Der Mensch kann an vielen verschiedenen Orten den perfekten Urlaub erleben. Für Mia und Thies sind dafür Meer und Strand essenziell, Flo schwört auf Städtetouren und Roadtrips und mich kann man mit verschneiten Bergen wahnsinnig glücklich machen, mit viel Zeit zum Genießen unter blauem Himmel und mit dem Gefühl, dass ich mich einfach treiben lassen kann. So ungefähr einen Tag lang, vielleicht auch zwei. Dann möchte ich mich wieder bewegen, aktiv werden, ein Ziel vor Augen und im Idealfall mindestens einen guten Menschen zum Greifen nah.

Der ideale Urlaub wäre für mich also kein zehntägiger Strandurlaub, nicht mal, wenn dieser Strand blütenweiß und das Wasser türkisblau wäre. Ich bin auch nicht der Typ, der sich zwei Wochen lang mit Machete und Backpack durch den Urwald schlägt und danach „total erholt und voller Tatendrang“ an den Schreibtisch zurückkehrt. Ich brauche beides, oder zumindest das Wissen, dass ich beides haben kann, damit mich ein Ort so richtig verzaubert. So geschehen einmal mehr am Wochenende in Südtirol.

Meraner Land at its finest: Apfelblüte in Südtirol

Dass ich einmal wegen eines Naturereignisses eine bestimmte Reise antreten würde, hätte ich so auch nicht gedacht. Allein wegen des Indian Summers nach Kanada? Oder wegen der Kirschblüte nach Japan? Halte ich eigentlich für ziemlich spießig. So wie in meiner Teenie-Zeit vielleicht auch einige andere Sachen, die ich mittlerweile ziemlich geil finde und die dieses Wochenende gelinde gesagt zu einem ganz großartigen gemacht haben. Sechs-Gänge-Menüs. Guter Wein. Wandern. Aber von Anfang an.

Das ganze Frühjahr lang kann man in Südtirol Augenzeuge der übertrieben fotogenen und kitschig schönen Apfelblüte werden. Ich sage das mit keinerlei Sarkasmus in meiner Stimme, denn auch wenn ich aus Coolness-Gründen gerne so tun würde als ließe mich all diese Naturschönheit in Weiß und Blassrosa unberührt: Sie tut es nicht. Im Gegenteil. Ich stehe da auf diesem Berghang zwischen mich überragenden, völlig verrenkten Baumstämmen, die Sonne spielt Flutlichtschweinwerfer und ganz ehrlich: Ich möchte gerade nirgendwo anders sein, so wenig uncool und absolut umwerfen finde ich das.

Besonders schön kann man dieses Spektakel der Natur zum Beispiel im Meraner Land und den Wiesen rund um Dorf Tirol beobachten. Wir durften zwei Nächte im Ansitz Golserhof verbringen und hatten vom Infinity Pool auf der Terrasse aus den perfekten Blick auf das von weißen Blüten übersähte Meraner Tal, auf die hauseigenen Apfelgärten, die von Papa Hermann bewirtschaftet werden (wusstet ihr, dass Südtirol das größte Apfelanbaugebiet Europas ist?) – und in die andere Richtung auf das Restaurant. Was nicht weniger relevant ist, denn Essen (das sollte mittlerweile bekannt sein) ist eins der Topargumente für Südtirol. So auch hier.

Hotel Ansitz Golserhof: Die Verkörperung der Vitalpina Hotels

Der Ansitz Golserhof war ursprünglich – daher auch der Name – ein Gutshof. Und auch heute gehören noch einige Apfelwiesen zum Anwesen, die Grundmauern stehen seit dem zwölften Jahrhundert. Vor 62 Jahren begann die Oma des Hauses mit der Vermietung von Gästezimmern – und das Hotel wuchs heute auf 30 Zimmer mit 55 Betten an. Enkelin Hiltrud übernahm das Haus vor einigen Jahren – und führt es seitdem und nach einigen Umbauarbeiten mit Lebensgefährte Patrick unter dem Dach der Vitalpina Hotels weiter. Mittlerweile hat sich der Golserhof zum 4 Sterne Superior Hotel gemausert, und die drei Säulen der Vitalpina Hotels werden hier perfekt umgesetzt:

Bei einer so herzlichen Begrüßung kann man sich nur wohlfühlen, Wellness- und Fitnessangebot erfüllen mit Pilates & Co alle Wünsche und wer es noch aktiver mag, kann direkt vom Haus aus verschiedenste Wanderrouten wie zum Beispiel den Apfelweg erreichen. Fünf E-Bikes trösten in den Folgetagen über Muskelkater oder schmerzende Füße hinweg und tragen in wenigen Minuten ins Dorf Tirol oder auch bis nach Meran – und hatte ich das Essen erwähnt? Neben einer hervorragenden Weinkarte und tollen Menüs freue ich mich an unserem zweiten Abend über ein fast schon perverses Käsebuffet mit 42 Sorten aus Südtirol und dem restlichen Italien.

„Unsere Gäste sind hauptsächlich Genusswanderer“, erzählt Gastgeber Patrick Mair über einem Espresso auf der Sonnenterrasse, „und so machen wir auch unsere Touren: Nichts Extremes. Man muss die Leute heutzutage ja eher erstmal runterbringen. Früher kamen die hier an und waren schon total eingelaufen, heute kommen sie direkt von der Arbeit und müssen dringend abschalten. Und da sind gerade unsere Wellness- und Aktivprogramme mit dem Vitalpina Durchatmen optimal.“

Wer sich abends selbst rund wie ein Käserad ins Bett gerollt hat, sollte am nächsten Morgen aber die Pilatesmatte links liegen lassen und stattdessen die Wanderschuhe schnüren. Gesagt, getan: Mit einem klaren Ziel vor Augen starten wir zunächst auf den Apfelweg, dann am Schloss Tirol vorbei und los in Richtung Vellau.

Auf dem Wanderweg 26 von Dorf Tirol bis nach Rabland

Und damit kommen wir zu dem Teil, den ich vorhin mit „spießig“ meinte. Wandern. Ich zählte nie zu den Kindern, die in jungen Jahren zu mehrtägigen Wanderurlaub in Südtirol oder der Sächsischen Schweiz verdonnert wurden – aber trotzdem haftete diesem Wort bis vor wenigen Jahren so viel Staub an wie sonst nur meiner Schultüte. Und heute? Heute trotte ich genüsslich ellenlange Waalwege entlang, kracksele völlig begeistert steile, wurzeldurchwucherte Waldwege hoch und stehe am Ende freudestrahlend und nassgeschwitzt am Berggipfel. Und warum?

Drei Gründe, warum Wandern nichts mit Spießertum zu tun hat:

1. Sport mit Aussicht: Während quasi nebenbei Bauch, Beine und Po trainiert werden, die Waden ihre persönlichen Höchstleistungen erzielen und der Rücken die Abstinenz des Bürostuhls feiert, genießen unsere Augen vor allem eins: Weite. Ruhe. Und Gänsehautmomente. Wenn mein Blick dieses Wochenende zum Beispiel über das Etschtal schweifte, wusste ich einmal mehr warum ich Europa so sehr liebe. Und die Berge.
2. Stundenlanges Abschalten: Wir machen ja viel in so einem Urlaub, um von unseren Alltagsroutinen abzuweichen – Tauchen, Yoga, mal hier eine halbe Stunde, mal da fünfundvierzig Minuten. Aber nichts so richtig lange. Schon ein paar Stunden Digital Detox kommen uns vor wie der totale Entzug, wenn wir sie auf der Strandliege verbringen. Wirklich abschalten kann ich persönlich am besten, wenn ich stundenlang durch Gras und Grün stampfe – ohne Gedankenkarussell, ohne To Do Liste, ohne blau leuchtende Whatsapp-Häkchen.
3. Das Adrenalin danach: Wer weiß, wie man sich nach dem Erreichen einer neuen Bestzeit auf der Sonntagslaufstrecke fühlt, nach einem gelungenen Auftritt trotz massivem Lampenfieber oder nach der perfekten Präsentation vor dem Chef, der kann sich vorstellen wie ich mich fühle wenn ich – obwohl ich auf der Hälfte des Weges alles und jeden verfluche, der meine Weg oder auch nur meine Gedanken kreuzt, und es stellenweise für absolut unmöglich halte weiterzulaufen – den Gipfel erreicht habe, ins Tal schaue und mir im Wirtshaus eine Apfelschorle, einen Kaiserschmarren oder, ich gebs ja zu, am Abend auch gerne mal einen Schnaps bestelle: Unbesiegbar. Meet Wonderwoman!

Ab diesem Punkt geht es nur noch bergab, aber im besten Sinne – der Weg zurück ins Tal ist fast schon erholsam. Und dann liegt es vor uns, das Ziel unserer Wanderung: Das Design Hotel Tyrol mit seinem türkis glitzernden Pool nebst Jacuzzi vor den Apfelgärten und dem Alpenpanorama. Ein Hotel genau nach meinem Geschmack, genau so, wie ich es mir selbst einrichten würde, mit absolutem Pornopanorama und Designereinrichtung ohne jeden Proll.

Lifestyle zwischen Apfelbäumen: Das Design Hotel Tyrol

Wer nach einem langen Tag auf den Beinen barfuß durch den saftigen Hotelgarten streift, kann schon mal kurz ungläubig mit dem Kopf schütteln: Wie gut, dass Boris und Susanne vor knapp zwei Jahren den Mumm hatten, das gut laufende Sporthotel seiner Eltern komplett zu renovieren und zum Design Hotel Tyrol zu machen. Wie gut auch, dass sie mehr als genug Liegen zum Nichtstun neben den Pool gestellt haben, dass ich hier lässig die schlichte Steintreppe neben der durchgestylten Bar hochschlendern und meine müden Beine von erfahrenen Wellnesshänden massieren lassen kann. Dass danach ein leckerer Smoothie auf mich wartet – oder wenig später das leichte, regionaltypische Abendmenü.

Das ist übrigens typisch Vitalpina Hotels, ebenso wie die geführten Wandertouren, die vielfältigen (Outdoor-)Sportangebote und das umfassende Wellnessprogramm – und die stressfreie, unkomplizierte Verknüpfung von alldem. Womit wir wieder da wären, wo diese Reise angefangen hat: Meinen Ansprüchen an den perfekten Urlaub. Aktives Nichtstun vom Allerfeinsten.


Vielen Dank für die bedingungslose Einladung an die Vitalpina Hotels Südtirol!

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