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Thailand hat schon für diverse Hollywood- und internationale Filmproduktionen als Location gedient. Dazu gehören Filme wie The Beach, zwei James Bond Filme – The Man With The Golden Gun und Tomorrow Never Dies, Good Morning Vietnam, American Gangster, und noch viele mehr. Zuletzt wurde hier der zweite Teil des deutschen Kassenschlagers Fack Ju Göhte gedreht – unter anderem in der Provinz Krabi.

Krabi Stadt ist die Hauptstadt der Provinz Krabi und unterscheidet sich grundlegend von Bangkok. Es ist wesentlich dünner besiedelt: 2014 lebten in der Provinz Krabi nur 456,811 Menschen – in Bangkok und Umgebung waren es mehr als 14 Millionen. Als ich in Krabi ankam fühlte ich mich, als hätte man mich irgendwo in der Karibik ausgesetzt. Die Menschen in Krabi scheinen sich langsamer zu bewegen, sie haben dunklere Haut und kleiden sich in entspannter Insel-Manier. Da Krabi recht nah an Malaysia liegt, gibt es hier einen schönne Mix aus verschiedenen Kulturen und Wurzeln; während in Bangkok vor allem Thais und Chinesen leben. Jacky, mein Tour Guide, war zum Beispiel halb Thai und halb Inder.

Das Tubkaak Boutique Resort

Das Personal war das erste was mir auffiel, als ich im Tubkaak ankam. Alle Mitarbeiter waren freundlich, professionell und super angenehm; sie waren nochmal wesentlich entspannter als schon das Personal in meinem Hotel in Bangkok. Jeder Raum im Tubkaak Boutique Resort und Spa ist individuell eingerichtet und man kann zwischen verschiedenen Optionen wählen – vom Deluxe Room, einer Two-Bedroom Cupcake Suite bis hin zu diversen anderen Zimmertypen. Schön finde ich, dass bis auf den indischen Yoga-Lehrer das gesamte Personal aus Thailand stammt.

Es gibt in Krabi nicht viel Industrie und so ist es wichtig, die Locals im Tourismus zu beschäftigen. Apropos Yoga: Jeden Tag außer Sonntag gibt es im Tubkaak morgens eine kostenlose Yoga-Stunde am Strand. Und dieser Strand… Zu sagen, dass das Gelände des Resorts wunderschön ist, wäre noch vollkommen untertrieben. Mein Zimmer war eine Premier Pool Villa und es hat sich angefühlt, als würde ich in einem modernen Baumhaus wohnen. Überall wo man hinsieht ist man hier von der Natur umgeben. Am besten wäre es, sich hier als Pärchen mit seiner besseren Hälfte zurückzuziehen und die Abgeschiedenheit zu genießen, denn das Resort ist nicht wirklich der Ort, an dem man Singles kennenlernt und abends gemeinsam an der Bar Cocktails trinkt. Alle Gäste bekommen übrigens jeden Tag 6 Flaschen Wasser – und das ist auch gut so, denn bei diesem Klima ist es essenziell wichtig, viel zu trinken!

Koh Hong

Als uns Jacky vom Flughafen abholte, erzählte er Anne (einer mitreisenden deutschen Bloggerin) und mir, dass das Wort Krabi fürs folgende steht: K für Kayaking, R für Relaxing, A für Adventure, B für Beach und I für Islands. Da ich aus Stuttgart komme, habe ich mich natürlich vor allem für das R und das B interessiert. Allerdings wurde ich am Ankunftstag vom Regen begrüßt, und obwohl ich gehofft hatte, das würde sich am zweiten Tag ändern, hatte ich kein Glück. Es regnete immer noch, als wir am Morgen nach Hong Island aufbrachen. Glücklicherweise dauerte der Regen aber nicht den gesamten Tag an – und auch wenn es bewölkt blieb, konnte ich Hong Island im Trockenen genießen. Koh Hong ist einfach malerisch schön; der Sand ist weiß und fein, sanfte Wellen brechen am Strand und das smaragdgrüne Wasser hat eine Badewannentemperatur von 25°C. Wenn man von hier aus den Blick zum Horizont schweifen lässt bleibt er mindestens einmal an den kleinen Inseln hängen, die hier wie Naturdenkmäler im Wasser liegen. Und genau dieser paradiesische Anblick war es, der uns auf all den vielen Inseln beeindruckte, die wir auf dieser Reise besuchten.

Die Tierwelt in Krabi

Das einzige, was mir in Krabi weniger gut gefallen hat: Ein riesiger Waran, der am Strand von Koh Hong ein Sonnenbad nahm – und mir riesige Angst einjagte! Jacky und Anne machten mir Mut, mich näher an ihn heranzuwagen um ein Foto zu machen, aber sobald ich ihn sah wusste ich:

  1. Ich mache keine Fotos in bewaldeter Umgebung mit schlechter Sicht. Nein, nein, nein. Ich möchte nicht vom Nachfahr eines prähistorischen, kaltblügtigen Diapsiden überrascht werden, dessen Atemmethode sich vor mehr als 270 Millionen Jahren entwickelt hat.
  2. Wenn irgendwie möglich, gehe nicht im Wald hinter dem Beach pinkeln. No fluids in, no fluids out!

Phra Nang Cave – Railay Beach

Das Wetter am dritten Tag war perfekt für ein bisschen Island Hopping. Die Sonne schien und der Trip nach Railay Beach, 4 Islands und Buya Beach war großartig. Wenn ihr in Krabi Island Hopping gehen wollt, empfehle ich euch ein Longtail Boat dem obligatorischen Speedboat vorzuziehen! Das ist erstens grundsätzlich angenehmer als mit dem Speedboat, und außerdem kostet es ungefähr halb so viel (8,000 TBH / 270 € pro Tag)! Phra Nang Cave Beach ist das Paradebeispiel für das A in Krabi: Es ist der perfekte Ort für ein Rock Climbing Abenteuer. Diverse Touristen am Strand haben begeistert den Kletterern zugesehen, die geübt die Kalksteinwände emporkletterten.

4 Islands

Das Erlebnis „4 Islands“ besteht aus den Inseln Koh Poda, Koh Gai (Chicken Island), Koh Tub und Koh Mor. Wir haben nur recht wenig Zeit hier verbracht, weil die Strände voll mit Touristen waren. Statt unser Picknick am Strand von Koh Poda zu machen, hat uns Jacky nach Buya Beach gebracht, der exakt auf der anderer Seite von Koh Poda liegt – und den wir ganz für uns allein hatten. Für unsere Mittagspause war das großartig, aber zum Schwimmen ist der Strand wegen der scharfen Steine im Wasser nicht zu empfehlen.

Wat Tham Suea (Tiger Cave Temple)

Wat Tham Suea ist ein buddhistischer Tempel im Nordosten von Krabi. Der Tempel ist umgeben von einem tropischen Regenwald, der viele uralte Bäume, eine Menge Affen und verschiedenster Lebewesen aus Flora und Fauna beherbergt. Unser Programm war vollgepackt, weswegen wir keine Zeit hatten, die unendlichen Treppenstufen hoch zum Gipfel zu erklimmen und die sicherlich atemberaubende Aussicht zu genießen, aber Jacky wollte dass wir die Bäume sehen, also kletterten wir zumindest ein Stück weit hinauf – und endeten mitten im Regenwald. Ich hätte wissen sollen, dass das eine schlechte Idee ist, als uns auf der Hälfte des Weges diverse Affen auf uns zugerannt kamen und einer von ihnen mein Bein umklammerte. Ich befreite mich vorsichtig von dem kleinen haarigen Freund und lief weiter, aber nur fünf Minuten später warnte mich Anne: „Lexie, da ist schon wieder ein Waran!“ Ihr könnt euch vorstellen was folgte: Ich hatte genug. Es war offensichtlich dass diese Tiere mich irgendwie mögen, aber das beruhte nicht auf Gegenseitigkeit und ich hatte überhaupt kein Interesse daran, neue Freundschaften zu knüpfen. Ich glaube fest daran, dass der Regenwald schön ist – aber ich würde ihn mir lieber im Fernsehen anschauen. Naja, Spaß beiseite, natürlich ist er jeden Besuch wert. Und die Aussicht von da oben muss tatsächlich beeindruckend sein, wenn man es denn hinauf schafft ohne von Affen überfallen zu werden.

Krabi Jungle Tour & Emerald Pool

Ich liebe die Natur, solange ich von Insekten und Reptilien verschont werde. Umso schöner war es zu merken, dass der Großteil des Jungle Trails durch den Regenwald präpariert und „sicher“ war. Das Highlight der Jungle Tour war aber definitiv der Emerald Pool: Das Wasser ist kristallklar und die Temperatur perfekt, um sich nach der Wanderung dorthin abzukühlen. So gefällt mir das mit dem Jungle!

Thalen Bay Kayak Tour

Die Kayak Tour, die uns durch Mangrovenwälder führte, war ziemlich entspannt. Natürlich traf ich auf einen weiteren Waran, der im Wasser nah unseren Kayaks schwamm – und war froh, dass Jacky Annes Kommentar „Ich glaube Lexie will näher dran!“ nicht so ernst nahm. Aaah!

Ao Nang Thai Cookery School

Besonders gespannt war ich darauf, meine Thai Kochkünste zu testen – was in der Ao Nang Thai Cookery School kein Problem darstellt! Der Kochkurs ist hauptsächlich auf Touristen ausgelegt und kostet pro Person 1.500 TBH (etwa 50 €). Man kann bis zu 5 Gerichte wählen und nach dem Kochkurs das Essen genießen. Die Kursleiterin, Sow, ist sehr liebenswert und war total überrascht, dass ich all ihre Zutaten schon zu Beginn des Kurses kannte!

Tipps und Gedanken

  1. Geht auf die Märkte – hier bekommt ihr alles was ihr wollt! Das Essen ist lecker, frisch und günstig. Es gibt Tages- und Nachtmärkte in Krabi. Ich habe beide besucht, mich vom Fleisch ferngehalten und Massaman Curry und Seafood bevorzugt.
  2. Falls ihr Fack Ju Göte 2 noch nicht gesehen habt, holt das nach und schaut mal ob ihr einen der Orte wiederentdeckt, die wir besucht haben!
  3. Geht ins Ruen Mai – ein authentisches Thai Restaurant irgendwo zwischen Krabi und Ao Nang. Es wird größtenteils von den Locals besucht und liegt nicht an der Hauptstraße, sodass man definitiv einen Guide oder einen erfahrenen Taxifahrer braucht um es zu finden. Das Essen und die Atmosphäre sind der Wahnsinn. Ich glaube das war das beste Thai Essen dass ich in Thailand gegessen habe!
  4. Krabi ist kein Party-Stadt. Nachtclubs und Bars schließen immer um Mitternacht.
  5. Falls ihr einen Guide braucht: Jacky ist spitze! Und falls ihr noch mehr Insider Infos über Krabi und meine allergischen Reaktionen braucht ;) fragt mich in den Kommentaren oder schaut direkt auf www.thailandtourismus.de.
  6. Ach, und wenn ihr einen Waran seht: Keep calm and carry on ;-)

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