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Auf unserer Fahrt zur Gondwana Canyon Lodge waren wir teilweise umgeben von beeindruckenden Schluchten und Tälern. Aber ganz ehrlich? Nach Stunden voller Staub im Rückspiegel, Staub in der Nase und Staub auf der Objektivkappe hatten wir irgendwann keine Energie mehr, noch irgendwo anzuhalten – wir wollten nur noch eines: Ankommen!

Und als wir dann da waren? Gab es erst mal ein kühles Blondes, eine Dusche, ein Nickerchen – und dann wollten wir es wieder wissen! Aber dieses Mal waren wir „die Gäste“ und durften uns fahren lassen, anstatt selbst zu fahren. Der Ausflug führte uns zum Fish River Canyon.

Der Fish River Canyon ist der größte Canyons Afrikas und gilt als die zweitgrößte Schlucht der Welt nach dem Grand Canyon. Das Licht spielte uns kurz vor dem Sonnenuntergang, also zur „goldenen Stunde“, natürlich in die Karten und zeigte uns, wie ubertrieben schön so eine „Kluft in der Erdoberfäche“ aussehen kann. Der Canyon erstreckt sich über eine Länge von 160(!) km und eine Breite von 27 km, dabei ist er bis zu 550 m tief! Entstanden ist der Canyon vor rund 350 Millionen Jahren. Damals entschlossen sich die Kräfte unserer wunderbaren Erde, noch ein bisschen an den Kontinenten zu ziehen. Der Fish River selbst ist insgesamt 650 km lang und gilt somit als längster Fluss Namibias.

Abenteuer im zweitgrößten Canyon der Welt

Wanderungen innerhalb des Canyons sind sehr beliebt, aber sind nur in den afrikanischen Wintermonaten zwischen Mai und August gestattet. Denn ansonsten ist es dort unten einfach zu heiß: Es wurden im Canyon schon Rekordtemperaturen von über 50 Grad gemessen. Die Wanderungen sind nur mit Guides erlaubt, auf eigene Faust durch den Canyon zu wandern ist nämlich lebensgefährlich und deshalb verboten! Unser Guide, Frederik, begleitet zu den besagten Monaten Trekking-Touren durch den Fish River Canyon. „Man muss schon wirklich tough sein, aber ich liebe diese Natur und ich brauche es sportlich!“ sagt er mit einem sehnsüchtigen Blick in die Tiefe. Dass man für diese circa 550 Meter Tiefe fast zwei Stunden braucht, spricht für sich. Und ist man da erst mal unten, geht der Spaß erst richtig los.

Und während wir von oben den Canyon im Sonnenuntergang betrachten und Frederiks Geschichten lauschen, zieht ein weiterer Namibia-Tag an uns vorbei. Einen spannenden Artikel zu genau diesem Abenteuer im namibischen Niemandsland dort unten hab ich von Thomas Schmelzer auf Spiegel Online entdeckt. Viel Spaß beim Lesen.

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