Als gebürtiger Freiburger bin ich natürlich schon unzählige Male im Europa-Park gewesen und dementsprechend steht dieser eigentlich nicht mehr auf meiner To Do List, zumal dort unzählige andere Dinge zu finden sind. Als ich dann neulich aber eine Einladung in den Park bekam, war ich trotzdem sofort Feuer und Flamme und kehrte so an den Ort zurück, wo ich einst mit Schulfreunden versuchte, interne Rekorde aufzustellen im Achterbahnfahren.

Der Grund: Unser jüngster Besuch hatte mit dem üblichen Trubel im Freizeitpark wenig zu tun. Vielmehr begann der Spaß schon weit entfernt vom Park in Stuttgart-Möhringen, denn es war das Team von Mercedes-Benz, das mich eingeladen hatte. Auf der Piazza inmitten des riesigen Bürokomplexes in Möhringen wartete purer Carporn auf mich sowie weitere Blogger und Fotografen. Seht selbst:

Kurz-Roadtrip im Mercedes-Benz SL400

Knapp 200 Kilometer sind es von Stuttgart zum Europa-Park und diese galt es im bereitgestellten Fuhrpark zurückzulegen. Mit Thom von GT Spirit, meinem absoluten Favoriten unter den Autoblogs, sprang ich also bei strahlendem süddeutschen Sonnenschein in den SL400 , wir öffneten das Dach und los ging der kurze Roadtrip.

Zu unrecht hatte ich den SL400 vor dem Start der Reise als den „schwachen“ SL betrachtet. Der Biturbo V6 lieferte uns Leistung satt und brachte auf der guten alten deutschen Autobahn unglaublich viel Spaß mit sich. Der Sound: absolut genial, ein sportlich sattes V6 Dröhnen, besonders im Sportmodus ein absoluter Spaßgarant. Unterwegs tauchte dann ein Audi RS5 vor uns auf (V8 mit 450 PS) und das darauffolgende Speed-Battle ging relativ unentschieden aus, jenseits der 250 Km/h, wo der SL eigentlich abgeregelt ist.

Besonders auffällig dabei: Die brilliante Verarbeitung und Technik des Mercedes-Benz SL sorgen dafür, dass selbst bei derartigen Geschwindigkeiten locker offen gefahren werden kann, ohne dass im Innenraum allzu viel davon zu spüren ist. Die Anlage im Auto übertönt problemlos und mit brillantem Klang das Rauschen des Fahrtwindes und so kann man entspannt mit 200+ Sachen dahingleiten, feinen uberTunes lauschen und sich die Sonne auf den Kopf scheinen lassen.

Spaß im Unimog

Moment, redet der da gerade wirklich vom Unimog, diesem Nutzfahrzeug?? Ja, diese Frage kann man sich durchaus stellen. Und klar, optisch besitzt der Unimog keine großen Lifestyle-Qualitäten. Aber nach einer Mitfahrt, die wir im Rahmen eines Zwischenstopps am Unimog Museum unternehmen durften, wollte ich dem Arbeitstier von Daimler trotzdem einen Absatz widmen. Er ist nämlich ein brutales Teil, meistert unglaubliche Offroad-Hindernisse, bei denen alle normalen Autos auseinanderbrechen würden und kann mal so nebenbei Berge bezwingen, für die man zu Fuß fast schon Steigeisen bräuchte. Und an einem solchen Hang anfahren und wieder stehenbleiben, das kann er auch noch. Der Ausritt im Unimog stellte so die spätere Achterbahnfahrt im Europa-Park beinahe in den Schatten – schaut also mal rein ins Unimog-Museum in Gaggenau.

Nachts im Europa-Park

Okay, jetzt wird er völlig verrückt! Eben noch im Unimog unterwegs und jetzt auch noch nachts im Europa-Park. Aber so war es nun einmal. Gemeinsam mit Thom und meinem Bruder Simon war ich nach der Schließung des Parks bis spät in die Nacht hinein auf dem Gelände. Unsere Spielzeuge zum Shooten: Ein G63 AMG und ein S500 Coupé – zwei absolute Traumautos! Und auch abseits der Fotos hatten wir mächtig Spaß! In einem SUV mit 544 PS oder dem wohl schönsten Coupé überhaupt durch die einzelnen „Länder“ zu cruisen und dabei Drake ganz laut aufzudrehen, dort wo sonst die Besuchermassen sich mit Popcorn & Co. vergnügen, das kann schon was!

Alle Fotos im Park: Simon Razu

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