„Na guck, da issn‘ 8ter-Tisch frei, perfekt für euch!“ das war einer der prägenden ersten Sätze des Personals als wir im ROBINSON Club Maldives im Gaaf-Alif-Atoll auf den Malediven ankommen. „Na denn, holama uns was, solang’s noch was gibt!“ schließe ich mich nach perfekt-schwäbischer Manier der Gruppe der Neuankömmlige an. Ein paar Minuten später sitzen wir mit Schweinshaxe und Knödeln am runden 8ter-Tisch, ganz nach dem Werbeslogan „Das Weite gesucht – Nähe gefunden!„.

Schmecka lassa!“ und „An Guada!“ lautet es von den Tischnachbarn und ich bin froh mich für die nächsten Minuten in meinem Essen vertiefen zu dürfen. Angekommen im Club Urlaub, ich habe es tatsächlich gewagt, obwohl ich dafür ja eigentlich gar nicht der Typ bin. Ich liebe einsame Inseln, Einsamkeit oder Zweisamkeit, ich möchte hier Exklusivität, Ruhe und hohen Standard. Eigentlich bevorzuge ich Boutique Hotels und Spa Resorts. Aber eigentlich habe ich mir auch vorgenommen, öfter mal von gewohnten Wegen abzubiegen und etwas Neues auszuprobieren, auch und gerade beim Reisen. Und deshalb führte uns dieser Malediven-Trip zum ersten Mal auch in einen Club.

Zuhause in der Präsidentensuite im ROBINSON Club Maldives

Nehmt die Rucksäcke am besten gleich mit, ihr werdet einen weiteren Weg zu eurer Unterkunft haben!“ gesagt, getan und nichtsahnend trotteten wir, vollgefuttert von deutscher Kost mitten im Indischen Ozean unserem Gastgeber hinterher. Das Ziel ist mitten in den Wellen, an der Spitze des Stegs, ihr habt es vielleicht auf unserem Snapchat verfolgt, wie wir unsere Präsidentensuite in Empfang genommen haben. Ein bisschen komisch hat sich das schon angefühlt, als uns diese Pforten eröffnet wurden und wir uns zwischen zwei Schlafzimmern entscheiden durften bevor wir uns in unseren eigenen, riesigen Infinitipool stürzen. Hier verweilte ich dann auch die nächsten Stunden und lauschte den Wellen, die hier viel lauter, kräftiger und tiefblau waren – im Süden der Malediven kann es dann eben doch mal wilder zugehen. Wild und dramatisch zeigte sich auch der Himmel in den nächsten Tagen. Wasser von unten. Wasser von oben. Ein Stromausfall und ein Wind der uns die Snapbacks vom Kopf bließ. DAS ist wahres Robinson Crusoe Feeling wenn ihr uns fragt!

Schweinshaxe mit Knödel auf den Malediven – der ROBINSON Club bleibt sich treu

Unter dem Motto „Zeit für Gefühle“ lädt ROBINSON seit den 70ern zu entspanntem Cluburlaub ein. Damals wurde das TUI-Vertragshotel Jandia Playa auf Fuerteventura in Zusammenarbeit mit Steigenberger eröffnet, und seitdem wächst ROBINSON zum Qualität- und Marktführer im Club-Segment. ROBINSON steht für einen sportlichen, unterhaltsamen und geselligen Urlaub, mit oder ohne Kind, allein oder zu zweit. Das gilt es jetzt auszutesten!

Die sich momentan dramatisch ausbreitende Korallenbleiche hat den Weg zum Gaaf-Alif-Atoll, welches ganz im Süden der Malediven liegt und via Domestic Flight (ca eine Stunde Flugdauer ab Malé) zu erreichen ist, noch nicht gefunden. Ein Glück! Ebenso wenig diesen Weg gefunden haben allerdings gewohnten Zimmerstandards wie Taschenlampen in den Wasser- und Strandbungalows, wie uns durch die stockdunklen Stunden während des Stromausfall führen sollten. Schade. Ebenfalls nüchtern-deutsch ist die (Nicht-)Befüllung der Minibar und die fehlende Dekoration der Betten.

Nüchtern und schlicht, so haben es die Deutschen, welche den größten Anteil der ROBINSON Gäste ausmacht, wohl gerne. Auch gerne haben wir Deutschen die sogenannten „Gala-Nächte“ die in jedem ROBINSON Club ähnlich ablaufen. Der Dresscode ist Weiß, das Essen besteht aus mehreren Gängen und wer an einem 2er-Tisch sitzen möchte, sollte frühzeitig kommen und nach deutscher Manier gleich was besetzen ;) Der Abend erreicht natürlich mit einer Eisbombe im Kreuzfahrtschiff-Stil seinen Höhepunkt, als die „Crew“ (natürlich verkleidet als Matrosen und Kapitän) in einer Polonaise zwischen all den Tischen neugefundener Urlaubsbekanntschaften oder alter ROBINSON Freunden umhertänzelt tönt der vom Landeanflug auf Mallorca bekannte Applaus. Auch wir sitzen mit unseren neuen Freunden am Gruppentisch und gönnen uns noch ein Weinchen bevor wir weiter zur Eisbombe in der Hauptbar, in der auch der Clubtanz auf uns wartet, hechten. Nach einem verwirrten Blick auf die Weinkarte (natürlich erwarten wir hier Trolling oder Riesling, denn Unbekanntes wagt man hier nicht ganz so gerne) schlürfen wir den Hauswein, natürlich aus dem „Vollpension-Inclusive“-Angebot, wir sind ja Schwaben!

Hinter den Kulissen eines Malediven Resorts

Positiv ist uns der freundschaftliche und offene Umgang mit den Gästen aufgefallen, welcher keine Grenzen kennt. Selbst eine Führung in die „sebsiblen Bereiche“ der Insel vom Clubdiriktor persönlich wird regelmäßig angeboten. Das ist etwas, was wir so intensiv das erste Mal sehen durften. Wie der ROBINSON Club Maldives sein Wasser vom Salzwasser, in leckeres Trinkflaschen in Glasfalschen aufbereitet, wie die Generatoren für die Stromversorgung ausschauen (und dass hier im Fall der Fälle wirklich ein Experte benötigt wird ;)), wo und wie das Personal auf der Insel lebt und welche Fakten mir die Kinnlade auf das Brustbein fallen lassen haben wir hier erfahren.

  • 4 Tonnen Melonen im Monat
  • 3 Tonnen Tunfisch im Monat
  • 2 Tonnen Bananen im Monat

…finden ihre Verbraucher im ROBINSON Club Maldives

  • 17 Nationen unter den Mitarbeitern
  • 3.000 Liter Diesel werden pro Tag verbraucht
  • 800 Klimanalagen werden im Jahr gewechselt

Unser Fazit – Malediven Pauschalurlaub

An meinem Prinzip, dass Cluburlaub nichts für mich ist hat sich nichts geändert, denn einige Klischees gingen doch in Erfüllung, welche aber allesamt mit einem großen Grinsen zu betrachen sind. Wir würden sagen, der ROBINSON Club Maldives ist perfekt für den allerersten Malediven-Urlaub, quasi „Malediven für Anfänger“. Perfekt für alle die nur ungerne auf unsere Landessprache deutsch verzichten, sie sich pudelwohl unter „seinesgleichen“ fühlen und auch im Urlaub nicht zu müde für Smalltalk sind. Für uns persönlich fehlte das Gefühl der Ferne durch die deutsche Sprache und das deutsche Essen ein wenig, positiv überrascht waren wir über die Preise, die im Vergleich zu anderen besuchten Resorts für einen Maledivenurlaub wirklich in Ordnung sind.

Preisbeispiel ROBINSON Club Maldives

Reisezeitraum: 01.11.2016 – 13.12.2016
Reisedauer: 7 Tage
Unterkunft: Gartenbungalow
Vollpension made by ROBINSON inkl. Flug pro Person ab 2.381,00 €

Gefunden haben wir dieses Angebot direkt auf ROBINSON.

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