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Vanessa ist 7 Jahre alt und trägt gerne rosa. Ein bisschen Mädchenkram darf schon sein, immerhin muss sie schon ihr blondes Haar ganz kurz tragen. Es ist nicht so, als hätte Vanessa nicht auch gerne mal wie ihre gleichaltrigen Freundinnen einen Pferdeschwanz, der beim Schaukeln wippt oder eine Flechtfrisur, in die sie im Sommer Gänseblümchen stecken kann, aber sie hat keine Wahl. Vanessa hat Krebs und der Kampf dagegen hat sie nicht nur ihre Haare gekostet, sondern ein ganzes, großes Stück ihrer Kindheit. Statt über den Spielplatz, lief sie durch triste Krankenhausflure und statt im Schwimmbad Eis zu essen, gab es für sie Medikamente, Spritzen und so viele Untersuchungen, das sie für ein ganzes Leben reichen. Eigentlich will man darüber nicht zu lange nachdenken, denn, wenn man es tut, dann macht sich unweigerlich ein schwerer Kloß im Hals bemerkbar, der einem die Luft zum Atmen nimmt. Allein die Vorstellung die eigenen unbeschwerten Kindheitstage gegen monatelanges Liegen in Krankenhausbetten voller Ungewissheit einzutauschen – mir wird fast schlecht dabei. Ähnliches gilt wohl für Alle, die schon eigene Kinder haben. Wer seinen Sohn oder seine Tochter zur Sporthalle statt in die nächste Klinik fährt, hat verdammt viel Glück gehabt, Glück das Vanessa und ihre Familie nicht hatten. Jährlich erkranken ungefähr 1800 neue Kinder an Krebs und werden zu Kämpfern. Vanessa ist eine von vielen, hat aber eine klare Botschaft für ihre Krankheit: Du kannst mich mal! Dir mach‘ ich’s richtig schwer, Krebs!

Unsere #Kampfansage: Wir kämpfen an der Seite der Deutschen Kinderkrebsnachsorge!

Leider kann man keine Wunder bestellen, aber man kann helfen und mitkämpfen. Wir sind in diesem Kontext besonders beeindruckt von der Arbeit der Deutschen Kinderkrebsnachsorge, die mit diesen neuen, starken Kampagnenmotiven auf die Schicksale der kleinen Kämpfer aufmerksam macht, die Unterstützung, kein Mitleid, brauchen. Seit 25 Jahren setzt sich die Stiftung für kleine Patienten und ihre Familien ein und hat dabei schon viel erreicht. Fast 12 Millionen Euro hat die Deutsche Kinderkrebsnachsorge bis heute in den Bau und die Weiterentwicklung der Nachsorgeklinik in Tannheim im Schwarzwald investiert. Was hier im Vordergrund steht, ist die Idee, das die ganze Familie dort Patient ist. Denn wenn ein Kind krank wird, dann leiden alle. Eltern, Geschwister, sie alle stehen wohl vor der größten Herausforderung ihres Lebens.

Der Gegner muss dabei allerdings nicht immer nur Krebs sein. Leider gibt es da draußen ganz schön viele Krankheiten, die alles verändern können. Rund 1,5 % Prozent aller Kinder werden mit einem schweren Herzfehler geboren und müssen sich bereits im Säuglings-oder Kleinkindalter langwierigen Operationen unterziehen. Circa 8000 Kinder kämpfen ihr Leben lang mit Mukoviszidose, eine der häufigsten, angeborenen Stoffwechselkrankheiten. Sie alle stehen im Fokus der Deutschen Kinderkrebsnachsorge, die mit ihrem Familienorientierten Ansatz nicht nur die physische Situation der Kinder verbessern will, sondern sich besonders für eine psychische und soziale Betreuung der ganzen Familie einsetzt. Von der Last kann die kleinen Kämpfer und ihre Angehörigen niemand befreien, aber man kann sie immerhin leichter machen. „Zusammen“, so heißt es ganz richtig, „ist man weniger allein“.

Wobei wir alle die Deutsche Kinderkrebsnachsorge noch unterstützen können

Ihr seht: in den letzten 25 Jahren ist schon viel geschafft, aber es geht noch mehr. Weil unter all dem Bangen, der riesigen Belastung und den vielen Arztterminen meistens die gemeinsame Zeit in der Familie zu kurz kommt, ist es wichtig, dass bei all der Schwere auch Raum für etwas Leichtigkeit bleibt. Deshalb will die Deutsche Kinderkrebsnachsorge in Tannheim zusätzliche Apartments errichten, die betroffenen Familien die kostengünstige Chance auf einen gemeinsamen Urlaub ermöglicht. Außerdem kämpft die Stiftung für den Erhalt der Nachsorge in Ostdeutschland und plant daher den Neubau einer Klinik in Straußberg bei Berlin. Einzigartig ist die Arbeit der Deutschen Kinderkrebsnachsorge wohl, weil sie genau dann an der Seite bleibt, wenn es am schwersten ist. Bundesweit einmalig ist nämlich auch ihr Rehabilitationskonzept für verwaiste Familien, die ein Kind verloren haben und damit in einen Abgrund schauen, dessen Tiefe ich mir gar nicht ausmalen mag.

Das Schlimme ist, da draußen ist nicht nur die 7-jähirge Vanessa. Da ist auch der 16-jährige Florian, der an einem Herzfehler leidet und für den schon zu viele Tage vom Bangen gezeichnet sind und viele tausende Kinder mehr. Sie alle haben einen Wunsch: Leben. Ihre Message an ihre Krankheit ist klar und wir fragen uns und euch: kämpft ihr mit? Jede Spende an die Deutsche Kinderkrebsnachsorge bedeutet dabei nämlich, in der allerschwersten Zeit nicht allein zu sein.

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