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Ich kann das nicht, ganz und gar nicht! Was ist, wenn ich es nicht hinkriege? Das wird eine einzige Blamage. Und überhaupt: alle anderen sind viel besser. Alle anderen sind viel erfolgreicher. Alle anderen sind alles, was ich auch gerne wäre, aber nicht bin. Sätze, die niemand gerne hört und doch sagen wir sie leider ab und zu genau der Person, die wir am tiefsten treffen können und der wir all unsere Zweifel schön tief in die Wunden reiben, die am meisten wehtun. Die Rede ist von uns selbst. Wenn das Skepsis-Tier mal wieder an mir nagt, dann komme ich mir furchtbar klein vor, während ich vor meinem inneren Auge alle anderen an mir vorbeiziehen sehe. „Tschüss, ihr Sieger, ich mache es mir dann mal auf dem letzten Platz bequem und hoffe, dass mich niemand sieht,“ rufe ich noch leise, bevor ich mich in solchen Momenten für gewöhnlich in eine Badewanne sinken lasse und den Kopf in einer Schaumkrone versenke. Wenn ich dann wieder auftauche, geht es meistens schon besser. Manchmal muss man sich selbst eben gehörig den Kopf waschen, bevor es weitergehen kann mit der Traumverwirklichung.

Denn eigentlich wissen wir es doch besser: Wer schon am Anfang aufgibt, hat eh verloren und zwar zu Recht. Wer es versucht, fällt und wieder aufsteht, dran bleibt und sich auch mal durchbeißt, der kommt auch meistens ans Ziel und hat viel gelernt. Mia kann da mit ihrer Tough Mudder Erfahrung ein Lied von singen. Ich will hier aber gar nicht den Motivationstrainer geben, denn oftmals sitze ich ja selbst noch in der Zweifel-Falle. Was aber immer gut hilft, ist so ein Inspirationspush von außen. Und warum sollte man sich nicht mit einem passenden Feel-Good Film eine Portion Licht ins eigene Dunkel zaubern?

Never stop trying: Eddie the Eagle macht’s im Kino vor!

Eine Runde Inspiration kann man sich ab dem 31.03. im Kino des Vertrauens abholen, denn da läuft in Deutschland die Feel-Good Comedy EDDIE THE EAGLE an. Vielleicht klingelt da bei dem ein oder anderen was? Eddie Edwards war in den 80ern genau der britische Skispringer, an den niemand geglaubt hat und der wider aller Erwartungen bei den Olympischen Winterspielen in Calgary antrat. Während eine ganze Nation ihn längst als Versager abgeschrieben hatte, gab Eddie nicht auf, glaubte an sich und verwirklichte seinen Traum. Das Ergebnis, wenn man nach dem „Alles ist möglich“- Prinzip lebt? Vom verspotteten Underdog zum stolzen Adler, dem König der Lüfte! Verkörpert wird Eddie vom äußerst charismatischen Taron Eagerton, der in Vince Vaughns KINGSMAN: THE SECRET SERVICE sein Debüt gab. Hochkarätige Unterstützung kommt von niemand geringerem als Hollywood-Beau Hugh Jackman, der den gescheiterten, aber smarten Ex-Skispringer spielt, der Eddie als Trainer zum Ziel führt. Und dann taucht da noch ein Name auf, den ich ja so nicht erwartet hätte! Da wäre nämlich noch deutsche Beteiligung. Nun ja, ein bisschen klischeebehaftet ist es vielleicht, dass ausgerechnet die Skibar-Besitzerin aus unseren Reihen kommt, aber irgendwie passt es dann ja auch. Hinter dem Tresen findet sich jedenfalls niemand geringeres als Iris Berben.

Was mich an Filmen aber eigentlich mehr anzieht als bekannte Namen? Der zu erwartende Ton! EDDIE THE EAGLE verspricht nämlich trotz Topic und Comedy-Label kein trockener Sportfilm auf lauwarmen Spaßniveau zu sein, sondern einer der dank britischen Humors auf elegante Weise die Lachmuskeln anregt und dabei die Geschichte einer der wohl wichtigsten Botschaften erzählt. Note to myself: Keep your head up because dreams do come true if you just keep tryin‘!

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