Ich liebe Roadtrips, das wisst ihr ja bestimmt alle schon. Die Freiheit auf der Straße, die Vibes im Auto und allein schon der Mythos Roadtrip an sich machen das immer wieder zu einer großen Sache. Ob nun in Kalifornien, New England, Irland oder quer durch Europa: Die ein oder andere Sache lernt man bei solch einmaligen Erlebnissen und deshalb möchte ich heute ein paar Roadtrip-Tipps mit euch teilen.

1. Wähle deine Travel-Buddies mit Bedacht

Ich habe zwar ehrlich gesagt glücklicherweise noch nie schlechte Erfahrungen gemacht. Aber dennoch halte ich diese Wahl für extrem wichtig. Wer auch immer da neben dir sitzt, wird das für eine ziemlich lange Zeit tun. Ihr werdet euch gemeinsam verfahren, eventuelle eine Panne haben, oder einfach ganz viel miteinander singen. Denn Fuck Yeah, Caraoke ist das beste überhaupt, funktioniert aber nur, wenn sich alle im Auto voll gehen lassen!

2. Musik einpacken

Klingt vielleicht ein bisschen blöd. Aber gerade zu Zeiten von Musik-Streaming ist es wichtig, im Vorfeld der Reise die Musik-Speicher aufzufüllen. Kein Internet im Ausland oder kein Netz und schon muss man sich auf das konzentrieren, was man gerade offline auf dem Handy verfügbar hat – in meinem Fall nicht besonders viel. Wichtig: Packt nicht nur eure Standard-Lieblingstracks auf das Phone, sondern auch allerlei verrückten Kram. Backstreet Boys, Britney Spears… Ihr wisst schon! Und beim letzten Roadtrip war es in einem ganz besonderen Moment außerdem von großem Vorteil, den epischen Star Wars Soundtrack in Petto zu haben!

3. Zwischenziele einplanen (und einhalten)

Ja, Roadtrips bedeuten Freiheit. Möchte man jedoch innerhalb einer gewissen Zeit an einem Fernziel ankommen, so sollte man unbedingt auch kleine Zwischenziele einplanen und sicherstellen, diese gemäß der Planung zu erreichen. Es gibt immer diese Momente, in denen man am liebsten an einem Ort bleiben würde. Das war damals im Napa Valley so oder neulich in Helsinki. Aber man muss dann einfach weiter, sonst wird das alles nix. Und eines ist sicher: Das nächste Traumziel folgt!

4. Vorher informieren

Auch hier gilt: Klar ist es cool, die Welt ohne zu viel Planung zu entdecken. Doch so ganz ohne ist das auch doof, dann fährt man schnell mal an einem tollen Zwischenziel vorbei. Also: Den ein oder andern Reiseführer wälzen, mal durchs Netz googlen und vor allem auch Instagram checken – dort findet man oft super coole Orte (und Fotomotive)!

5. Gut essen

Roadtrips verleiten zu Junk Food. Hier mal eben Burger vom DriveIn, da mal eben einen Hotdog von der Tanke. Dazu haufenweise Snickers, Energy Drinks und was man eben sonst so kennt. Mit der Zeit findet der Körper das aber super uncool, das habe ich nach 10 tagen Roadtrip ans Nordkap gemerkt. Dann besteht der halbe Körper aus Zucker, sonst ist da aber nicht viel. Also: Bei jeder Gelegenheit etwas gescheites essen. Obst, Gemüse oder zumindest lokale Spezialitäten statt 0815 Fast Food. Man möchte ja schließlich auch in jeder Hinsicht etwas entdecken

6. Mobiles Internet

What, da redet er von der Freiheit auf Roadtrips und jetzt kommt er mit mobilem Internet? Ja, wir Blogger sind manchmal crazy. Aber am schönsten sind tolle Trips doch, wenn wir sie mit Freunden zu Hause teilen können, über Instagram, Snapchat oder persönliche Messages. Reisen heißt zwar loslassen, so ganz ohne Kontakt zur Außenwelt wäre das für die meisten dann aber doch nix mehr. Deshalb: Im Vorfeld informieren, welche Lösungen es gibt. Die Jungs von #thepluses3 haben zum Beispiel eine SIM-Karte aus UK entdeckt, mit der man in ganz Europa zu einem guten Tarif surfen kann.

7. Die Regeln checken (und beachten)

Eigentlich eine ganz normale Sache, wenn man in einem fremden Land Auto fährt: Abchecken, wie schnell man fahren darf und was sonst so erlaubt ist. Bei einem Roadtrip, auf dem man zig Länder durchquert, kann man da aber mal ein bisschen nachlässig werden – was dann unter Umständen hart bestraft wird. Nach mehreren Tagen ohne nennenswerte Zwischenfälle wurde ich auf dem Weg zum Nordkap zum Beispiel von den netten Herren Polizisten in Estland erwischt. Aus einem entgegenkommenden Zivil-Auto filmten sie mich und checkten meine Geschwindigkeit per Radar. 118 statt 90 Km/H. Kostenpunkt: 216€. Das tut weh!

8. Waze nutzen

Eine einfache App schafft es in meine Liste der Roadtrip Tipps, Wahnsinn! Gut, um sie zu nutzen, müsst ihr Punkt 6 beachten. Ist mobiles Internet vorhanden, dann kann Waze aber unfassbar viel Frust verhindern – und sogar für absolute AHA-Erlebnisse sorgen. Statt stundenlangen Staus auf der Autobahn wird man dann schonmal über idyllische Landstraßen geführt, landet sozusagen ganz zufällig auf der Scenic Route!

9. Tolle Strecken wählen

Auch wenn das so die klassische filmreife Idee eines Roadtrips ist: Es muss nicht immer vor der eigenen Haustür losgehen. Einfach losfliegen, vor Ort in einen Mietwagen steigen und losfahren. So werde ich das zum Beispiel auch diesen September wieder machen. Ab nach L.A. und dann mit dem Auto dort schön durch Kalifornien cruisen. Freue mich jetzt schon wie Bolle und werde meine eigenen Roadtrip-Tipps natürlich beachten!

10. Jede Sekunde genießen

Auf einem Roadtrip kommt immer irgendwann der Moment, an dem man einfach nur noch am nächsten Zwischenziel ankommen möchte, keine Lust mehr hat auf stundenlange Fahrerei oder einfach gern am nächsten See liegen würde. Aber dann sollte man sich ins Gedächtnis rufen, was man da gerade eigentlich cooles erlebt und dass es bei einem Roadtrip eben um den Weg geht, weniger um das Ziel. Bei #MBPolarSun zum Beispiel habe ich als Beifahrer nie geschlafen, weil ich zu viel Angst hatte, draußen etwas zu verpassen – die nächste Rentierherde oder was auch immer.

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