Sobald es warm wird, werfe ich über die kälteren Tage lieb gewonnene Essgewohnheiten ab wie der Schmetterling seinen Kokon. Wo ich vor ein paar Wochen noch jeden Tag die Lieblingspizza mit Birne hätte verdrücken können, muss jetzt dringend Frisches und Knackiges statt Knuspriges her. Vielleicht spielt auch der Blick Richtung Bikini eine marginale Rolle, auch wenn ich mir fest geschworen habe, dass sich kein verqueres Body Image zwischen mich und meinen Eisbecher drängt. Wie dem auch sei, die Mission der letzten Tage: lautet schlemmen, aber mit dem Gefühl von Leichtigkeit, als schaue ich nach dem Stichwort „Clean Eating Berlin“ und werde direkt in der Nachbarschaft fündig. Gut, dass in meinem Berliner Viertel Friedrichshain mit „The Bowl“, das erste Clean Eating Restaurant der Stadt seinen Platz gefunden hat!

Clean Eating Berlin: Was einen in „The Bowl“ erwartet

Direkt an der hektischen Warschauer Brücke tut sich mit „The Bowl“ eine kleine Wohlfühl-Oase auf. Die Hektik der Straße bleibt beim Eintreten draußen und man merkt gleich, dass man es sich hier gut gehen lassen soll. Das Interior ist schlicht, ohne kühl zu wirken. Details wie hängende Pflanzen oder die gemusterten Fließen zum warmen Holz (einmal für mein Zuhause bitte genau so!) passen in die Zeit und so macht das Design es leicht zum Sitzenbleiben und Durchprobieren der Karte zu verführen. Natürlich liegt das aber auch am Food Konzept und der Auswahl auf der Speisekarte. The Bowl serviert zu 100 % eine plant based kitchen und gehört zu den wenigen biozertifizierten Restaurants in Deutschland. Der Name ist übrigens Konzept – hier gibt es gluten- und zuckerfreie Bowls, sprich Schlüsseln voller unterschiedlicher, leckerer Köstlichkeiten von A wie Avocado-Dressing bis Z wie Zucchini-Nudeln.

Warum man hierher kommen sollte

Kurz: um sich satt, aber nicht träge, sondern mit einem erfrischten Energie-Level ausgestattet zu fühlen. Hier kommt der Geschmack in den Schüsseln direkt aus der Natur. Ob Frühstück, Lunch oder Abendessen, alle Gerichte sind frei von Transfetten, künstlichen Zusatzstoffen und weißem Zucker, dafür werden Gemüse und Obst frisch und unbehandelt verarbeitet. Dass es frisch ist, schmeckt man wirklich. Außerdem isst das Auge hier definitiv mit – allein der Anblick der reichhaltigen Bowls mit all ihren unterschiedlichen, veganen Bestandteilen hat mir das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen. Da sieht man wie reich die Natur uns beschenkt, wenn wir sie bloß lassen.

Clean Eating Berlin: Was man unbedingt probieren sollte

Ich bin bisher Fan von vor allem diesen zwei Bowls. Da wäre die California Bowl mit Lemon Quinoa, frittierten Süßkartoffel, würzigem Sesam-Tamarispinat, Avocadoscheiben mit Sesam, Tomaten-Koriandersalsa und Greens aus Salat, Karotten, Sellerie und Kirschtomaten mit Superfood Dressing und unfassbar leckerer Teriyaki-Hibiskussauce. Dann gibt es noch die Buddha Bowl für Alle, die auf Curry und mehr Soße stehen in der sich Aubergine, Süßkartoffel, grüner Spargel, Wildreis und Shiitake Pilze tummeln. Großes Kino ist das Rote Bete-Carpaccio, das auch gleich mitkommt. Wer es noch schafft, sollte sich die Chocolate Bowl zum Dessert gönnen. Ich sage nur: gekühlter Kakao-Pudding mit Chia und Beeren. Mhhhhh! Zusätzliche Energie zum Trinken liefern selbstgemachte Limonaden und Smoothies, mit denen ich eigentlich gerne meinen Kühlschrank füllen würde.

Wann man vorbeischauen sollte

Da reservieren nicht möglich ist, muss man ein wenig Glück mitbringen. Aber bisher hat das immer geklappt. Bei meinem letzten Besuch an einem Sonntag Abend konnten wir sogar den schönsten aller Tische direkt am großen Fenster ergattern.

Ob in The Bowl auch Vegetarier und Veganer glücklich werden

Absolut, denn hier ist alles vegan. Aber auch alle anderen sollten hier zufrieden satt werden. Genuss kommt ihr nicht vom Fehlen einzelner Zutaten, sondern vom leckeren Zusammenspiel.

Wo ihr in Berlin hinmüsst

The Bowl
Warschauer Straße 33
10243 Berlin

Öffnungszeiten
Mo: 12:00 – 23:30
Di – So 10:00 – 23:30 Uhr

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