Diese Woche lud Jaguar und Land Rover zum Media Drive in die Lüneburger Heide. Zu so einem Termin lässt man sich, soweit es sich um solche Traumwägen handelt, nicht zwei mal bitten. Jaguar zählte bei mir stehts zu den Premiummarken schlechthin, nicht nur Dank des britischen Charmes, den die Marke seit Anbeginn meiner Wahrnehmung für Fahrzeuge versprühte. Auch wenn ich in der Motorstadt am Neckar aufgewachsen bin, waren es doch schon als Kind immer die Momente im Straßenverkehr, die meine volle Aufmerksamkeit in Anspruch nahmen, wenn eine dieser Katzen in mein Blickfeld trat.

Land Rover bereits ein Freund der Familie

Mit Land Rover hatte ich die vergangenen Jahre als Fahrer eines Defenders auf Geschäftswegen bereits meine ganz persönlichen und ausführlichen Erfahrungen machen können. Auch bei unserem kürzlichen Family-Trip nach Südtirol, bei welchem sich der Land Rover Discovery als ausgezeichnete Familienkutsche erwies, war mir die Marke in positiver Erinnerung geblieben und so konnte ich mich nur schwer festlegen, auf welche der beiden Marken ich mich nun mehr freuen würde.

Ich glotz TV im Jaguar XJ

Glücklicherweise kamen wir in den Genuss, beide Marken und alle neuen Modelle zu fahren. Schon bei unserer Ankunft in Hamburg wurden wir mit der brandneuen Limousine, dem Jaguar XJ, vom Flughafen abgeholt. Wenn man von „mobile Wellness“ bei einem Auto sprechen kann, dann trifft dies hier wohl nur zu gut zu.

Der geräumige und äußerst wertig ausgestattet Innenraum erwartete uns mit Rücksitzen, die sich in alle Himmelsrichtungen verstellen ließen – on top mit einer integrierte Massagefunktion! Volle Punktzahl schon gleich am Anfang abgeräumt. Die etwa einstündige Fahrt zum Hotelgut Barrenhagen durften Mia und ich uns dann noch mit etwas RTL Soaps vertreiben. Live TV im Auto? OK! Fan!

Mia verliebt sich in ein Kätzchen

Im Hotel angekommen, köstlich gespeist und bestens gebettet, ging es am Tag drauf nach einer einstündigen Pressekonferenz, dann endlich los. Mia hatte sich ihr Fahrzeug bereits im Vorfeld auf dem Parkplatz ausgesucht und direkt vorgemerkt. Good Girl!

Der Jaguar F Type in silber sollte unsere Jungfernfahrt am Steuer in einem Jaguar besiegeln und so ging es herzklopfend und mit röhrendem Motor zur ADAC Teststrecke, die an diesem Morgen als erstes Ziel unserer Tagesetappe auf dem Plan stand.

In Summe weit über 1000PS

Auf der ADAC Teststrecke konnten wir dann die fauchenden Katzen aus dem Sack lassen und neben dem Jaguar F Type auch den brandneuen Jaguar XF an seine Grenzen bringen. Zumindest versuchte ich hier mein Bestes, diese zu erreichen.

Nach kurzer Einweisung der Instruktoren hieß es dann im Gaspedal-Bodenblech-Vollkontakt über die kurvenreiche Strecke zu heizen. Hier kamen wir dann auch in den Genuss, als eines der 3 Testfahrzeuge auf der Strecke, den Range Rover Sport SVR mit satten 550PS zu fahren. Für einen SUV sind 4,7 Sekunden von 0 auf 100  eine sehr beachtliche Leistung. Ein wahres Biest neben den Katzen.

Fahrprüfung bestanden

Nachdem wir die Bodenhaftung in Kurvenlagen ausreichend getestet hatten und Mia bereits nach den ersten Runden kreidebleich das Fahrzeug verlassen hatte, machte ich mich dran, die spiegelglatte und bewässerte Teststrecke ranzunehmen und die Fahrzeuge hier zum ausbrechen zu bringen. Die röhrenden Autos dann jeweils wieder in die Spur zu bekommen war Ziel der Aufgabe, welche sich mit etwas Geschick und hohem Spaßfaktor durchaus meisten ließ.

Mit den Katzen Gassi gehen

Da wir bereits angekündigt hatten, dass wir gerne noch das ein oder andere Foto mit dem Jaguar F Type schießen wollten, lösten wir uns vorab von der Gruppe und machten uns auf den Rückweg Richtung Hotel um in der wunderschönen Lüneburger Heide nach der ein oder anderen Shooting Location Ausschau zu halten.

Nach der Mittags-Schlemmerei stand dann die zweite Hälfte des Tagesprogramms an. 130 KM Straßenerlebnis im Jaguar XE. Die erste Hälfte mit einer durchaus beachtlichem 180PS Dieselvariante, mit welcher wir gemütlich aber dennoch spritzig die Teilstrecke abfuhren und die letzten Sonnenstrahlen des Tages mit unserer Kamera am ein und anderen Zwischenstopp einfingen.

Nach der Hälfte der Strecke hieß es dann Fahrzeugwechsel und zurück zum leistungsstarken 340 PS des Benziner XE-S3.0. Den Parkplatz mit einem leichten Drift auf der mittlerweile regennassen Straße verlassend, folgte innerhalb weniger Sekunden ein breiten Grinsen. Selbst bei Mia, die fest gepresst im Sitz neben mir saß.

Sehr gut haben uns neben dem schönen Interior und den übersichtlich angebrachten, leicht verständlichen Instrumenten der kleinen Limousine die unterschiedlichen Fahrmodis gefallen, die wir bei der regennasser Fahrbahn gleich mal ausprobierten und deren Effizienz umgehen zu spüren bekamen.

Mit einem Einstiegspreis von 36.500 € bietet Jaguar hier ein durchaus erschwingliches Mittelklassenfahrzeug mit hohem Premiumfaktor an.

Es bleiben Traumautos

Mein absoluter Favorit des Tages war das Jaguar F Type R AWD Coupé. Der auch im Land Rover Sport SVR verbaute V8 Motor mit 550PS wirkt sich aufgrund des wesentlich geringeren Gewichtes, welches mitunter durch den hohen Aluminiumanteil in der Karosserie zustande kommt, nochmals wesentlich bissiger auf das Fahrverhalten aus.

Ich bin in meinem Leben schon das ein oder andere schöne Fahrzeug gefahren, aber dieser Tag topte mit den Katzen und dem Rover alle bisherigen Fahrerlebnisse um Längen. Mia und ich waren uns schnell einig, dass es gerne für den Familien Fuhrpark der spritzige Land Rover Sport, sowie für mich als Spielzeug der F Type sein dürften. Kurz Kontostand gecheckt und Idee verworfen.

Es bleiben also nach wie vor Traumautos.

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