Echte Freunde reden nicht, sie machen. Wir alle kennen die Situation: Planst du deinen Umzug in zwei Monaten, sagen dir 20 Freunde und Bekannte selbstverständlich ihre Hilfe zu. Geht es um die Organisation von Umzugskartons vier Wochen vor dem Due Date gibt es 5, die mit dir in den Baumarkt fahren würden und 5 weitere, die dir die Umzugskartons aus ihrem Keller anbieten. Zehn Tage vor dem Umzug antworten dir 45 % der angeschriebenen potenziellen Helfer überhaupt zurück, mindestens 5 davon sind absagen. Am Umzugstag selbst stehen – meist immer dieselben – 3 Freunde parat, um mit dir Kisten zu schleppen, den Transporter zu bepacken und alles am Ende wieder in den 3. Stock zu tragen.

Was weniger frustriert gemeint ist als es vielleicht klingt ist einfach nur die trockene Wahrheit – und wenn ich ehrlich zu mir bin zähle ich selbst leider meist zu den 5, die trotz aller Zusagen und guten Vorsätze am Ende doch absagen, schlicht weil bei mir Wochenende nicht gleich Wochenende ist und ich samstags meistens arbeite. Umso dankbarer bin ich nachhaltig für die Menschen, auf die ich bei Umzügen & Co immer zählen konnte. Ich weiß, dass Thies und Flo bei meinem Umzug aus Stuttgart sicher besseres zu tun gehabt hätten, aber es war für sie selbstverständlich vor der Arbeit für eine flinke Stunde vorbeizuschauen und mit anzupacken. Thies hatte dasselbe auch schon vor zwei Jahren getan, als ich nach Stuttgart gezogen war. Auch in Mainz gibt es ein, zwei zuverlässige Nasen, die immer und bei jedem Umzug zur Hand waren – meist, ohne selbst groß Hilfe einzufordern. Danke an dieser Stelle zum Beispiel an N., der in circa 4 Jahren Studium am meisten Umzugskartons von uns allen geschleppt hat!

Dieser N. zählt zu diesen Leuten die nicht viel reden, sondern machen. Nie vorher reden, ohne dann zu machen. Ich schätze das sehr, denn das gibt es heutzutage wahnsinnig selten. Was haben wir alle für hehre Pläne, was wollen wir alle die besten, coolsten, closesten Buddies sein, aber was sind wir alle beschäftigt. „Klar komme ich dich in Argentinien besuchen“, verkündete ich vor einem knappen Jahr und hatte es felsenfest vor – und dann kam mein Leben in den Weg und ich habe die einmalige Gelegenheit, zu einem Local auf Zeit nach Buenos Aires zu fliegen und damit einem Herzensmensch eine große Freude zu machen, verstreichen lassen. Das muss sich ändern!

Friendgoal: Nicht nur reden, sondern machen!

Wort halten, das ist für mich eine der größten Stärken und wichtigsten Eigenschaften von Freunden. Und auch von Dienstleistern. Dass zum Beispiel die Holzabteilung des Baumarkts unseres Vertrauens dreimal Zuschnitte & Co versemmelt hat, ist für mich unverzeihlich – dass sie wenigstens was die Terminabsprachen angeht stets Wort gehalten hat schätze ich trotzdem sehr. Besonders gut wird es aber, wenn statt viele Worte zu verlieren einfach gemacht wird. Und dieses Motto hat sich die EnBW, Baden-Württembergs Energieversorger No. 1, im Zuge der Neuausrichtung des Unternehmens zu eigen gemacht. Die EnBW will aus der Kernkraft aussteigen, in moderne Netze investieren und erneuerbare Energie ausbauen – und weiß, dass das ohne ihre Mitarbeiter nicht möglich wäre. Deshalb rückt sie genau diese in den Fokus ihrer aktuellen Kampagne.

Man mag von der EnBW halten was man will, ich finde diese Kampagne tatsächlich richtig richtig sympathisch. Vielleicht auch wegen dem schwäbelnden EnBW-Mitarbeiter in Latzhose. Und dieser Clip sorgt ja fast (!) schon dafür, dass ich den Stuttgarter Hauptbahnhof ein ganz klein bisschen vermisse.


Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung durch EnBW.

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