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Vergesst Delphine, vergesst Haie, vergesst Nemo. Floßenträger waren gestern, wir wollen plantschende Schweinchen sehen! Ja, ihr habt richtig gelesen. Vor unserem Trip auf den Bahamas war uns tatsächlich auch nicht bewusst, dass niedliche Familien auf vier Pfoten und mit Ringelschwänzchen auf einsamen Inseln der Bahamas leben. Okay, einsam sind die süßen Vierbeiner mit den Steckdosen-Nasen auf den „Exumas“ die für den „Swimming Pigs Tourismus“ bekannt sind nicht mehr ganz. Aber auf No Name Cay haben die Schweinchen ihre Insel noch ganz für sich und nur selten werden Besucher über den türkiesen Ozean an den Strand der naturbelassenen Insel gespült. Da kann man schon ein neidvolles OINK! von sich geben. Auf „No Man Cay“, 10 Minuten Überfahrt von „Treasure Cay“ (auf der Insel Abaco) entfernt, planschen sie nämlich im kristallklaren Wasser. Schöne Schweinerei!

 

Schweinische Geschichten auf den Bahamas

Schweine auf den Bahamas? Ist jetzt zugegebenermaßen nicht die typische Urlaubsgeschichte, die man erwarten würde. Die Schweine sind einer Legende nach aber auch nicht als Urlauber auf die Insel gekommen, sondern wurden wohl einst von Seemännern ausgesetzt, um sie auf der Rückreise als Nahrungsmittel wieder aufzusammeln. Sie überlebten von angeschwemmten Essensresten und richteten sich ein. Eine andere Story besagt, ein paar Ur-Schweine hätten sich bei einem Schiffbruch an Land gerettet und hier ein neues Leben begonnen. Oder ist es heute einfach ein Farmer, der die ganze „Schweinerei“ auf eine einsame Insel ausgesetzt hat und sich seine „Babes“ nur dann zurück holt wenn sie reif zum mästen sind?

Wie dem auch sei: in den letzten Jahren konnten sie mit ihren Schwimmkünsten von vorbeikommenden Booten nicht nur große Begeisterung ernten, sondern auch Futter. Mittlerweile kommen die Menschen extra wegen ihnen. So wie wir. Für ca. 500,00 € haben wir Kapitän Mark und sein Boot für einen halben Tag lang gemietet und los ging es.

Swimming Pigs: Wir sind ihnen ziemlich ähnlich

Was wir mit den Schweinen gemeinsam haben, ist nicht nur das Gefühl für Sauberkeit, sondern auch das für die Kälte. Bei 15 Grad schwimmen? Darauf haben selbst die „Swimming Pigs“ der Karibik keine Lust – und auch wir waren während unseres Bahama-Trips nur ein einziges Mal richtig im Wasser.

Mit ihren hochgereckten Rüsseln und zahlreichen Stupsern haben sie uns trotzdem ganz schön auf Trab gehalten, bevor sie sich die Jungtiere zufrieden in den Sand gelegt haben haben. Für uns dann ein ein leckeres „Kalik“ (das bahamaische Bier), für Piggeldy und Frederick Süßkartoffel, Kokosnuss und Sellerie. Fehlte eigentlich nur, dass wir uns über die Erlebnisse des Tages hätten unterhalten können.

Was uns tatsächlich mit den Schweinchen verbindet

Seite an Seite durchs Wasser stapfen, am Strand entspannen, ein Freudesgrunzen. Eigentlich sind wir uns ganz schön ähnlich, könnte man meinen. Und das stimmt tatsächlich auch. Diese drei Facts beweisen es:

  • Schweine sind wie wir! Unser Erbgut stimmt tatsächlich zu 90 % überein. Das ist aus biologischer Sicht ein verdammt hoher Anteil. Übertroffen wird der nur vom Menschenaffen. Bei den Schimpansen liegt er bei 98 Prozent.
  • Schweine baden gerne! Tatsächlich können Schweine nicht schwitzen. Um ihren Körper zu kühlen, wälzen sie sich daher gerne im Schlamm oder Wasser. Bei einem Experiment wurde in einem Stall eine Dusche eingerichtet. Die Schweine lernten sie zu benutzen, das Wasser ein-und auszuschalten. Sie sind wie wir also sehr auf ihre Sauberkeit bedacht.
  • Schweine sind klug! Sie wissen sich zu helfen und benutzen, wenn es sein muss, auch Werkzeuge um ans Ziel zu kommen. In ihrem Gehege können Schweine bei der Suche nach Nahrung einen Spiegel einsetzen, um Futter aufzuspüren, das sonst nicht einsehbar wäre. Sie verstehen dabei, dass der Spiegel reflektiert und können ihn von Fenstern unterscheiden. Diesen „Spiegel-Test“ bestehen nicht viele Tiere. Außer den Schweinen können das noch Delfine, Elefanten und Schimpansen.

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