Das erste, was ich morgens mache, nachdem der Wecker klingelt? Ich nehme das Handy und fange noch völlig verschlafen an, erstmal alle Social Channels zu checken: Facebook, Instagram, Whatsapp, E-Mails und wo eben noch eine kleine rote Zahl verrät, dass eine Nachricht auf mich wartet. Wer hat mir geschrieben, wer hat meinen Status kommentiert, wie viele Likes hat mein neuester Schnappschuss über Nacht bekommen? Und über Nacht bedeutet dabei, seit ich das Licht ausgeschaltet habe am Abend zuvor. Denn mein Smartphone ist nicht nur morgens erste Priorität, sondern auch abends die letzte.

Was bedeutet Burnout in der Generation Web 2.0

Ein klassischer Burnout ist noch logisch: Wer quasi jederzeit im Büro ist, nur wenige Stunden jede Nacht zum Schlafen nach Hause kommt und eben immer nur Arbeit Arbeit Arbeit im Leben hat, der ist irgendwann psychisch und physisch am Ende. Aber wie ist das nun, wenn der Job irgendwie mit dem Privatleben verknüpft ist und Hobbies und Arbeit völlig verschwimmen? Wir Blogger vermitteln ja für viele den Eindruck, unser Leben wäre eine Art ewiger Urlaub, in dem ein Höhepunkt den anderen jagt.

Dass dem so nicht ist, sollte mittlerweile jedem klar sein. Dass ein derartiges Leben im Web 2.0 schnell Stress und Druck bedeuten kann, daran denken viele trotzdem nicht. Und hey, wir haben uns dieses Leben so ausgesucht und sind ausgesprochen glücklich damit. Wir lieben es, unterwegs zu sein, immer alles zu teilen und damit manche Dinge auf völlig andere Weise zu erleben, als „normale“ Reisende. Wir machen das gerne und gerade Mia hat während ihres Digital Detox auf den Malediven bemerkt, dass sie sich ganz leer fühlt ohne all das. So, als würde man einen aktiven Sportler in einen kleinen Raum sperren.

Digital Detox – soll ich es wagen?

Schon während Mia’s Experiment habe ich selbst über das Thema Digital Detox nachgedacht. Nun wurde ich wieder mit dem Thema konfrontiert. Gin Mare ruft nämlich dazu auf, mal für 72 Stunden aufs Handy zu verzichten, „Daycare for mobile phones“ wird das ganze genannt. Die Idee: Das Smartphone abgeben und das echt Leben genießen.

Genau das sollte ich eigentlich mal tun, aus zwei Gründen: Die Bachelorthesis will endlich geschrieben werden, da täte es sicherlich gut, 3 Tage lang ganz ohne Ablenkungen aus dem Social Web zu arbeiten. Und zum anderen könnte auch das Thema reales Sozialleben immer etwas besser sein. „Disconnect to connect with life“ heißt es auf der Digital Detox Page von Mare Gin und irgendwie finde ich die Idee super. Mehr Gin Tonics mit Freunden, weniger Handy. Muss mir schließlich eh so oft anhören, dass ich ständig am Phone hänge…

Aber würde ich das dann wirklich durchhalten? Oder würde es mir gehen wie Mia? Würde ich es überhaupt schaffen, das Handy nicht doch nach ein paar Stunden Abstinenz wieder anzumachen? Mare Gin hätte dafür auf jeden Fall die passende Lösung: eine Box, in der das Handy verstaut wird. Bescheißen unmöglich also.

Na, macht ihr mit?

Es gibt da nämlich noch einen Anreiz: Mare Gin will uns so richtig motivieren, mal auf Digital zu pfeifen und echt was für uns zu tun. Und so können einige happy Detoxers, die beim Projekt mitmachen, direkt noch eine Reise in die Villa Mare nach Ibiza gewinnen. Dort wird das Handy dann in der ersten Smartphone Kita ever abgegeben und die Prioritäten heißen: Sonne, Sand und gute Drinks. Woah, klingt eigentlich sau gut! Und irgendwie hatte ich letztes Jahr während des USA-Roadtrips teilweise auch schon Digital Detox durchgezogen – weil es irgendwo in der amerikanischen Pampa schlicht und einfach kein Strom und kein Wifi gab. Wie das war? Geil irgendwie, weil ich alles andere viel mehr genießen konnte. Aber auch doch wieder doof, weil ich halt immer ein bisschen drauf gewartet habe, wieder Netz oder WLAN zu finden.

An der Challenge von Gin Mare teilnehmen könnt ihr hier. Ich trinke dann jetzt auf jeden Fall erstmal einen, Alkohol ist schließlich der älteste social Connector überhaupt! Und wer nicht glaubt, dass Smartphones Daycare benötigen, dem empfehle ich das folgende Video:

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