Reisen auf die Malediven, nach Bali oder auch in die USA sind natürlich meist legendär – doch manchmal muss man gar nicht allzu weit in die Ferne schweifen, um ein bisschen Urlaubsfeeling zu bekommen. Wie auch bei Thies und Mia, die vor einigen Wochen wieder einmal in Südtirol waren, habe ich mir mal das nähere Umfeld etwas genauer vorgeknöpft. Viele schöne Dinge liegen schließlich direkt vor der Tür und da ich ohnehin für einen veganen Trip ins Allgäu wollte, habe ich das als Anlass genommen, mal ein bisschen durch gewohnte und ungewohnte Gegenden zu cruisen.

Roadtrip-Stimmung auch bei Timberland

Parallel dazu war Sänger Chima mit Timberland im Norden Deutschlands unterwegs, um zum einen zu zeigen, dass unser Land unglaublich viele schöne Seiten hat, auch wenn man das manchmal fast vergisst und zum anderen zu beweisen, dass Man(n) für einen zweitägigen Roadtrip nicht mehr braucht, als in eine einzige Tasche passt – solange es nur das richtige Gepäck ist. So brach er auf in einem umgebauten VW California, um von der Hamburger Schanze bis nach St. Peter Ording ans Meer zu fahren. Mehr zu seiner Reise erfahrt ihr hier im Video und mit Hilfe der Hashtags #2days1bag und #inmyelement:

Richtig packen: Roadtrip-Essentials

Natürlich hat man bei einem Roadtrip ein Auto dabei – in meinem Fall den VW Golf R als Cabrio – und ist in Sachen Gepäck daher theoretisch nicht ganz so limitiert. Da man aber häufig täglich den Ort wechselt und keine Lust hat, ständig das Auto aus- und wieder einzuladen, bietet es sich an, wie auch bei Chima das Gepäck trotzdem einzuschränken. Wichtigste Basics dafür: Ordentliche, feste Stiefel, die von Kalifornien bis zum Schwarzwald zu jeder Gelegenheit passen und zur Not auch Monate auf der Straße überleben würden, warme, kuschelige Kleidung, falls man doch mal eine Nacht im Auto verbringen möchte und natürlich allerlei Gadgets, ordentlich Verpflegung und eine Kamera, um die Erlebnisse festzuhalten. Alles dann in einem handlichen Weekender verstaut und die Reise kann losgehen! In meinem Fall durften auch eine warme Jacke, ein Schal und meine Sonnenbrille nicht fehlen, schließlich ist es auch bei Sonnenschein eine heikle Angelegenheit, im März offen Cabrio zu fahren.

Die Route: Alles dabei

Obwohl ich insgesamt nur gute 1500 Kilometer zurückgelegt habe, konnte ich so ziemlich jede Umgebung erleben, die es in unseren Breitengrade gibt. Vom Stadtverkehr in München, Stuttgart und Freiburg über die Berge des Schwarzwaldes und die Alpen im Allgäu bis zu purem Riviera-Feeling am Bodensee und Starnberger See war alles dabei. So durfte der 265 PS Golf in unterschiedlichsten Situationen zeigen, was der 2 Liter Turbomotor zu leisten vermag, von puren Geschwindigkeitsorgien auf der Autobahn bis hin zu Rallye-artigen Kurvenfahrten im Allgäu. Kaum kam die Sonne raus, habe ich per Knopfdruck das Dach geöffnet, den Windschott hinter die Sitze gebaut und mir die Stirn gebräunt.

Im Vergleich zum Golf GTI Cabrio, mit dem ich bereits vor einem guten Jahr die Vogesen im Elsass unsicher gemacht habe, fiel mehr neben der Mehrleistung von 55 PS vor allem der deutlich kernigere, bösere Sound auf, der beim Golf R wirklich gelungen ist und vor allem beim Schalten und unter Volllast im Tunnel jedem Kerl ein Grinsen ins Gesicht zaubert. Was ich auf jeden Fall wieder einmal gemerkt habe: Ich liebe es einfach, stundenlang Auto zu fahren, die Landschaft vor mir, einen Iced Coffee neben mir. Da reicht schon ein Roadtrip durch Süddeutschland, das macht mir einfach Spaß!

Doch nur im Auto vergammle ich dann trotz bequemer Ledersitze auch nicht. Mir ist es immer wichtig, Orte aktiv zu erleben. Ob das eine Wanderung in den Grand Canyon ist oder um einen der Seen im Allgäu, man lernt eine Gegend doch erst wirklich kennen, wenn man die Stiefel schnürt und auch mal losmarschiert. Ich freue mich auf jeden Fall schon wieder darauf, das nächste Mal zu sagen „I’m on the road!“.

 

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