jasper Nationalpark, der mit seiner Fläche von 10.000 Quadratkilometern der größte National Park in den Rocky Mountains ist und von der UNESCO zum Welterbe erklärt wurde. Vom großen Nationalpark geht es weiter in den Wells Gray Park, ein großes Naturschutzgebiet.

Wer seine Ski dabei hat, kann am Ende der Tour gleich noch ein paar Abfahrten im Skigebiet Whistler machen, unsere Lisa ist dort schon über die Piste gebrettert. Im Sommer dagegen lassen sich tolle Mountain-Bike Touren durch das Gebiet machen. Weitere Ziele der Tour sind zum Beispiel der Ort und das Gebiet rund um Ucluelet an der Westküste, die Stadt Victoria, der Erholungsort Harrison Hot Springs mit seinen 40 Grad warmen Mineralquellen, das Okanagan Valley, Revelstoke mit dem angrenzenden Mount Revelstoke Nationalpark, der Lake Louise und zum Schluss erneut Calgary. Wenn ihr euch nicht in die absolute Wildnis Kanadas stürzen wollt, dann findet ihr hier weitere Routenvorschläge. Ich beginne dann jetzt spontan mit dem Träumen – wer träumt mit?

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