Spätestens irgendwann im Februar verliert man so richtig die Lust am Winter. Kalt und grau – das kann man dann echt nicht mehr ertragen, der Körper schreit nach dem Licht und der Wärme der Sonne. Schreit nach fröhlichen, beschwingten Momenten und auch ein bisschen nach Abenteuer, nach Entdeckungen. Sehnsüchtig denkt man dann an den letzten Sommer zurück – ein Roadtrip durch Kalifornien, das wär’s jetzt!

Doch so groß muss es dann eigentlich gar nicht sein, um den Energiehaushalt wieder aufzufüllen, die Haut zumindest ein kleines bisschen zu bräunen und ein paar Tage zu grinsen. Mein Kumpel Raph, mit dem ich letztes Jahr in Detroit unterwegs war, schlug mir im Januar vor, ein paar Tage nach Lissabon zu fliegen. Mit zwei anderen Fotografen locale Girls shooten, gut essen, das Leben genießen. Natürlich war ich dabei!

Ein kurzer Flug in eine andere Jahreszeit

Am 5. März war es dann so weit. Mit einem schelmischen Grinsen ließ ich meine Winterjacke an der Garderobe in Stuttgart hängen und machte mich in Jeans, T-Shirt und einer lockeren Lederjacke auf zum Flughafen. Wenige Stunden später war ich in einer anderen Jahreszeit, hielt mein Gesicht aus der Blacklane-Limousine raus in die Sonne und spürte, wie sich mein Gute-Laune-Akku auflud. Meine Fahrerin meinte zwar, dass es gerade noch „etwas frisch“ sein, für mich waren die 20 Grad aber absolut Sommer. Ich kann den Service von Blacklane übrigens sehr empfehlen, nichts ist schöner, als stressfrei und entspannt am Reiseziel anzukommen – und am Flughafen mit Namensschild abgeholt zu werden und in einer S-Klasse bis vor die Haustür gebracht zu werden, gehört definitiv in die Kategorie stressfrei. Da lohnt es sich meiner Meinung nach, etwas mehr Geld auszugeben als für ein Busticket, das dafür meist mit Zeitverlust und Koffertragen einhergeht.

Angekommen an unserer Unterkunft, die wir wieder einmal über Airbnb gefunden hatten, kam dann der nächste Mood-Boost: Uns erwartete ein Tumblr-reifes Penthouse, top eingerichtet und mit Dachterasse. Dieser Blick auf die Golden Gate Bridge Ponte 25 de Abril bei einem entspannten Bierchen – unbezahlbar! Dabei dann noch die feinsten uberTunes über Airplay in beiden Stockwerken laufen lassen und und von Signore Raph zubereitetes mediterranes Soulfood zu genießen – der absolute Wahnsinn.

Leben im Penthouse

Oft wird ja mit coolen, szenigen Wörtern herumgeworfen, bis man gar nicht mehr weiß, worauf man vertrauen kann. In New York habe ich das bei der Wohnungssuche erlebt, da wurde jede zweite Bude aus unerfindlichen Gründen als Loft bezeichnet und auch sonst wurde nicht mit Übertreibungen gespart. Ich ging also mit nicht allzu großen Erwartungen nach Lissabon, auch wenn die Fotos sowie die Bewertungen im Airbnb-Listing sehr vielversprechend waren. Die Realität hat mich dann aber tatsächlich im positiven Sinne umgehauen. Eine Wahnsinns-Küche, die besser ausgerüstet war als die zu Hause und uns somit dazu brachte, jeden Tag selbst zu kochen. Zwei tolle Bäder, ein Beamer, ein Balkon – und dann diese Dachterasse, die man am liebsten gar nicht verlassen hätte! Ich kann euch nur empfehlen, euch beim nächsten Lissabon-Trip genau dort einzuquartieren – günstig ist es sogar auch noch! Checkt am besten direkt mal den Kalender!

Lissabon – ein Traum im Frühling

Doch verlassen wir mal die wahnsinns-Unterkunft (auch wenn es schwer fällt) und begeben uns in die City. Denn ich muss sagen: Ich habe mich in Lissabon verliebt, so richtig nachhaltig. Die portugiesische Hauptstadt hat einfach unglaublich viel Flair, man würde am liebsten an jeder Ecke 100 Fotos schießen und ständig steht man da, grinst und genießt einfach, was man gerade tut. Diese kleinen Gässchen, in denen vor jedem Fenster die Wäsche hängt und durch die die typischen kleinen Straßenbahnen durchbrettern, als müssten sie einen Rekord brechen, die Menschen auf den Straßen, die kleinen Bäckereien – dafür muss man Lissabon einfach lieben. Weniger eng, dafür aber genauso schön geht es am Praca do Comercio zu, der sich direkt an der Promenade Lissabons befindet und diese mit der Fußgängerzone und ihren vielen Geschäften verbindet. Nicht weit von dort ist auch der Mercado de Ribeira, eine alte Markthalle, in der man unterschiedlichste Speisen kaufen kann – perfekt für den Lunch während der Citytour!

Ich werde auf jeden Fall zurückkehren nach Lisboa, die Stadt, die in nur 5 Tagen einen Platz in meinem Herzen erobern konnte. Zum einen, weil ich einfach nur zurück will, Superbock trinken will, durch die Sonne spazieren will. Zum anderen, weil es noch so viel zu entdecken gibt, wir so vieles nicht gesehen haben, weil wir uns einfach mal volle Entspannung gegönnt haben. Im Herbst oder spätestens nächsten Frühling werde ich bestimmt wieder über den Dächern der Stadt sitzen, Pasteis de Nata, diese kleinen leckeren Puddingtörtchen essen und denken, dass das Leben einfach super ist!

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