Footlocker hat nach London geladen um die Frühjahrskollektion 2016 vorzustellen. In den Shoreditch studios gab es die Highlights der kommenden Saison zu sehen und als Sneakerfan gab es beim ein oder anderen Schuh schon etwas feuchte Augen.

Zum einen würde ich sehr gerne den „adidas Triple White Ultra Boost“ mein Eigen nennen, zum anderen würde sich der „Nike Air Presto Premium Denim 2016″ ebenfalls prima in meiner Presto Reihe machen. Beide Modelle gehören was Look und Tragekomfort angeht zu meinen absoluten Lieblingen.

Für die Musikalische Untermalung des Events sorgte DJ MistaJam. On top gab es noch eine kleine Live Performance von South Londons own Bonkaz, der mit „You Don’t Know “ und „Wha Gwarn?“ zu den derzeit meist gefeierten Grime Acts der Stunde zählt.

Wir konnten im Gewusel der Sneakerheads die aus ganz Europa angereist waren, dann doch noch eine Plätzchen ergattern um Bonkaz ein paar Antworten rund um Sneakers, Sport, Musik und Co. zu entlocken.

Im Interview mit Rapper Bonkaz

Was ist dein aktueller Lieblings Sneaker?

Es gibt den Match von Puma, der wirklich cool ist. Ich hab eben einen in schwarz bekommen und bin echt begeistert von dem. Er hat diesen klassischen Oldschool Look den ich mag. Ich hoffe ich bekomm ihn auch noch in den übrigen Farben, weiß, rot oder blau.

Baller oder Skater?

Ich spielte als ich jünger war Fußball, aber vor 6 Monaten hab ich mir ein Skateboard gekauft und seit her versuche ich mir das Skaten selbst beizubringen. In Zeiten in denen in der Welt so ziemlich alles online passiert, ist es schön etwas zu haben für das man gerne mal das Telefon beiseite legt um etwas „echtes“ zu tun.

Welche britischen DJs kommen dir als erstes in den Sinn, wenn es um Dance oder Club Music geht?

Wenn es um Urban Club Music geht, dann ist David Rodigan eine Legende. Auf Anhieb fallen mir Charly Sloth, oder auch Docta Cosmic ein. Docta Cosmic hab ich einige Male live gesehen und er ist echt gut. Im Vergleich zu Westwood spielt er mehr vom up and coming Stuff. Wir haben hier Grime Music, was ein stückweit durch Leute wie Wiley oder auch D double E mit begründet wurde. Leute wie Dizzy Rascal, die dieser Scene entspringen machen mittlerweile auch Genre übergreifenden Musik. Auch die UK Rap Szenen ist hier aktuell mit einigen jungen Künstlern ordentlich am kommen.

Welcher MC hat dich am meisten beeinflusst und motiviert selbst Musik zu machen?

Kano! Definitiv Kano! Allein schon, weil ich verschiedene Styles wie Rappen und MCing mache und er war die erste Person, den ich wahrgenommen habe, der dies ebenfalls machte. Der Mix der seiner verschiedenen Themen stimmt und seine Musik kommt einfach ehrlich daher.

Was hat dich mehr beeinflusst? Rap als die Kunst des Storytellings oder dein Umfeld, welches es wert war darüber zu rappen?

Es ist ein Teil von beidem. Ich versuche meine eigenen Geschichten in die Music mit einfliessen zu lassen und eine Balance zu finden, selbst wenn es ein Energie geladener Turn Up Song ist bei dem die Leute durchdrehen, steckt dort immer noch ein Geschichte die mit mir zu tun hat mit drin. Hier die richtige Balance zu finden, ist woran ich hart arbeite. Geschichten erzählen ohne es wie ein Geschichtsbuch wirken zu lassen, es einfach nicht langweilige werden zu lassen.

Deine aktuellen Top Tunes, die sich die Leute mal anhören sollten?

Ich höre alles von „The Weekend“. Alles von seinen aktuellen oder auch alten Songs. „I show you“ von „Justin Bieber“. Den Song mag ich tatsächlich. Einfach glaubwürdige Lyrics. „Freak of the Week“ von „Krept and Konan“. Das ist ein wirklich großartiger Song. Dann gibt’s noch diesen Song „Hulk Hogan“ von „Wretch32 & Avelino“. Der ist sick!

Auf welche Netflix Serie bist du zuletzt total hängen geblieben?

„Making a Murderer“ Echt verrückt! Ich schau mir das an und kann es einfach nicht fassen, dass so etwas im echten Leben passiert. Vor einer Weile hatte ich Narcos angefangen zu schauen, aber nach  5 Episoden konnte ich einfach nicht mehr die Zeit finden weiter zu schauen auch wenn ich das schon cool fand. Dann fing ich an „Making a Murderer“ zuschauen und bin so drauf hängen geblieben, dass ich alle Episoden in nur 2 Tagen geschaut hab. Ich konnte einfach nicht damit aufhören. Seit kurzem gibt’s es diese neue Doku über Kurt Cobain, welcher ein riesen Vorbild für mich ist, also werde ich das wohl von nun an regelmäßiger schauen.

London hat doch immer wieder einiges für mich parat. Seien es die ersten Vinyl Einkäufe in den Recordstores Sohos, die mich letztendlich vor vielen Jahren zum auflegen bewogen haben, mein erstes NBA Basketballspiel, zu welchem uns Footlocker einlud, die zahlreichen Sneaker die ich aus dieser Stadt schon mit nach Hause brachte, oder die wohl niemals Ende Passion für den einzig artigen Klang der urbanen Musik dieser Insel.

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