Ich habe euch ja bereits letzten Herbst berichtet, dass ich mich entschieden habe (zumindest weitestgehend) vegan zu leben. Allerdings war ich da noch in New York, wo ein solcher Lifestyle keine besondere Herausforderung ist. Das Angebot ist immens, ob in Restaurants, Supermärkten oder allerlei Orten, wo man veganes Food to go bekommt. So ist die Ernährung dort trotz der Beschränkung auf pflanzliche Zutaten vielseitig und ausgewogen, so dass ich nichts vermisst und mich fit und gesund wie nie zuvor gefühlt habe.

Dann kam ich zurück nach Deutschland und habe über die Weihnachtstage einfach mal ohne Einschränkungen drauf los geschlemmt. Man will ja schließlich die Oma nicht dadurch unglücklich machen, dass man ihr essen nicht mehr isst. Und ich sage euch, es ist tatsächlich so, dass ein Großteil dieser Generation mit dem Thema vegan wirklich rein gar nichts anfangen kann. Erst letztes Wochenende hatte ich meine Oma am Telefon und sie meinte zu mir „ich würde dich ja gerne mal wieder zum Essen einladen, aber ich habe keine Ahnung, was ich für dich kochen könnte.“

Vegan leben in Deutschland

Und ganz ehrlich muss auch ich sagen, dass ich mir wirklich schwer tue, in Deutschland vegan zu leben. Nach dem großen Futtern zwischen Weihnachten und Neujahr habe ich die vegane Ernährung zwar wieder aufgenommen, doch ist mein Leben nicht mehr das, was es in NYC war. Viel zu oft bin ich planlos, was ich denn nun essen könnte – besonders, wenn es schnell gehen muss oder ich unterwegs bin. Sowas tolles wie Daluma gibt es in Stuttgart ja leider nicht. Viel zu oft esse ich die selben Dinge: Müsli mit Nussmilch zum Frühstück, Brot mit Avocado zum Lunch und Ofengemüse zum Abendessen. Da kommt schnell Langeweile auf und auch auf den Körper hat es so beim besten Willen nicht den Effekt, den ich mit erhoffte – schließlich habe ich mich aus rein gesundheitlichen Gründen entschieden, vegan zu leben.

Während auf der anderen Seite des Atlantik stets die Frage im Vordergrund stand, was ich denn nun essen möchte, geht es nun immer öfter darum, was ich denn essen kann beziehungsweise darf. Das ist ein absoluter Motivationskiller und so war ich in letzter Zeit weit weniger von meinem eigenen Lifestyle überzeugt, als noch vor gut drei Monaten.

Information ist alles

Der perfekte Zeitpunkt für ein Coaching also. Und genau das habe ich dank Becel bekommen – passend zum Produktlaunch von Becel Vital Vegan wurde ich ins Allgäu eingeladen, um dort eine Woche lang so richtig vegan zu leben und eben mehr Hintergründe zu lernen. Man kann schließlich auch so einiges falsch machen beim Versuch, gesünder zu leben! Absolutes Highlight der Woche, die ich mit Anna vom ultimativen Kochblog und Kathi von Pomme des Garcons verbrachte, war ein Koch-Coaching mit Jana Betzold von Bilou in München, die uns mit Charme und vor allem Ahnung zeigte, wie einfach eigentlich manche Gerichte sind, die kompliziert klingen und vor allem legendär gut aussehen.

Am Ende der Koch-Session standen dann ein Rote Beete Salat, Zitronenreis mit leckerem Tofu, veganes Süßkartoffelcurry und gebackenes Tempeh sowie ein traumhaftes Chutney auf dem Tisch und es schmeckte so gut, dass jede Diskussion über die Eintönigkeit von veganer Ernährung völlig unsinnig erschien.

Das große Learning: Wichtigste Grundvoraussetzung, um vegan zu leben, ist eine intensive Beschäftigung mit dem Thema. Eine derartige Umstellung sollte keinesfalls völlig planlos erfolgen, nur weil es eben gerade Trend ist. Vielmehr ist es eine Entscheidung für einen anderen Lifestyle, den man von A bis Z verstehen und verinnerlichen sollte. Ich bin nach der Kochstunde bei Jana auf jeden Fall wieder hochmotiviert, einzukaufen und mich in die Küche zu stellen, Variation in meine Ernährung zu bringen und meinem Körper so etwa wirklich gutes zu tun.

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