Womit soll ich anfangen und wenn ich es dann getan habe, werde ich irgendwann überhaupt damit aufhören können? Die Rede ist natürlich von Namibia und den endlosen Weiten – denn genau so endlos scheinen auch unsere Eindrücke und das mitgebrachte Material für euch zu sein. Fotos, Videoszenen, Worte in unseren Köpfen und all das möchte jetzt raus.

Ich habe mich entschlossen, euch zuerst an einen der wohl spekakulärsten Orte unserer Welt mitzunehmen. Ein Ort, der unsere Kinnläden auf unsere Brust fallen ließ. Der uns wirklich in schier endloses Staunen versetzte. Ein Stauenen über etwas so simples und gleichzeitig so komplexes: Unsere Natur.

Die Gondwana Canyon Lodge

Im Gondwana Canyon Park, etwa 20 Kilometer vom spektakulären Fischfluss Canyon (in dem übrigens auch abenteuerliche Wanderungen möglich sind) entfernt, liegt die Canyon Lodge und damit der Usprung der ganzen „Gondwana Collection„. Eine Gruppe von Lodges, die uns während unseres Roadtrips durch den Süden Namibias beherbergt haben. Als wir der Gegend der Canyon Lodge näher kamen, wurden unsere Augen nach mehreren hundert Kilometern plötzlich wieder wachsam. Die Landschaft verwandelte sich schlagartig, und was sich vor unseren Reifen auftat hatten wir noch nie gesehen. Obwohl – vielleicht bei den Flintstones, oder in einem der Jurassic Park Streifen. Aber so ganz ohne Tricks und Montage? No way.

Vor uns mächtige Granitfelsen, wie von der Hand eines Riesen liebevoll aufgetürmt. Dazwischen strahlte uns dann eine Farm entgegen, die wie eine kleine Oase in dieser Wucht aus Gestein wirkte. „Das muss es sein!“ meinte Thies mit leuchtenden aber erschöpften Augen. Und mein „Neeeein, das sieht auf den Fotos aber ganz anders aus, das müssen kleine Häuschen aus Naturstein sein.“ verhallte in der Weite. Ein bisschen zaghaft parkten wir unseren Isuzu unter den Bäumen. Einsam stand er da – und etwas verloren kamen auch wir uns vor.

 

 

 

Understatement in Architektur und Technik

Doch an der Rezeption wurden wir herzlich empfangen und nach einer kleinen Wanderung durch das Anwesen der Gondwana Canyon Lodge sahen wir sie vor uns, die 25 Häuschen die sich am Weg entlang zwischen den Granitfelsen versteckten. Wow – hier begeisterte uns wirlich so ziemlich alles. Unser Häuschen, mit Strohdach und den nostalgischen Nachtischlampen sollten uns in den darauffolgenden zwei Nächten den besten Schlaf seit langem bescheren. Handy-Empfang? Kein Netz. Fernsehen? Vergiss es!

Aber was soll’s! Diese unglaubliche Stille und die Schönheit dieser Natur waren genau der Luxus, den wir gerade brauchten. Übrigens werden so gut wie alle Lodges ausschließlich durch die Kraft der Sonne versorgt. Und wenn die Sonne über Mama Afrika gerade mal nicht scheint dienen die vorbereiteten Akkus. Und manchmal glaubten selbst wir an die Wunder der Technik, als wir wirklich Irgendwo im Nirdgendwo ein „3G“ auf unseren iPhones sahen!

 

 

 

 

Übrigens entspannen in den Gondwana Lodges irgendwo in der Pampa Namibias so gut wie alle Sinne: Kein Lärm, wenige Menschen, kein großer Entscheidungs-Kampf im Restaurant und, und, und. Unsere Zeit in der Gondwana Canyon Lodge glich einer Reise in die Pionierzeit der Farmwirtschaft.

…nur diesen Pool weit weg von allem, den gab es damals wohl noch nicht.

Fish River Canyon

Unsere Sundownerfahrt führte uns an jenem Abend übrigens zu einem weiteren Ort, den wir so schnell nicht vergessen werden: Den Fish River Canyon. Aber dazu mehr in meinem nächsten Artikel ;)

 


Die Übernachtung mit Frühstück kostet in der Canyon Lodge in der Nebensaison ca. 90 € pro Person. Die Gondwana Collection findet ihr natürlich auch auf facebook! Wie ihr euch eine Individual-Reise wie unsere zusammenstellt und bucht, erzähle ich euch in einem der nächsten Namibia-Artikel.

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