„Man kann nicht gut denken, gut lieben, gut schlafen, wenn man nicht gut gegessen hat.“ Das wusste schon die viel zitierte Virginia Woolf, und mit diesen wahren Worten starte ich heute eine neue Serie auf uberding: Wir präsentieren euch von jetzt an einmal die Woche ein LieblingsDing, jeder von uns kommt mal an die Reihe, und ich darf heute anfangen. Und weil ich finde, das gutes Essen tatsächlich sehr, sehr glücklich machen kann, widme ich mich dabei genau diesem Thema.

What the hype: Chia-Samen in der Frühstücksschüssel

Wie schon so manchen davor habe ich auch diesen Hype lange belächelt. Erst als ich vor einer ganzen Weile bei einer Freundin tatsächlich das erste Mal Chia-Samen zum Frühstück vorgesetzt bekam, machte es klick: Obwohl die Konsistenz der aufgequollenen Samen durchaus gewöhnungsbedürftig ist und sie keinen süßlichen oder anderweitig attraktiven Eigengeschmack haben, war ich hin und weg. Die unfassbar gehaltreichen Samen haben nämlich eine unfassbar sättigende Wirkung, sodass ich erst eine stundenlange Autofahrt später wieder Hunger bekam! Das kann ich von meiner sonstigen Frühstücksgewohnheit (Porridge aus Haferflocken) ehrlich gesagt nicht unbedingt sagen.

Ein gehaltvolles Frühstück ist für mich der beste Start in den Tag – und mit einer ordentlichen Fruit Bowl, angereichert mit Chia-Samen und etwas selbst gemachtem Granola, ist meine Laune direkt auf dem Höhepunkt. Eigentlich bin ich ja ein bisschen die Moralapostel der Crew was eingeflogenes Obst, Discounter-Blumen und Mülltrennung angeht, aber als mich gestern beim Gemüseladen um die Ecke diese Erdbeeren angelacht haben konnte ich einfach nicht widerstehen. Toller Vorgeschmack auf die Erdbeerzeit! Ansonsten empfehle ich aber dringend auch Tiefkühl-Beeren!

Das Frühstück aus Chia-Samen und Tiefkühlbeeren hat gleich drei Vorteile: 1. Müsst ihr es schon am Abend vorher vorbereiten, sodass ihr morgens wertvolle Zeit spart – einfach am Abend vorher die Beeren aus der Tiefkühltruhe in eine Schüssel geben und bei Zimmertemperatur über Nacht auftauen lassen, sowie die Chia-Samen in einer ordentlichen Portion Wasser (alternativ auch toll: Hafer- oder Mandelmilch!) aufquellen lassen. Morgens nur noch anrichten, und los gehts! 2. Die tiefgefrorenen Beeren haben noch die volle Ladung Vitamine, da sie direkt nach der Ernste schockgefrostet werden! 3. Der Sättigungseffekt – glaubt mir, ihr werdet ihn lieben!

Bunt aber gesund: Pinkes Abendbrot mit roter Bete und Meerrettich

Eigentlich bin ich abends nach Feierabend ein echter Suppenkasper – im Idealfall gab es mittags im Büro einen reichhaltigen Salat, und abends brauche ich dann etwas Warmes. Vor lauter Vorfreude auf meinen Trip nach Beirut Ende der Woche (!) habe ich mich gestern aber schon mal mit einer kleinen Mezzeplatte vom arabischen Laden um die Ecke eingedeckt und gefüllte Weinblätter, Maqdus und gefüllte Paprika genascht. Dazu natürlich ein großer Schlag Hummus – und dann mein persönlicher Geheimtipp in Sachen Brotaufstrich: Der Zwergenwiese Streich mit roter Bete und Meerettich. Den auf dickes Fladenbrot geschmiert – der Himmel auf Erden, quasi der perfekte Vorgeschmack auf 24 Stunden im Libanon. Und gleichzeitig werde ich damit auch noch meinem Ruf als Pink-Lover gerecht…

Die vegetarischen Zwergenwiese-Brotaufstriche gibts eigentlich in jedem Reformhaus und in den meisten Bio-Supermärkten – auch noch in 21 anderen leckeren Sorten. Ich kann euch zum Beispiel den Curry-Streich oder Mango-Chili wärmstens ans Herz legen, den Sonnen-Tomate Streich benutze ich auch gerne mal um eine einfache Tomatensauce im Winter anzureichern… aber am geilsten kommt der Streich immer noch auf gutem altem Bauernbrot.

Nächste Woche kann dann Daniel weitermachen mit seinem LieblingsDing. Ich hoffe, er hat vorher gut gegessen, damit er es so richtig genießen kann.

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